...entführen dich in eine andere Welt

Impressum Kontakt
15.Juli
2011

Andreas Föhr – Der Prinzessinnenmörder

Benjamin Jendro

Der Prinzessinnenmörder von Andreas Föhr ist ein überaus gelungenes Erstlingswerk. Seine Brötchen verdient der gute Mann eigentlich als Drehbuchautor und ist daher schon mit dem Schreiben vertraut. Das merkt man dem Hörbuch (eine gekürzte Fassung) auch gleich an. Gekonnt kann er die Spannung bis zum Grande Finale aufrechthalten.

Im oberbayerischen Miesbach wird die Leiche eines 15-jährigen Mädchens in einem See entdeckt. Kommissar Wallner und Kreuthner haben sofort eine dunkle Vorahnung, als man im Mund des Opfers eine Plakette mit einer eingravierten 1 findet. Diese Leiche ist nur der Auftakt einer ganzen Mordserie.

Obwohl die Dialoge zum Teil in einer bayerischen Mundart geschrieben sind, versteht man auch als Nichtbayer, worum es geht. Das Hörbuch lässt sich, dank der guten Recherche und Beschreibung der idyllischen Umgebung, als Regionalroman kategorisieren.

Geschickt gelingt es dem Autor verschiedene Handlungsstränge, die vermeintlich nichts miteinander zu tun haben, zu verweben und erst am Ende die Katze aus dem Sack zu lassen. Als Zuhörer bekommt man hier und da Hinweise, wird auf die Fährte geführt, aber bisweilen auch in die Irre. Dennoch kann man erahnen, wer der Mörder ist und das Ende lässt keine Fragen offen.

Auch die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und der ewig frierende Wallner als auch sein Kollege Kreuthner und nicht zu vergessen der Großvater Manfred haben Kultpotential.

Ein ausgezeichneter, deutscher Roman, der Lust auf mehr macht.

0