...entführen dich in eine andere Welt

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Isabel García hat mit ihrem Hörbuch „Ich rede. Kommunikationsfallen und wie man sie umgeht!“ das momentan wohl beste Werk in puncto Rhetorik auf dem Markt. Allein ihre Stimme, die für einen Rhetoriktrainer erfreulich charmant und nicht gekünstelt wirkt, lässt den Zuhörer nicht mehr los. Darüber hinaus vermittelt sie anschaulich die angesprochenen Kommunikationsfallen und die Vermeidung dieser. Das Reden und Vortragen gehört heute, mehr denn je, zu unserem privaten als auch und vor allem zu unserem beruflichen Alltag. Meetings, Vorträge, Präsentationen oder einfach das Verkaufen der eigenen Person nehmen eine immer höhere Gewichtung bei uns ein. Daher ist dieses Hörbuch quasi ein Muss und zudem sehr verständlich. Ich möchte fast sagen „spannend“.

In anschaulichen Beispielen aus Alltagssituationen zeigt García auf, worum es gerade geht und wo das Problem liegt. Anschließend gibt sie leicht umzusetzende Lösungsvorschläge und passende Übungen, um dem Problem zu begegnen. Darüber hinaus gibt es noch ganz allgemeine Tipps, um sich selbst und seine Rhetorik besser in Szene zu setzen, von der richtigen Atmung über Intonation und die eigene Präsenz.

Für viele Leser, bzw. Zuhörer, ist es sicher erfreulich, dass sie es hier nicht mit einem Mammutwerk, sondern einer kompakten Ausgabe zu tun haben, die ihnen schnell das Wichtigste zu diesem Thema vermittelt und einen idealen Einstieg darstellt.

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Lars Kepler – Der Hypnotiseur

Benjamin Jendro

26.Januar
2011

Der Hypnotiseur ist das Krimidebüt des Autorenduos Alexander und Alexandra Ahndoril, welches unter dem Pseudonym Lars Kepler schreibt. In Schweden war das Buch der Bestseller des Jahres. Es geht darin um den brutalen Mord an einer ganzen Familie. Drei Familienmitglieder werden tot aufgefunden, brutal zur Schau gestellt und nur den Sohn kann man schwer verletzt bergen. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass es noch eine weitere Tochter gibt, die jedoch spurlos verschwunden ist. Ein Wettlauf der Polizei gegen den Mörder beginnt, in dem der traumatisierte Sohn eine Schlüsselfigur ist. Wie kann man dem Jungen die so wichtigen Informationen über den Mörder und seine Schwester entlocken? Mit Hypnose…

Der Hypnotiseur, welcher vom Kommissar für diese schwierige Aufgabe um Hilfe gebeten wird, hat jedoch selbst mit seiner Vergangenheit zu kämpfen und so eröffnet sich ein weiter Handlungsstrang, die Bewältigung des Geschehenen.

Spannend wird der Krimi zum einen durch sein hohes Tempo und die vielen Wendungen, zum anderen durch die detaillierte Beschreibung der klinischen Hypnose. Was ist möglich, wie weit kann man gehen? Es ist wie ein spannendes Lehrbuch zu diesem Thema. Und nicht zuletzt das Ende setzt dem Roman die Krone auf und bildet einen runden und fesselnden Abschluss.

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Ein Traum von einem Schiff

Benjamin Jendro

25.Januar
2011

Eines vorweg. Christoph Maria Herbst ist genial, wenn es darum geht, Hörbücher zu vertonen, sie zu sprechen und ihnen Leben einzuhauchen. Auch ist er wohl der ungekrönte Star, wenn man sich seine Strombergrolle anschaut. Der Mann hat es einfach mal drauf. In puncto Bücher selber schreiben, kann man sich jedoch durchaus über die Qualität streiten und wer einen Blick auf das Buch Ein Traum von einem Schiff wirft, wird das auch. Für die einen ist es ein Buch ohne roten Faden, mit Gehässigkeiten eines überheblichen Verfassers. Für andere ist es genau der trockene Humor, eingefasst im Chaos einer Nacherzählung, den Strombergfans eben genau SO lieben.

