...entführen dich in eine andere Welt

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Ostwind Band 3 – Aufbruch nach Ora

Benjamin Jendro

29.Dezember
2015

Ostwind 3Die Welt der Pferde ist unglaublich weitreichend und die Auswirkungen, die die Vierbeiner auf Menschen haben, die ihrem Zauber verfallen, sind enorm. Es gibt mittlerweile sehr viele Geschichten, in denen es um die innige Verbindung zwischen Mensch und Tier geht. Längst sind „Der Pferdeflüsterer“ oder die einzelnen Episoden von „Bibi und Tina“ keine Randsparten mehr. Das zeigt auch die Reihe „Ostwind“, die in ihre dritte Hörbuchepisode geht. „Aufbruch nach Ora“ heißt das gute Stück, es ist mehr als fünf Stunden lang und ein absolutes Muss für alle Pferdefreunde.

Ostwind 3 – Neues aus Kaltenbach

Es ist schon etwas her, dass Mika das erste Mal nach Kaltenbach kam. Weil ihre Noten nicht mehr ganz den Idealen der Eltern entsprachen, musste sie zum Zwangsurlaub zur mehr oder weniger liebevollen Großmutter. Wirklich zum Lernen kam Mika aber da auch nicht, der Grund war Ostwind – ein Pferd, das als schwer zu bändigen galt, sich ihr aber mit all seiner Pferdestärke hingab. In „Ostwind Band 3 – Aufbruch nach Ora“ geht es selbstverständlich wieder um die beiden und ihre innige Freundschaft, die sich mittlerweile ausgebildet hat. Seit einem Jahr wohnt die junge Dame nun fest auf dem Gestüt, sie scheint endlich angekommen zu sein. Langweilig wird es aber trotzdem nicht.

Eine Hörbuchfortsetzung, die heiß ersehnt wurde

Mittlerweile darf sie Ostwind sehen, wann sie möchte. Auch zu Milan, der jetzt fest auf dem Hof arbeitet, pflegt sie einen sehr engen Kontakt. Längst kennt man Mika auch über die Gestüts-Grenzen hinaus. Pferdebesitzer aus dem ganzen Land kommen nach Kaltenbach, um das legendäre Therapiezentrum zu bestaunen. Auf kurz oder lang kommt man dort auch mit dem wahren Star des Hofs in Kontakt. Alles scheint rosig, doch ein Gewitter bringt die heile Welt zum Einsturz. Zu allem Überfluss ist es genau jene Nacht, in der Milans Schimmelstute ein Fohlen auf die Welt bringen soll. Jedem ist klar, dass am Morgen nach dieser bewegenden Nacht nichts mehr so ist wie zuvor.

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Deutsche Geschichte in 100 ObjektenGeschichte ist etwas Schönes. Es ist die Grundlage unseres heutigen Lebens und auch, wenn es immer heißt, man soll nicht in der Vergangenheit leben, ist es doch genau sie, die uns unser heutiges Leben so ermöglicht. Es ist sehr wichtig zu wissen, wo wir herkommen, um zu wissen, wo wir hinwollen und letztlich ist es auch die gemeinsame Historie, die Menschen zu einer Nation wachsen lassen. Insofern sollten wir auch nie vergessen, was einmal war. Um Fehler nicht zu wiederholen und um aus Fehlern zu lernen. Die deutsche Geschichte ist voll von diesen, aber auch von großen Ereignissen, an die wir uns gerne zurückerinnern. Hermann Schäfer hat sie gesammelt und sie in „Deutsche Geschichte in 100 Objekten“ zusammengetragen.

100 Objekte, die für die deutsche Geschichte stehen

Eine Ritterrüstung, ein kleines Tabakdöschen und die Fußball-Weltmeisterschaft 1954. Diese Sachen mögen überhaupt nicht zusammenpassen und sind dennoch Symbole, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Es sind nur drei Bruchstücke aus dem Schatz, den Hermann Schäfer zusammengesammelt hat, um unsere Geschichte aufzuarbeiten. Die einzelnen Zeugnisse wirken wie ein feines Mosaik, dass der Autor auf satten 1500 Hörminuten in „Deutsche Geschichte in 100 Objekten“ Stück für Stück aufbaut. Dabei kommt natürlich eine nostalgische Stimmung auf. Langweilig wird es beim Streifzug durch die Jahrhunderte aber zu keiner Zeit.

