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Siegner - Expedition auf dem NilEine der beliebtesten Figuren der deutschen Hörbuchszene ist zurück. Mit seinem neuen Abenteuer wird „Der kleine Drache Kokosnuss“ in der nächsten Zeit wieder in vielen Kinderzimmern zu hören sein und unzählige Herzen seiner Zuhörer höher schlagen lassen. Den kleinen Helden von Ingo Siegner umgibt eine magische Aura, der sich kein Heranwachsender so einfach entziehen kann. In seiner neuesten Episode treibt es das feuerspeiende Flugtier mit Fruchtnamen nach Afrika. „Expedition auf dem Nil“ ist ein 45-minütiger Ausflug ins Reich der Pharaonen und so nicht nur auf eine raum-, sondern auch eine zeitgebundene Reise.

Wie zum Drachen haben die solche Pyramiden gebaut?

Wenn „Der kleine Drache Kokosnuss“ mal etwas Langeweile hat und nicht so recht weiß, was er mit der vielen tollen Freizeit anfangen soll, sucht er sich eine Beschäftigung, die ihn mit Spannung erfüllt. Aktuell hat es ihm die ägyptische Geschichte getan. Wie zum Teufel ist es den früheren Ägyptern gelungen, so komplexe Gebilde wie die Pyramiden zu bauen. Um dieser Frage nachzugehen, bedarf es ein wenig Innovation. So spielen in „Der kleine Drache Kokosnuss – Expedition auf dem Nil“ unter anderem auch Laserphaser und Spezial-Drachenflugmobil eine wichtige Rolle. Kokosnuss, Matilda und Oskar reisen dank dieser Anfertigung in die Historie zurück.

Achtung: Notlandung mitten auf dem Nil

Ohne Matilda und Oskar wäre „Der kleine Drache Kokosnuss“ schon des Öfteren völlig aufgeschmissen gewesen.  Auch dieses Mal kommt ihnen einen tragende Rolle zu. Schon bei der Anreise ergeben sich gigantische Probleme, denn das Flugmobil muss mitten auf dem Nil notwassern. Zu dritt meistern sie das Manöver und können so heil in ihr nächstes Abenteuer starten. Dieses hat es definitiv in sich. Durch die lebendige Intonation von Sprecher Philipp Schepmann gewinnt das Hörbuch zusätzlich an Unterhaltungswert. So bekommen die kleinen und großen Fans von Ingo Siegner wieder mal ein tolles und durchgängig spannendes Erlebnis des lieb gewonnenen Kokosnuss geboten.

 

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Ian McEwen – Kindeswohl

Benjamin Jendro

26.März
2015

McEwan - KindeswohlGerichtsfälle können recht öde sein. Sie ziehen sich lange hin. Folgenschwere Entscheidungen benötigen eine ausführliche Vorlaufzeit, gerade wenn es um grundsätzliche Angelegenheiten geht. Für den Betrachter eines solchen Falles sorgt dieses lange, aber eben notwendige Prozedere irgendwie auch immer für eine gewisse Anspannung. Manche Verhandlungen sorgen für einen großen Gesellschaftsrummel. Man fiebert mit den Protagonisten mit und wartet auf die schlussendliche Resolution. Ian McEwens neuer Roman „Kindeswohl“ gibt einen Einblick in die Justizwelt. Er behandelt den Alltag einer Richterin, deren Arbeit aber beispielhaft für die vieler steht.

Sie entscheidet über das Kindeswohl

Fiona Maye ist Richterin am Londoner High Court. Um dort zu landen, muss man schon einiges geleistet und sich über viele Jahre große Anerkennung erkämpft haben. Sie ist angesehen, zuständig für den Bereich Familienrecht. Das bedeutet, dass sie beispielsweise darüber entscheidet, wie man bei siamesischen Zwillingen vorgehen muss, wenn sie gemeinsam nicht überleben können. Sie klärt Familienstreitereien jeglicher Art und hat stets eine Auge dafür, wo es Kindern am besten geht. Sie selbst hatte bis dato immer recht geordnete private Verhältnisse. Mit Geschichtsprofessor Jack ist sie seit drei Jahrzehnten verheiratet. Bisher lief die Beziehung recht harmonisch. Nun aber möchte der liebe Herr ihre Zustimmung, eine Affäre beginnen zu dürfen. Fiona fällt logischerweise aus allen Wolken, hat ganz nebenbei aber auch noch einen richtig harten Brocken im Gerichtssaal vorzuliegen.