C.M.H. erzählt von seinen Erfahrungen, als er auf dem Traumschiff war, für die ZDF-Serie. Dabei kommen lustige Anekdoten ans Tageslicht und man hat so etwas wie ein Logbuch vor sich, bei dem ihn bei den wahren Begebenheiten so manche Phantasie begleitet.
Bissig erzählt er von seinem Erlebten und den diversen Orten, wo er sich aufgehalten hat.

Um eines ganz klar zu sagen: Man kann das Buch weder als Reiseführer nutzen, noch ist hier eine besonders ausgearbeitete Story zu erkennen. Und wer einen Enthüllungsbericht zu den Dreharbeiten erwartet, wird schwer enttäuscht. Vielmehr ist es einfach ein Nonsens-Rückblick, der aber zum Teil sehr lustig sein kann.

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Der Hobbit, Sonderausgabe, 4 Audio CDs

Benjamin Jendro

20.Januar
2011

Der Hobbit soll ja „demnächst“ auch in die Kinos kommen. Nachdem schon die Herr der Ringe-Trilogie einen so gewaltigen Erfolg feiern konnte, war das sicher nur ein logischer Schritt. Bis es jedoch soweit ist, haben wir hier unter anderem das Hörspiel, welches mit so viel Liebe gemacht wurde, dass es einem Film in nichts nachsteht.

Der Hobbit erzählt die Geschichte von Bilbo Beutlin, einem Hobbit mit einem ganz normalen Hobbitleben, bis eines Tages der Zauberer Gandalf und 13 Zwerge aufkreuzen und sein Leben fortan völlig umkrempeln. Sie müssen nämlich einen Schatz suchen, den der Drache Smaug hat. Bei ihrer Reise treffen sie dann noch auf Elben, weitere Zwerge und natürlich auch auf Gollum.

Es ist die Vorgeschichte zu dem Epos von Der Herr der Ringe und auch wenn noch nicht alles an Kontur gewonnen hat, sollte man dieses Hörbuch angehört haben, um die ganze Geschichte zu verstehen. Auch wenn es als Kinderbuch deklariert ist, werden insbesondere auch Jugendliche und Erwachsene sicher ihren Gefallen daran finden. Es ist, als tauchte man in ein ganz anderes Universum.

Wer bisher nur die Filme kennt, wird sich zunächst bei den Stimmen umgewöhnen müssen, ein Prozess, der jedoch schnell vonstattengehen sollte. Anschließend wird man diese Stimmen jedoch lieben.

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Günstige Krimi-Editionen hat es im Hörbuchsortiment in den vergangenen Jahren schon öfters gegeben – 2011 setzt der Hörverlag diesen Trend fort und fasst (in Zusammenarbeit mit Sat.1) fünf Erfolgstitel aus dem Verlagsprogramm in einer Box zusammen: Mordskerle lesen Krimi-Bestseller. Bei der Aufmachung wird hier – zu Recht – voll auf die erstklassigen Sprecher gesetzt. Jan Josen Liefers, Christoph Maria Herbst, Axel Milberg, Christian Berkel und Frank Schätzing zieren das Cover der Box und die Verpackungen der Einzeltitel, welche die folgenden sind:

Schneller als der Tod war einer der Krimi-Bestseller im vergangenen Jahr. Josh Bazells frecher, origineller, rasant geschriebener, zuweilen blutiger Mafia-Krankenhaus-Thriller wird hier von „Stromberg“-Darsteller Christoph Maria Herbst in gewohnt lakonischem Ton kongenial erzählt.

Mit ihren abgründigen Thrillern ist die Schottin Val McDermid seit Jahrzehnten Dauergast in den Bestsellerlisten. Schleichendes Gift ist der fünfte Fall für ihr interessantes Ermittlerteam DCI Carol Jordan und Profiler Tony Hill. Das spannende Gewirr aus Giftmord, Terror und Fußball gibt Christian Berkel sehr atmosphärisch wieder.