Geschichte im Schnelldurchlauf

Schäfer beschränkt sich keinesfalls darauf, die 100 Objekte nur pauschal vorzustellen. Nein, er verbindet sie zu einem roten Faden, anhand dem er sämtliche politische Strömungen und gesellschaftliche Umbrüche kennzeichnet und dem Zuhörer näherbringt. Die Sprecher Katja Bürkle und Stefan Wilkening mögen keine Historiker sein, doch ihnen gelingt es, uns mit auf die Reise zu nehmen. Das Tolle ist, dass man als Zuhörer dabei ganz individuelle Schwerpunkte setzen kann und ganz nebenbei historische Daten auffrischen darf. Das Ganze ist natürlich auch akustisch angepasst, so dass die einzelnen Epochen stets einen ganz eigenen Charme versprühen dürfen. Rundum, ein sehr gelungenes akustisches Panorama von den Anfängen unserer Geschichte bis zur Gegenwart.

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Der gefiederte SchreckenDa ist sie, die 178te Episode des größten Triumvirats der Detektivgeschichte. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews haben in ihrer Historie so manchen Ermittlern den Rang abgelaufen, vereinen sämtliche zur Aufklärung von mysteriösen Fällen benötigte Taktiken. „Die drei Fragezeichen“ sind Kult, sogar mehr als das. Sie sind einer der entscheidenden Faktoren, warum Hörbücher auch in diesen Zeiten noch immer existieren. Mit „Der gefiederte Schrecken“ gibt es für den Dezember ihr neuestes Abenteuer. Mit viel Herz eingesprochen füllt ihr neuer Fall langweilige Abende und versieht diese mit großartiger Spannung.

Der gefiederte Schrecken – Eine Vogelkreatur im Aquarium

Ein riesiges Aquarium sollte eigentlich Herberge für eine ganze Horde an Fischschwärmen darstellen. Eigenartigerweise befindet sich in der phänomenalen Meereslandschaft des Mr. Faring ein seltsames Vogelwesen, das alles zerstört und vernichtet. Wer ist dafür verantwortlich, dass „Der gefiederte Schrecken“ an diesem Ort wildern durfte? Justus, Peter und Bob nehmen sich der Frage an und sorgen nicht nur dafür, dass dieses Wesen in Sicherheit gebracht wird, sondern eben auch ein mehr als merkwürdiges Rätsel nach dessen Herkunft gelüftet wird. Unterstützung erhalten sie dabei von einer gewissen Barbara Mathewson, die Kenner bereits aus dem Fall „Geheimnisvolle Botschaften“ kennen, wobei sie in Folge Nummer 178 interessanterweise mehr als Freundin gen als Nervensäge agiert.

Eine Comic-Recherche führt zu dem gefiederten Schrecken

Es ist Bob, der die entscheidende Spur verfolgt und in einem Comic erste Antworten findet. „Der gefiederte Schrecken“ ist eine Figur, die als maskierter Rächer in Erscheinung tritt. Er ist das Resultat eines missratenen Experiments, halb Vogel, halb Mensch. Genau genommen ist er eine gute Kreatur, eine, die Verbrecher jagt. Eben diese Figur spielt im neuen Fall für „Die drei Fragezeichen“ eine zentrale Rolle. Basierend auf dem Comic ist eine spannende Geschichte mit hohem Tempo entstanden. Zugegeben, bei der vom Bösewicht verwendeten Technologie mit Mini-Wanzen hat man sich ein wenig zu weit in den Bereich Science Fiction hinausgewagt. Letztlich aber kann sich das Hörspiel durchaus sehen lassen.

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Sarah Lark – Eine Hoffnung am Ende der Welt

Benjamin Jendro

10.Dezember
2015

Lark - Eine Hoffnung am Ende der WeltNa endlich, Sarah Lark hat ihren neuen Roman vorgelegt und mit ihm erleben Fans der Autorin eine unglaublich einfühlsame Reise ins entfernte Neuseeland, in das sie uns bereits des Öfteren entführt hat. Hinter dem Pseudonym Sarah Lark versteckt sich eine Autorin, die je nach Genre in differente Identitäten schlüpft. Als Christiane Gohl, ihrem bürgerlichen Namen, verfasste sie Romane um die innige Verbindung zwischen Pferd und Mensch, als Elisabeth Rotenberg Kinderbücher, als Ricarda Jordan Mittelalterwerke. Sarah Lark nun dient ihr als Autorenname für Liebesgeschichten in Neuseeland und Jamaika. „Eine Hoffnung am Ende der Welt“ ist das neueste Stück.

Gibt es „Eine Hoffnung am Ende der Welt“?

