Manche Menschen bekommen es einfach in die Wiege gelegt, diese Fähigkeit, andere mit den eigenen Worten zu berühren. Im Fall von Edgar Wallace ist es seit Urzeiten das Auslösen von Gefühlen wie Angst, Furcht und Spannung, was seine Kriminalgeschichten auszeichnet. Es ist schon verblüffend, wie die Ideen eines Mannes, der seit nunmehr über 80 Jahren nicht mehr auf einer Welt verweilt, die zunehmend grausamere Verbrechen kennenlernt, es noch immer schafft den dort lebenden Individuen einen Schauder in die Seele zu platzieren. Im Hörspiel von „Der Joker“ gelingt ihm dies einmal mehr, auch dank eines Protagonisten, der seine Brötchen auf clevere Weise ohne großes Dazutun verdienen möchte.
Er raubt weder einfachen Menschen noch großen Banken das Geld, dealt nicht mit Drogen oder hat seine Finger in anderen krummen Geschäften wie Prostitution und Glücksspiel. Seine große Einnahmequelle ist die eigene Autorität. Ganz nach großem Mafiavorbild will der Joker von jedem gedrehten Ding seinen Anteil haben. Jeder Ganove, der ihm das verweigert, bezahlt mit dem Leben. Alles, was die Ermittler Higgins und Lane dann bei den Leichen finden, ist eine Karte von Jolly Joker. Womöglich ist diese der einzige Weg, um dem Mörder das Handwerk zu legen, vielleicht aber auch dessen Vorliebe für schnelle schwarze Autos.



Dieter Moor ist Schweizer. Er ist bekannt und erfolgreich. Sein Kultformat „Titel, Thesen, Temperamente“ war der Sympathie der Zuschauer unheimlich zuträglich. Er ist glücklich verheiratet und lebt mit seiner Frau in einer idyllischen Berglandschaft nahe Zürich – ganz so wie in der Hustenbonbon-Werbung. Viele würden sich jetzt zurücklehnen und das Erreichte genießen. Herr Moor hingegen will mehr und etwas total Anderes. Etwas gelangweilt von der Züricher „Mehr-Schein-als-Sein-Welt“ überlegt er sich dorthin zu ziehen, wo die Menschen echt sind und Berühmtheit kein Freifahrtsschein ist. Gesucht wird eine Gegend, die alle Möglichkeiten hergibt, die es für einen Öko-Bauernhof braucht. Seine Wahl fällt auf Amerika. Amerika ist ein kleines Dorf im tiefsten Brandenburg, nördlich von Berlin, mit wenigen Häusern, aber ganz viel Umgebung. Nicht nur seine Freunde stellen seine Entscheidung in Frage, ausgerechnet in diese Ecke „Dunkeldeutschlands“ zu ziehen. Auch die Amerikaner sind nicht „very amused“ über die Pläne des Fremden. Diese Menschen sind härter zu knacken als jede Haselnuss, denn hier zählt nicht, was du hast, sondern nur, was du kannst. Dort, zwischen Gummistiefeln, Technoklängen und Nazimärschen, versucht er sein Glück zu finden und lädt uns ein, daran teilzuhaben.
Ohren gespitzt! Volker Klüpfel und Michael Kobr, das erfolgreichste Autoren-Duo Deutschlands, präsentieren mit „
Eine Mafia-Geschichte. Aha. Diese Thematik scheint im ersten Moment vollkommen ausgeschlachtet. „Die Sopranos“ oder „Der Pate“ vermittelten bereits einen allumfassenden Einblick in das Leben der italienischen Verbrecher in Amerika und lassen kaum Platz für größere Erfolge. Doch Josh Bazell begeistert in „