...entführen dich in eine andere Welt

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jogis eleven 032014 holte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Brasilien den WM-Titel – und seitdem parodiert Christian Schiffer den Bundestrainer Jogi Löw und das Team sehr erfolgreich in seiner Radiocomedy „Jogis Eleven“. Die Parodie wird bundesweit in über 400 Radioshows gesendet und wurde auch schon erfolgreich auf zwei CDs veröffentlicht. Nachdem zunächst augenzwinkernd gezeigt wurde, wie das Leben „Beim Weltmeischder daheim“ weitergeht, wurde der „Maschterplan“ für die „Mission Europameischter“ erläutert. Kurz vor dem Turnierauftakt in Frankreich heißt es nun: „Jetzt wird’s ernscht“!

Jogis Eleven auf dem Weg zum Titel

Brasilien und Argentinien sind bei der Europameisterschaft nicht dabei, da sollte es nach 20 Jahren doch mal wieder mit dem Titel klappen. Welches Erfolgsgeheimnis flüstert Jogi seinen Jungs ins Ohr? Wir lauschen an der Kabinentür, wenn der „Meischter“-Trainer, wie immer perfekt gekleidet mit Rollkragenpulli und „Schal de Gaulle“, die Mannschaft auf die EM einstimmt. Dazu kommen echte Größen der Fußballwelt zu Wort: „Calli“ Calmund freut sich auf Paris, die Stadt der Mode („Hoffentlich haben die meine Konfektgröße“), Poldi sorgt sich um Schweini („Ey, ich hab gehört, die planen einen Sturm auf den Bastie“) und Mesut und Jérôme philosophieren über die richtige Strategie, die aus Jogis Eleven nach Weltmeistern auch zu Europameistern machen soll.

Jogis Eleven – Das Ein-Mann-Hörspiel

Ob Jogi Löw, Rainer Calmund, Jérôme Boateng, Poldi, Franz Beckenbauer, Mesut Özil, … Christian Schiffer kann sie alle perfekt parodieren und sorgt mit seinem Ein-Mann-Hörspiel für Bauchmuskelkater – und das ganz ohne Sport.

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straße der wunder 02Seit seinem Durchbruch mit „Garp und wie er die Welt sah“ landen John Irvings Romane regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Nicht nur „Garp“, auch „Hotel New Hampshire“ oder „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ wurden erfolgreich verfilmt. Und in all diesen beliebten Geschichten greift der große Erzähler immer wieder die gleichen Motive auf: vaterlose Kinder, groteske Unfälle, Schriftstellerei, Transsexualität, Religion und Krankheit.

Auch in seinem neuesten Werk „Straße der Wunder“ erkennt man als Irving-Leser die Kern-Themen des amerikanischen Autors sofort wieder.

Von der mexikanischen Müllkippe nach Iowa

Straße der Wunder“ erzählt die dramatische Geschichte des mexikanischen Müllkippenkindes und späteren Erfolgsschriftstellers Juan Diego Guerrero, der sich mit seiner hellsichtigen Schwester Lupe aus ärmlichen Verhältnissen zu retten versucht. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen: In der Gegenwart ist Juan Diego ein gefeierter Schriftsteller mittleren Alters, der in den USA lebt, aber endlich ein lange gegebenes Versprechen einlösen will und eine Reise auf die Philippinen antritt. In seinem ersten Leben im mexikanischen Oaxaca hat er nämlich dem „Gringo bueno“, einem vor dem Einberufungsbefehl geflüchteten Amerikaner, versprochen, das Grab dessen Vaters in Manila zu besuchen. Diese Szene und weitere Erlebnisse aus Juan Diegos Jugend bilden die zweite Zeitebene des Romans. Immer wieder driftet der Schriftsteller nämlich auf seiner Reise in Träume ab, in denen er die wichtigsten Ereignisse seiner Kindheit erneut erlebt. V.a. das Zusammentreffen mit dem amerikanischen Jesuiten Eduardo und der transsexuellen Prostituierten Flor, die schließlich seine Adoptiveltern werden und ihn nach Iowa mitnehmen, spielen in Juan Diegos Erinnerungen eine große Rolle. Aber auch, wie er seine geliebte Schwester Lupe verlor.