Eine schwere Entscheidung – Religion oder Leben

Das Thema Religion spielt im Leben vieler Menschen eine wichtige Rolle. Bei einigen aber konkurriert das Eine mit dem Anderen. Der 17-jährige Adam zum Beispiel ist bei den Zeugen Jehovas, er ist gläubig mit jeder Faser seines Körpers. Leider ist eben dieser von Leukämie durchzogen. Man könnte Adam helfen, ihn mit einer Bluttransfusion retten. Man könnte, denn im Weg steht der Glaube. Fiona muss entscheiden, ob er die Transfusion erhält, gegen seinen Willen und doch für ihn. Dass Adam große Talente besitzt und diese der Richterin vorführt, macht ihre Entscheidung in „Kindeswohl“ nicht einfacher.

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Jussi Adler-Olsen – Verheißung

Benjamin Jendro

19.März
2015

Adler-Olsen - Verheißung hbDie Neuerscheinungen in diesem Frühjahr sind wirklich herausragend. In den letzten Wochen sind einige neue Werke von Autoren herausgekommen, die ich schon seit einigen Jahren lese bzw. in der Hörbuchform anhöre. Ob Luca di Fulvio oder Martin Suter, die beide in den letzten Empfehlungen vorgestellt wurden – Das Jahr 2015 hat bisher so einiges zu bieten. Das ändert sich auch in naher Zukunft nicht. Mit Jussi Adler-Olsen steht nämlich bereits der nächste Starschriftsteller auf dem Programmplan. Dessen neuer Kriminalroman „Verheißung“ thematisiert den sechsten Fall des Sonderdezernates Q. Vorsteher der Einheit für die ganz besonderen Verbrechen ist mit Carl Mørck nach wie vor der wohl charismatischste Ermittler dieser Tage.

Es gibt mal wieder Arbeit für Carl Mørck und sein legendäres Team

Siebzehn Jahre sind vergangen, seit Kommissar Habersaat damit begann, einen mysteriösen Mord aufzuklären. Damals hing eine tote Frau kopfüber von einem Baum. Des Rätsels Lösung hat er noch immer nicht gefunden. So wendet er sich nun an seinen Freund Carl Mørck, der sich dem Problem zunächst etwas zögerlich annimmt. Einen Tag später ist Habersaat tot, kurz darauf auch sein Sohn. Jetzt beginnt Mister Mørck sich ernsthaft für den Fall zu interessieren. Die Recherchen führen ihn und sein Team auf die Insel Öland. Direkt zu einem Heilversprecher, der Menschen aus dem ganzen Kontinent anlockt, um ihnen den Sinn des Lebens näher zu bringen. „Verheißung“ beginnt mit einer gewissen metaphysischen Ebene.

Das Sonderdezernat Q bringt sich in „Verheißung“ in große Gefahr

Carl, Assad und Rose dringen ein in eine Welt voller Mystik und Seelsorge ein. In „Verheißung“ dreht sich alles zentral um die transzendentale Vereinigung von Mensch und Natur. Allein dieser Name zeigt, wohin sich Jussi Adler-Olsen dieses Mal begibt und mit welchem Thema er die Zuhörer für sich gewinnen möchte. Das gelingt während der mehr als 16 Stunden Hörbuch, die von Wolfram Koch vorgetragen werden, auf vielen Ebenen. Adler-Olsen glänzt mal wieder mit vielen unvorhersehbaren Wendungen und einer plastischen Sprache, dank der man sich voll ins Geschehen hineinversetzten kann. Dass von Beginn an eine immense Spannung auf dem Werk liegt, trägt natürlich auch einen großen Teil zum Erfolg des Romans bei. Es ist, und das sagt man eigenartiger Weise bei jedem Schriftstück von Jussi Adler-Olsen auf eine Neues, die bisher beste Lektüre von ihm.

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Martin Suter – Montecristo

Benjamin Jendro

12.März
2015

Suter - MontecristoMartin Suter genießt bisweilen großes Ansehen im deutschsprachigen Literaturraum. Seine Romane werden als hochwertig eingestuft, seine Schriften beim Diogenes-Verlag synthetisiert. Das macht sie für den gemeinen Leser und Zuhörer immer auch etwas kostspielig. Im Regelfall aber lohnt sich die Investition, denn Suter liefert normalerweise wirklich recht anständige Lektüre. Vor allem gelingt es ihm zumeist, den momentanen Tonus der Gesellschaft zu treffen und Probleme zu thematisieren, die brandaktuell und ebenso interessant sind. Da sich das bei Martin Suter dann auch noch mit einer recht bemerkenswerten Sprachvielfalt kombiniert, macht auch den neuen Roman „Montecristo“ nicht gerade schlechter.