Axel Milberg ist im Hörverlag „die Stimme“ von Henning Mankell – auch Kennedys Hirn lebt als Hörbuch von seiner Vortragsweise. Der schwedische Bestsellerautor bringt in diesem Afrika-Krimi seine beiden Hauptthemen – die Aufdeckung aktueller Verbrechen in unserer Gesellschaft und die sozialen Probleme auf dem schwarzen Kontinent – auf spannende Weise zusammen.

T.C. Boyle ist eigentlich nicht als Krimiautor bekannt, doch in seinem Roman Talk Talk geht es um ein Verbrechen der besonderen Art: Identitätsdiebstahl. Der smarte William „Peck“ Wilson lebt auf Kosten geklauter Sozialversicherungsnummern. Doch eines seiner Opfer, die gehörlose Dana Halter, kommt ihm auf die Spur – Beginn einer haarsträubenden Verfolgungsjagd durch ganz Amerika, die Jan Josef Liefers mit der richtigen Portion Ironie zum Besten gibt.

Frank Schätzing ist ein Multi-Talent, das beweist Mordshunger auf eindrucksvolle Weise: Der Autor liest seinen spannend-geistreichen Krimi, einen Mordfall in besseren Kölner Kreisen, nicht nur selbst, wobei er in verschiedene Rollen schlüpft, sondern er hat auch die jazzigen Musiktracks auf der CD selbst komponiert. Das Ergebnis kann sich hören lassen!

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Süßer Tod – Hörbuch von Sandra Brown

Benjamin Jendro

14.Januar
2011

Endlich wieder ein Sandra Brown-Roman zum Verschlingen, werden sich viele Fans jetzt sagen und sich dabei mit leicht glasigen Augen die Hände reiben. Und um das vorweg zu nehmen: Das Warten hat sich gelohnt. Süßer Tod ist wohl eine der besten Veröffentlichungen der letzten Jahre Sandra Browns. Wieder wird Spannung mit Romantik gemischt und heraus kommt ein bis zum Zerreißen fesselnder Roman, dessen Herzschlagfinale zu begeistern weiß.

Die aufstrebende Journalistin Britt Shelley erwacht neben einem Mann, der ihr tags zuvor noch die Story ihres Lebens versprochen hat und nun tot neben ihr liegt. Doch Schelley kann sich an nichts mehr erinnern, die ganze Nacht ist ausgelöscht und sie geht von einer Partydroge aus. Die Polizei hingegen findet kein Indiz dafür und macht sie schnell zur Hauptverdächtigen. Doch nicht die Polizei ist Shelleys größtes Problem. Raley Gannon, dessen Leben sie mit einer Skandalgeschichte vor gut fünf Jahren ruiniert hat, will sich an ihr rächen und entführt sie. Doch zu deren beider großer Überraschung haben sie noch einen gemeinsamen Feind, der auf sie Jagd macht. Und das schweißt ja bekanntlich zusammen…

Die Charaktere sind allesamt ausgezeichnet dargestellt und lassen kaum Wünsche offen. Das und unvorhersehbare Wendungen machen dieses Hörbuch zu einem Genuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Das Schicksal wollte es so, dass das Hörbuch Auf einen Kaffee mit Loki Schmidt zum Vermächtnis dieser großen Frau wurde, die am 21.10.2010 gestorben ist. Die Frau des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt bestätigt mit diesem Buch noch einmal das Wesen, das man all die Jahrzehnte kannte. Eine Frau, die trotz allen Politparkettgeflüsters und den Verpflichtungen auf dem Boden geblieben ist und ihre Einfachheit kultivierte.

Sie war nicht nur die Gattin eines Bundeskanzlers, sondern darüber hinaus eine eigenständige Frau, die sich mit ihrer Leidenschaft für den Erhalt von Pflanzen selbst einen Namen machte und darüber hinaus auch geehrt wurde. Ihre typische Hamburger Art hat sie über die politischen Scharmützel erhaben werden lassen und sie stets an ihre Herkunft erinnert.

