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25.Mai
2012

Andreas Franz – Der Jäger

Benjamin Jendro

Andreas Franz ist bekannt für seine Hauptfigur die Kriminalkommissarin Julia Duront und ihre verstrickten Fälle. Seine Karriere begann sehr schleppend. Circa zehn Jahre kämpfte er um die Abnahme seines Manuskripts zu „Jung, blond, tot“. „Der Jäger“ war der vierte von insgesamt elf Bänden der Frankfurter Polizeibeamtin. Am 13.03.2011 verschied Andreas Franz für seine Familie, Freunde und Fans völlig unerwartet. Die Geschichten der Julia Duront aber leben weiter.

In „Der Jäger“ ist der Grund für eine Reihe von bestialischen Morden vorerst nicht ersichtlich. Kriminalkommissarin Julia Duront tappt im Dunkeln. Die Leichen zeigen keinerlei Hinweise auf einen sexuellen Missbrauch. Einzig ihre extreme Verstümmlung wirft Rätsel auf bzw. legte der Täter eine goldene Nadel zum Opfer. Durch einen Zufall wird eine Astrologin in die Ermittlungen mit einbezogen, die schon nach kurzer Zeit analysiert, dass alle Toten im Zeichen Skorpion geboren wurden. Handelt es sich hierbei nur um einen Zufall oder um einen Plan eines zu allem bereiten Wahnsinnigen. Duront nimmt eine erste Spur auf…

Obwohl der Zuhörer es hier mit einer guten Geschichte zu tun bekommt, bleibt die unheimliche Länge aufgrund langgestreckter Passagen und Wiederholungen auffällig. Daran kann nicht einmal das angenehme Timbre von Julia Fischer etwas ändern, wenn sie sich durch die fast acht Stunden liest. Leider ist es Franz nicht in Gänze gelungen, die Geschichte des Täters von Anfang an in den Plot zu spinnen, sodass die schlussendliche Auflösung ein wenig aufstößt. Das Geschick eines guten Krimis besteht doch im Setzen nicht erkennbarer kleiner Zeichen, die am Ende einen Aha-Effekt zur Folge haben, der in diesem Fall leider ausbleibt.

 

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