...entführen dich in eine andere Welt

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Die Teufelshure

Benjamin Jendro

26.Juli
2010

Es ist das 17. Jahrhundert und wir befinden uns in Schottland. Die verschiedenen Clans reißen sich um die Macht im Land, das noch mit den Folgen eines Bürgerkriegs kämpft. Inmitten dieses Chaos entbrennt eine Liebesgeschichte zwischen John Cameron und Madlen MacDonald, die sich noch aus Kindheitstagen in den Highlands kennen. Doch die Liebe wird überschattet von dem „dunklen Lord“ Chester Cunningham, der Madlen als sein persönliches Eigentum betrachtet und nicht zulassen kann, dass sie ihm abhandenkommt. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um Cameron außer „Gefecht“ zu setzen, was ihm letztlich mit dessen Einkerkerung auch gelingt.

Chronologischer Bruch. Gut 350 Jahre später befinden wir uns im 21. Jahrhundert und Lilian von Stahl bekommt von ihrem Bruder eine höchst interessante Amazondroge zugeschickt, welche Zell-DNA mit den neuronalen Netzwerken des Gehirns verbinden kann. Die daraus resultierenden Halluzinationen sind dann das Produkt längst vergangener Erfahrungen des Inhabers der Zell-DNA. So kommt Lilian auch mit John in Verbindung und erfährt von den Gräueltaten, die er im Gefängnis erlebt hat.

Martina André hat mit Die Teufelshure wieder einmal einen ausgezeichneten Krimi zu Papier gebracht, der äußerst fundiert recherchiert ist und in dem so ziemlich jede Figur gut herausgearbeitet wurde. Auch die Sprecherin des Hörbuchs hat gute Arbeit geleistet und die einzelnen Charaktere lebhaft dargestellt.

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Bild am Sonntag Thriller-Box

Benjamin Jendro

20.Juli
2010

Die „Bild am Sonntag“-Thrillerbox ist mit sechs Thrillern vollgestopft und bietet auf 34 CDs Hörbuchvergnügen. Natürlich stellt man sich hier unweigerlich die Frage: Wie viele schlechte Titel haben es dort in die Box geschafft, damit sie voll wird? Doch weit gefehlt. Alle sechs Hörbücher sind erstklassig und entstammen der Feder von Autorenberühmtheiten, wie z.B. Deaver, Connelly und Patterson. Hier hat sich also schon eine gewisse Elite versammelt.
Unter den Titeln befinden sich:
- Der gehetzte Uhrmacher
- Der Kindersammler
- Die 4. Frau
- Todesschrei
- Level 9
- Kalter Tod

Von dem Kindersammler habe ich auch schon in diesem Blog geschrieben und auch die weiteren Bücher sind das Lesen, bzw. Hören wert! Es ist sozusagen ein geschnürtes Thriller-Paket, das nur darauf wartet, von euch geöffnet zu werden.

Manche der Hörbücher sind nichts für schwache Nerven, man sollte also schon wissen, worauf man sich hier einlässt. Doch wer den gewissen Kick braucht, ist hier bestens bedient. Natürlich bietet sich die Box auch ideal als Geschenk an, für all jene, die gerne Hörbücher und Thriller mögen. So konzentrierte Titel bei einem guten Preis findet man selten und auch wenn Bild darauf steht, sollte man sich nicht täuschen lassen. Man hat es hier keinesfalls mit Ramsch zu tun.

Mein Fazit: kaufen, anhören, sich ein wenig gruseln und letztlich gut unterhalten sein. Und für die Wiederverwerter unter euch: Man kann die Dinger ja auch hören und anschließend weiterverschenken!

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Die Teufelshaube

Benjamin Jendro

16.Juli
2010

Wieder einmal befinden wir uns in England, um das Jahr 1173. Henry II hat erneut ein kleines Mordproblem. Seine Metresse, Rosamund, wurde tot aufgefunden, vergiftet. Der Verdacht fällt sofort auf seine Ehefrau und damit Königin Eleonore. Wollte sie seine Geliebte vergiften, oder womöglich sogar ihn? Nicht auszumalen welche Folgen das nach sich ziehen würde und es ist leicht vorstellbar, dass Könige Bürgerkriege im eigenen Land nicht gern sehen. Daher muss erneut die Ärztin und Leichenbeschauerin Adelia ran, um den Mörder ausfindig zu machen.

Ihr zur Seite steht u.a. der Vater ihres Kindes Allie, Bischof Rowley. Das alleine führt natürlich schon zu Spannungen, doch darüber hinaus begibt sich Adelia in Gefahr und mit ihr Rowley und ihre Tochter Allie.

Wieder einmal führt uns die Autorin nach ihrem Erstlingswerk, die Totenleserin, mit die Teufelshaube ins mittelalterliche England und seine Eigenheiten. Nicht alles ist historisch wasserdicht, muss es aber auch nicht sein. Denn das Werk hat nicht den Anspruch historischer Genauigkeit, sondern spannender Unterhaltung. Und das schafft das Hörbuch auch. Es greift sich das interessanteste aus der Epoche, mixt es mit etwas CSI der Neuzeit und schafft so einen interessanten Krimi. Mehr als beim Vorgänger stehen dieses Mal noch Nebenschauplätze im Fokus, was einigen gefällt, anderen aber auch missfallen mag. Das ist dann wohl schlicht und ergreifend Geschmackssache.