Das Hörbuch offenbart in einer Atmosphäre eines lockeren Plauschs unter Freunden, was diese Frau in all ihren Jahren erleben durfte. Fast ein ganzes Jahrhundert liegt hinter ihr und damit viele Umwälzungen, die sie live erlebt hat. Man merkt ihr trotz des hohen Alters ihre Gabe für den Rückblick und eine gewisse Spritzigkeit an. Es ist eine Plauderei, die über ihr Elternhaus fabuliert, die Nachkriegszeit, Kunst & Musik und natürlich das Leben als Kanzlergattin und Naturschützerin.

Eine Bereicherung und eine nachträgliche Ehrung für diese außergewöhnliche Frau.

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Der Nobelpreis – Andreas Eschbach

Benjamin Jendro

7.Januar
2011

Andreas Eschbach ist mittlerweile zur Crème de la Crème der deutschsprachigen Autoren zu zählen. Ich selbst bin erst kürzlich auf ihn aufmerksam geworden, indem ich sein Buch Billionär gelesen habe. Und obwohl das im ersten Moment nicht unbedingt der Lesestoff ist, der zu meinem Repertoire gehört, hat mich seine Art zu schreiben und komplexe Vorgänge einfach zu schildern fasziniert. Mit „Der Nobelpreis“ schafft es Eschbach einen Roman zu schreiben, der zwar hier und da etwas konstruiert ist, dennoch realitätsnah wirkt und eine interessante Frage aufwirft: Wann wird jemand käuflich?

In der Story geht es um einen der Juroren für den Medizinnobelpreis. Er wird unter Druck gesetzt für eine bestimmte Kandidatin zu stimmen und als auch noch seine über alles geliebte Tochter entführt wird, lässt er all seine Beziehungen spielen um Forsberg aus dem Gefängnis zu holen, da dieser aufgrund seiner Vergangenheit wohl der Einzige ist, der ihm nun noch helfen kann. Genau hier bekommt die Geschichte einen interessanten Erzählbruch, da die Perspektiven gewechselt werden.

Die Geschichte beruht zudem zum Teil auf einem Verdachtsfall aus 1986, als der Medizinnobelpreis nicht ganz ohne Proteste an die Neurobiologin Rita Levi Montalcini verliehen wurde. Man vermutete massive finanzielle Einflussnahme seitens eines Pharmakonzerns.

Spannender Roman mit einer sehr interessanten Thematik.

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Zugegeben, der Titel Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Zum Glück bin ich keins! ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig und geht einem nicht unbedingt locker von den Lippen. Muss er aber auch nicht. Denn was, oder wer, sich hinter dem Buch verbirgt, ist umso einprägsamer: Elton. Der Showpraktikant von Stefan Raab und TV-Total hat ein Buch herausgebracht. Ok, ok, nun fragen sich einige: ja und?! Was will der denn so tolles schreiben, ein Enthüllungsbuch à la Bohlen? Seine Memoiren? Schließlich schreiben heute schon Leute mit 25 ihre Biographie. Aber das Buch ist eher ein bunter Mischmasch, den man locker nebenbei wegliest.

Denn in typischer Elton-Manier schreibt er hier nieder, was ihm so alles in dem Business wiederfahren ist. Dabei gibt es stets Lustiges aber auch einige Aha-Momente. Man kann sozusagen einen Blick durchs Schlüsselloch wagen. Weder wird das Business in den Himmel gehoben, noch verrissen. Immerhin arbeitet der gute Mann ja darin und möchte das wohl auch noch eine Weile tun.

Vor allem kommt man der Person Elton näher und merkt im Laufe des Buches, was man schon vorher gewusst, oder doch immer geahnt hat. Der Typ ist echt nett! Auf dem Boden geblieben und eigentlich der Kumpel von nebenan. Das Buch ist, im besten Sinne, nichts Besonderes, dafür aber besonders normal in einer durchgeknallten Welt. Abwechslung paradox!

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