Nele Neuhaus war vor ihrer Veröffentlichungen „Unter Haien“ ein gänzlich unbeschriebenes Blatt in der Literaturszene. Die erste Auflage ihres Bestsellers verlegte sie noch im privaten Rahmen, da dieser Megaerfolg in keinem Moment absehbar war. Schnell verglich man sie mit dem Großen der Kriminalkunst – John Grisham.
Sie erzählt die Geschichte von Alex Sontheim, einer jungen ehrgeizigen Deutschen in New York. Dank ihrer schnellen Auffassungsgabe und ihrem Feingefühl steigt Alex in kürzester Zeit zur Abteilungsleiterin der Investmentfirma LMI auf. Immer die nächste Stufe der Karriereleiter im Auge hofft sie, durch ihre neue Bekanntschaft Sergio Vitali noch mehr Einfluss zu gewinnen. Dieser findet Gefallen an Alex und nimmt sie mit in seine korrupte Welt. Parallel findet sie heraus, dass ein naher Kollege ihr unschätzbares Insiderwissen für eigene Zwecke nutzt. Ihn zu überführen, birgt die Gefahr, selbst auch einer Schuld bezichtigt zu werden, denn der Kontakt zu Sergio ist verhängnisvoll.
Oliver Siebeck liest sich durch 672 Seiten und hält die Spannung. Das ist einerseits dem unfassbar ausgereiften Schreibstill der Frau Neuhaus geschuldet, andererseits aber auch seinem versierten Umgang mit der Stimme. Auf sechs CDs kann der geneigte Zuhörer in die detailgetreue Nachbildung einer reinen Macht und Geld orientierten Gesellschaft eintauchen, während er gemütlich in seinem sicheren Wohnzimmer entspannt.
Der studierte Informatik- und Betriebswirt kam über gut gemeinte Umwege zum Schreiben: Im Alter von ca. 37 Jahren wollte er seinem Sohn eine Geschichte erzählen, die echt Bedeutung hat. Daraus entstanden viele Weitere mit weltweitem Erfolg. Mittlerweile wurden seine feinsinnigen Romane in 42 Sprachen übersetzt und erfreuen Menschen aller Altersgruppen und Nationalität. Er lebt mit seiner Familie glücklich in New York und lebt mittlerweile von seiner Tätigkeit als Schriftsteller.
Kerstin Gier schläft oder schreibt. Sie unterscheidet sich in Gänze von ihrer Titelheldin Constanze, denn im Gegensatz zu ihr ist sie klein und dick. Schaut man sich ihre Homepage an, kommt man nicht umhin sich zu denken: „Mensch, die Frau hat echt eine Klatsche! Die würde ich wirklich gerne kennen lernen!“
Charles Bukowski gilt bis heute als Unikum der Literaturszene: Er lässt sich weder in eine Epoche noch einem bestimmten Stil zuordnen. Am ehesten nennt man ihn einen „modernen und ironischen Naturalisten“, der sich der „absoluten, literarisch unverstellten Wahrhaftigkeit von Empfinden und Darstellung“ voll und ganz verschrieb. Seine verwendete Sprache ist schroff, hart, zuweilen obszön. Er lebte ein überaus hedonistisches Leben und nutzte seinen leidenden Blick auf die Welt für seine überwiegend autobiografischen Veröffentlichungen. In ihnen berichtete er von Prostituierten, Trinkern, Obdachlosen und vielen weiteren Existenzen abseits des Amerikanischen Traums.
Die Krimis von Agatha Christie wurden oft, gern und gut verfilmt. Dass Drehbuch und Romanvorlage zumeist aber entscheidend voneinander abweichen, ist den Wenigsten bekannt. Ein vortreffliches Beispiel hierfür ist das von 



Dieter Moor ist Schweizer. Er ist bekannt und erfolgreich. Sein Kultformat „Titel, Thesen, Temperamente“ war der Sympathie der Zuschauer unheimlich zuträglich. Er ist glücklich verheiratet und lebt mit seiner Frau in einer idyllischen Berglandschaft nahe Zürich – ganz so wie in der Hustenbonbon-Werbung. Viele würden sich jetzt zurücklehnen und das Erreichte genießen. Herr Moor hingegen will mehr und etwas total Anderes. Etwas gelangweilt von der Züricher „Mehr-Schein-als-Sein-Welt“ überlegt er sich dorthin zu ziehen, wo die Menschen echt sind und Berühmtheit kein Freifahrtsschein ist. Gesucht wird eine Gegend, die alle Möglichkeiten hergibt, die es für einen Öko-Bauernhof braucht. Seine Wahl fällt auf Amerika. Amerika ist ein kleines Dorf im tiefsten Brandenburg, nördlich von Berlin, mit wenigen Häusern, aber ganz viel Umgebung. Nicht nur seine Freunde stellen seine Entscheidung in Frage, ausgerechnet in diese Ecke „Dunkeldeutschlands“ zu ziehen. Auch die Amerikaner sind nicht „very amused“ über die Pläne des Fremden. Diese Menschen sind härter zu knacken als jede Haselnuss, denn hier zählt nicht, was du hast, sondern nur, was du kannst. Dort, zwischen Gummistiefeln, Technoklängen und Nazimärschen, versucht er sein Glück zu finden und lädt uns ein, daran teilzuhaben.