Helena und Luzyna sind zunächst die zwei zentralen Figuren, die Sarah Lark in ihre Erzählung einbindet. Die beiden jungen Frauen sind nicht nur im Blute vereint, sondern auch im Geiste. Gemeinsam flüchten die Schwestern vor den politischen Wirren der 1940er-Jahre. Ihre Reise soll sie bis nach Persien führen, womöglich wartet dort die Erfüllung ihrer Träume. „Eine Hoffnung am Ende der Welt“ ist vorrangig mit ihren Wünschen bestückt. Sprecherin Yara Blümel verwendet in den 450 Hörbuch-Minuten viel Herz für die ausführliche Intonation der wesentlichen beschriebenen Sehnsüchte. Die Geschichte bekommt eine Wendung, als klar wird, dass nur eine der beiden Schwestern bis nach Persien weiterreisen darf. Stirbt die „Eine Hoffnung am Ende der Welt“?

Sarah Lark präsentiert eine Liebesgeschichte auf neuseeländischer Bühne

Parallel zu den beiden Schwestern wird auch ein gewisser James McKenzie in die Ereignisse von „Eine Hoffnung am Ende der Welt“ geworfen. Der Pilot möchte in umgekehrte Richtung reisen und mit seinen Fähigkeiten zur einer Lösung der Konflikte in Europa beitragen. Natürlich kreuzen sich sein Weg und derjenige der beiden Frauen und selbstverständlich wird diese Begegnung nicht folgenlos bleiben. Sarah Lark verbindet die Menschen, ihre Schicksale, Wünsche und ganz eigenwillige Beweggründe. Dies geschieht, wie von der Autorin zu erwarten war, auf sehr einfühlsame Art und Weise und folgend ihrer bisherigen Werke auf neuseeländischem Boden.

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Arne Dahl – Der elfte Gast

Benjamin Jendro

3.Dezember
2015

Dahl - Der elfte GastJan Arnald kennt man kaum. Er ist 52, Schwede, arbeitet als Literaturwissenschaftler für jene Akademie, die jährlich die Nobelpreise vergibt. Er hat auch selbst Bücher geschrieben, drei unter seinem Namen veröffentlicht, mit mäßigem Erfolg. Wesentlich besser verkauft haben sich die Bücher von Arne Dahl, einem Kollegen, den Arnald ganz gut kennt, wohl besser als jeder anderer. Genau genommen geht das auch gar nicht, denn Arnald selbst verbirgt sich hinter Arne Dahl und hat sich unter diesem Pseudonym zu einem der beeindruckendsten  schwedischen Autoren der Gegenwart herauskristallisiert. „Der elfte Gast“ ist nur einer der zahlreichen Kriminalfälle der so genannten „A-Gruppe“, aber definitiv einer der bisher besten.

„Der elfte Gast“ beginnt mit einem mysteriösen Brief

Ein mysteriöser Brief geht bei Arne Dahls bewährter Ermittlergruppe ein. Er beginnt mit den Worten „Verehrte Mitglieder der A-Gruppe„. Er richtet sich an alle zehn Personen der früheren Kriminalgruppe, stammt von einem unbekannten Absender. Auch wenn nicht ganz klar ist, was der Brief genau bewirken soll, kommen die zehn der Einladung nach und versammeln sich in einem sonderbaren einsamen Herrenhaus. Jeder von ihnen erzählt eine eigene Geschichte, jeder von ihnen eine andere. Die alten Herren machen das mit Freude, selbst wenn vollkommen unklar ist,  wer eigentlich genau für ihr Zustandekommen verantwortlich ist.

Arne Dahl bietet schauriges Hörvergnügen

431 Minuten lang ist die Hörbuchfassung von Dahls Roman „Der elfte Gast“ und wirklich jede, die Sprecher Achim Bucb da vorträgt, schürt die Spannung. Man weiß, dass etwas passiert, aber nicht was und wann. Zudem ist die A-Gruppe einfach eine zusammengewürfelte Truppe, die ein vergleichbares Pendant in der aktuellen Krimigeschichte sucht. Dahls Reihe ist innovativ und großartig konzipiert, durchgehend  spannend und  kaum vorhersehbar. Außerdem bekommt „Der elfte Gast“ mit der Zusammenführung der Veteranen einen Hauch von „The Expendables“, wobei die Erzählsituation ohne Frage an Boccaccios „Dekameron“ erinnert. Beides fügt sich zu einem wirklich abwechslungsreichen Kriminalfall zusammen.

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