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11.Juli
2009

A Long Way Down

Benjamin Jendro

A Long Way DownKann man über Suizid humoristisch schreiben? Man kann, wenn man Nick Hornby ist! Dem englischen Schriftsteller gelingt es erneut einen Roman zu schreiben, der ein wichtiges und ernsthaftes Thema anschneidet und sich damit eingehend befasst, dabei aber nicht belehrend daherkommt, sondern unterhaltend, ja mitunter witzig wirkt, ohne die beschriebenen Charaktere als Witzfiguren darzustellen.

So sind es auch diese ominösen vier Charaktere, die kaum unterschiedlicher sein könnten, aus denen dieser Roman sein Potential schöpft.

„Even though we had nothing in common beyond that one thing”

So ist es das Miteinander dieser vier Protagonisten, der Wortwitz, Sarkasmus und die bitterböse Ironie, die “A long Way Down” so interessant und lesenswert machen. Sie alle treffen sich rein zufällig am Sylvesterabend an einem bekannten Hochhaus, oder Selbstmordtreff, um sich das Leben zu nehmen. Und von hier nimmt die Geschichte ihren Lauf. Die Hintergründe der Personen werden durchleuchtet und man bekommt einen Eindruck davon, wie es bis zu diesem Punkt kommen konnte.

Böse Zungen behaupten das Buch ist zur Mitte hin wirklich „ein langer Weg“, doch ist es durch und durch ein Pageturner und verleitet dazu es innerhalb weniger Stunden zu verinnerlichen. Wieder einmal ein gutes Buch von Nick Hornby und der erneute Beweis das diese sogenannte Pop-Literatur durchaus tiefgründig UND unterhaltsam sein kann.

Auch wenn das Hörbuch um ca. ein Drittel gekürzt ist, kann man jederzeit den Schwarzen Humor heraushören und die Kommentare und geäußerten Gedanken zum Geschehen strotzen nur so vor Sarkasmus. Die Stimmen der vier passen und wirken authentisch.

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Kommentare

  1. Tanja sagt:

    Ich finde auch das Hörbuch seeeehr langatmig, mir war gar nicht bewusst, dass es sich dabei schon um eine gekürzte Version handelt. Von Nick Hornby ist man sonst bessere Unterhaltung gewohnt.