Montecristo ist eher ein Thriller – Suter auf neuem Terrain

Genau betrachtet ist „Montecristo“ eher ein Thriller und somit ein für Martin Suter eher ungewohntes Terrain. Dass er sich da wohlfühlt, kann man aber ab der ersten Minute der Hörbuchversion bemerken. Suter wagt einen Ausflug in das Schweizer Finanzwesen, das vor Korruption, Betrug und reichlich dunklen Machenschaften nur so überströmt. In diesem tüfteln Politiker und Börsenhaie ebenso mit wie ganz gerissene Geschäftsleute und einflussreiche Prominente. Sie alle wirft Martin Suter ins Rennen und schafft so ein munteres Ensemble an verschiedenen Figuren, die letztlich alle den großen Profit suchen. Mitten in diesem Netzwerk befindet sich ein Videojournalist, der eigentlich von einer großen Filmkarriere träumt und sich lieber einer lang ersehnten Lebensaufgabe widmen möchte. Es ist ein dubioser Glücksfall, dass besagter Jonas Brand plötzlich in den Fall seines Lebens stolpert und das bisher so langweilige Dahinvegetieren eines Mannes in den Vierzigern etwas Fahrt aufnimmt.

Ein Suizident und identische Scheine

Interessant wird das siebeneinhalb Stunden lange Hörbuch, das von Wanja Mues gelesen wird, als Suter von einem Bankangestellten spricht, der sich aus einem Zug gestürzt haben soll. Er soll, bestätigt ist das nicht. Ein heftiger Schubser kann ebenso für den Tod des Mannes verantwortlich sein. In diesem Zusammenhang tauchen Drogen auf, wohlgemerkt keine geringe Menge und dann noch etwas wirklich Seltsames. Zwei Hundertfrankenscheine sorgen für Aufsehen, tragen sie doch die identische Seriennummer. Turbulent erzählt und vor allem ab der zweiten Hälfte des Werkes sehr spannend dargestellt, ergibt sich mit „Montecristo“ so ein echt bemerkenswerter Thriller des Herrn Suter.

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di Fulvio - Das Kind, das nachts die Sonne fand hbWochenlang schon habe ich auf dieses Hörbuch gewartet. Nun ist es endlich soweit und in einer guten Woche können auch Sie das Highlight des Frühjahrs vor die Ohren bekommen. Der italienische Kultautor Luca di Fulvio hat mal wieder ein wenig getüftelt und folgt mit seinem neuen Werk der zuletzt so erfolgreichen Schreibweise. „Der Junge, der Träume schenkte“ rückte den Römer in den Fokus des literarischen Geschehens und machte ihn von einem guten zu einem herausragenden Autor. Dieser Eindruck bestätigte sich bei „Das Mädchen, das den Himmel berührte“. Die Erfolgsstory setzt sich beim neuen Roman „Das Kind, das nachts die Sonne fand“ weiter fort.

„Das Kind, das nachts die Sonne fand“ ist eine gelungene Fortsetzung

Während sich di Fulvio bei „Inkubus“ eher noch dem Thrillergenre zuordnen ließ, ging er bei „Der Junge, der Träume schenkte“ einen komplett anderen Weg. Bereuen wird er diesen Wandel nicht. Sowohl Cover als auch Titel zogen unzählige Leser und Zuhörer an, dem Folgewerk erging es ähnlich. Auch „Das Kind, das nachts die Sonne fand“ setzt auf diese erfolgreichen Elemente. Obwohl die Werke weder zeitlich noch in den Charakteren irgendeinen Zusammenhang vorweisen können, müssen sie doch gemeinsam betrachtet werden. Auch beim neuesten Stück ist der Titelheld auf dem Cover abgebildet und natürlich dreht sich nicht nur der Titel, sondern auch die Erzählung selbst um diesen Charakter. Das macht „Das Kind, das nachts die Sonne fand“ zu einer lang ersehnten und definitiv gelungenen Fortsetzung.

Das Kind, das nachts die Sonne fand – Ein junger Thronfolger

Marcus ist ein junger Thronfolger im Herrschaftsgebiet Raühnval in den Ostalpen. In einer Zeit der einflussreichen Landesfürsten führt er zunächst ein privilegiertes Leben. Das ändert sich mit einem Massaker, bei dem seine ganze Familie und sämtliche Burgbewohner ihr Leben verlieren. Die Tochter einer Dorfhebamme rettet „Das Kind, das nachts die Sonne fand“ und verschleiert folglich dessen Identität. Besagte Elisa lässt ihn ein Leben unter den Dorfbewohnern führen, Marcus scheint diesem von Beginn an zugetan. Gleichzeitig rumort in ihm das Gefühl einer anderen Bestimmung. Diese bringt di Fulvio, bzw. Sascha Rotermund, der die zehn Stunden eingesprochen hat, sehr gut zur Sprache. Klar ist jedem di Fulvio Fan auch, dass „Das Kind, das nachts die Sonne fand“ die Menschen im Umfeld nachhaltig beeinflussen wird.

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