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Sorry als Hörbuch– von Zoran Drvenkar

Benjamin Jendro

10.Juli
2010

Wünschen Sie sich nicht auch manchmal jemanden, der Ihnen die „Drecksarbeit“ abnimmt? Damit meine ich nicht den Müll wegbringen, sondern viel eher die psychisch anstrengenden, belastenden Situationen des Lebens. Jemand, der mit Ihrem Freund Schluss macht, oder Ihren Untergebenen für Sie feuert. Genau das haben sich auch die vier Freunde Tamara, Kris, Wolf und Frauke gedacht und die Agentur: Sorry eröffnet. Schon kurze Zeit später brummt der Laden. Es scheint so, als gäbe es erhöhten Bedarf an Entschuldigungen und zu wenigen Leuten, die sich dieser unangenehmen Situation stellen wollen.

Doch was, wenn man sich auf einmal bei einem Mordopfer für dessen brutale Hinrichtung entschuldigen soll? Genau diese Frage müssen sich die vier nun stellen, denn ein Mörder verlangt genau das von ihnen. Es ist eine ethische Frage, eine Frage von Schuld und Sühne, Mitleid und Verantwortung. Wie geht man damit um? All das beinhaltet das Hörbuch Sorry und macht es so spannend.

Die sehr detaillierten Mordszenen in “Sorry” sind vielleicht nicht jedermanns Sache, geben dem Buch aber eine sehr plastische, erschreckende nahe Perspektive. Apropos Perspektive. Die wird im Buch nämlich auch immer wieder zwischen Mörder, Freunden und einer bisher unbekannten Person gewechselt, so dass man verschiedene Einblicke erhält.

Eine sehr spannende Geschichte!

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Die Totenleserin

Benjamin Jendro

7.Juli
2010

Sie kennen CSI, wissen was eine anthropologische Forensikerin ist und sind ein Fan von Tempe Brennan? Dann wird ihnen die Totenleserin Adelia auch gefallen. Wir befinden uns im Jahr 1171, Cambridge England. König Henry II hat ein „kleines“ Problem. Ihm werden , so mir nichts dir nichts, drei Kinderleichen serviert und der Mob, also die Leute, schreit nach der Vergeltung und will einen Schuldigen richten. Dieser Schuldige ist auch schnell gefunden, die Juden sind ja gerne mal Opfer von Anfeindungen. Doch Henry II will ein Pogrom verhindern, bringen ihm die Steuern der Juden doch einiges Geld in die Staatskasse. Also muss es eine mittelalterliche „CSI-Truppe“ richten.

DNA-Analysen, und Verbrecherdatenbanken stehen hier natürlich nicht zur Verfügung und selbst eine Verständlichkeit wie Fingerabdrücke sind noch nicht erfunden und so muss sich das Team um die Totenleserin (wir würden heute wohl Forensikerin sagen) anderen Hilfsmitteln bedienen, um dem Täter auf die Spur zu kommen.

Der Roman ist nicht unbedingt ein authentisches Werk historischer Begebenheiten und will es auch nicht sein. Keine angestaubte Sprache, sondern freche Dialoge beleben den Historienkrimi. Es ist natürlich Geschmackssache, doch wer sich auf dieses Abenteuer mit seinen kleinen Unzulänglichkeiten einlässt, wird gut unterhalten und findet ein ansprechendes Erstlingswerk von Ariana Franklin.

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Hans Rath – Da muss man durch

Benjamin Jendro

4.Juli
2010

Hans Rath, Hans Rath, kennt man den Namen nicht irgendwo her? Ja, das sollte man, zumindest wenn man schon einmal von dem Buch: „Man tut, was man kann“ gehört hat. Mit „Da muss man durch“ hat der Autor nun seinen zweiten Roman geschrieben, der auch gleich der Nachfolgeroman ist. Der Protagonist ist wieder einmal Paul, den dieses Mal berufliche Sorgen quälen. Wobei man nicht wirklich von quälen sprechen kann, da er doch eigentlich befördert werden soll. Dazu muss er jedoch erst mal durch elende Gespräche und sich auf Herz und Nieren prüfen lassen. Und das auf Mallorca, als würde einem an diesem Ort nicht besseres einfallen…

Natürlich sind auch Pauls Freunde, Günther, Schamski und Bronke wieder mit von der Partie und wer das erste Buch gelesen hat, wird sie einfach lieben. Diese durchgeknallten, aber unglaublich sympathischen Chaoten.

Das Leben wäre natürlich auch nicht das Leben, wenn Frauen es den Männern nicht schwerer machen würden. Und so hat auch unser Paul mit ihnen zu kämpfen. Allen voran die Schwiegermutter, die eigene Frau und zu allem Überfluss noch ihre verführerische Schwester. Das kann ja nur in die Hose gehen!

Da muss man durch ist erneut eine unterhaltsame und lockerleichte Unterhaltung. Klar, man hat es mit Stereotypen zu tun und die Geschichte ist sicher nicht Weltklasseniveau, bzw. wird keinen Literaturnobelpreis einheimsen. Das muss sie auch gar nicht, denn es ist lustig und macht Spaß zu lesen, bzw. zu hören.

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