Magisch und spannend erzählt

Straße der Wunder“ mag sich durch diese zahlreichen Erinnerungsschleifen zunächst etwas schleppend in Gang setzen, aber die farbenprächtigen Ausflüge in die mexikanische Vergangenheit des Protagonisten und seine Erlebnisse in der Gegenwart mit den beiden Zufallsbekanntschaften Dorothy und Miriam, die ihm vom New Yorker Flughafen weg wie Groupies folgen, verknüpfen sich schließlich doch zu einem amüsanten Reigen mit Irving-typischen skurrilen Szenen. In denen kann der ausgezeichnete Sprecher Johannes Steck sein Talent voll zur Geltung bringen. Er verleiht in der ungekürzten Lesung allen Protagonisten eine eigene Stimme, hat ein Gespür sowohl für die slapstickhafte Komik als auch leise Tragik in Irvings Geschichte und erweist sich als ideale Stimme für diesen fabulierfreudigen Erzähler.

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schwindelfreiEs ist schon erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit Jörg Maurer einen guten Krimi nach dem anderen schreibt. Seit dem ersten Auftritt seines sympathischen Kommissars Hubertus Jennerwein in „Föhnlage“ erscheint jedes Jahr ein neuer Fall, der im „Bindestrich-Kurort“ vor idyllischer Alpenkulisse spielt.
Schwindelfrei ist nur der Tod“ ist der mittlerweile achte Krimi mit Jennerweins Team, und wieder ist die Geschichte interessant-skurril, zudem sprachlich gewandt und sehr humorvoll wiedergegeben.

Kommissar Jennerweins 8. Fall

Eigentlich führt dieses Mal kein Mord, sondern eine Tagung Jennerwein und seine Kollegen nach Garmisch. Da aber ein Heißluftballon vermisst und dahinter ein Verbrechen vermutet wird, stürzt sich das Team in die Ermittlungen. Der Kommissar selbst wirkt dabei seltsam abwesend – plagen ihn Sorgen? In welchem Verhältnis steht er zu dem frisch aus der Haft entlassenen Dieb Dirschbiegel?
Jörg Maurer gewährt in diesem Krimi nicht nur erstmals Einblicke in Jennerweins (eigentlich nicht vorhandenes) Privatleben, er lässt auch liebgewonnene Nebenfiguren der Reihe wie etwa das ehemalige Bestattungsunternehmerpaar Grasegger und den österreichischen Problemlöser Swoboda wieder auftreten. Den eigentlichen Fall – den Anschlag auf den Heißluftballon – würzt er mit zunächst amüsanten, später auch dramatischen Szenen aus dem Ballonkorb. Und immer wieder schildern kurze Kapitel einen Banküberfall mit Geiselnahme im Sommer 1971. Wie dieses Verbrechen, das durchaus amüsant geschildert wird, mit der Geschichte in der Gegenwart zusammenhängt, wird dem Hörer ziemlich schnell klar, was aber keineswegs den Spaß daran dämpft.

Jörg Maurers Alpenkrimis sind große Unterhaltungskunst

Dass Jörg Maurer vom Kabarett kommt, merkt man nicht nur seinem geistreich-witzigen Schreibstil an, sondern auch der Lesung seiner Krimis. Er ist der ideale Interpret seiner aberwitzigen Fälle und jongliert mühelos mit den verschiedenen bayerischen Dialekten. Im neuesten Jennerwein-Krimi amüsiert er z.B. mit Hölleisens Fluch- und Schimpfkanonade bei einem Beitrag zur Prävention von Gewalt oder dem ungarischen Akzent eines Ballonfahrt-Teilnehmers. Auch „Schwindelfrei ist nur der Tod“ wird durch Maurers Lesung zu ganz großer Unterhaltungskunst.

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