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27.Juli
2011

Andreas Winkelmann – Hänschen Klein

Benjamin Jendro

Es ist Tag X. Sebastian Schneider bekommt einen mysteriösen Brief mit der ersten Strophe aus dem Lied Hänschen Klein, samt eines Liebesschwurs. Zunächst hält er das für eine Verwechslung, doch schon bald wird klar, dass sein Leben sich fortan gewaltig ändern wird.

Als Zuhörer bekommt man von nun an im Grunde all das mit, was auch Sebastian mitbekommt. Sie sind sein ständiger Begleiter, seine innere Stimme. Denn was sich zunächst als Verwechslung auftut, entpuppt sich als der Brief einer kranken Frau, die ihren verschollenen Sohn wiederfinden möchte, koste es was es wolle.

Mit Rückblenden wird man über die Vergangenheit von Sebastian aufgeklärt und bekommt recht bald ein Gespür für die Story. Auch die Nebenhandlungen geben eindeutige Hinweise, so dass der Fokus nicht unbedingt darauf liegt, wie das Buch ausgeht, sondern vielmehr wie es zu all den Verwicklungen kommen konnte. Da man sozusagen die 1-Person-Perspektive einnimmt, bleibt es dennoch bis zum Schluss spannend und man fiebert mit.

Als Kritik kann evtl. der sehr durchschaubare Verlauf bemängelt werden, was nicht heißt, dass es keine überraschenden Wendungen gibt. Jedoch kommt man recht schnell „dahinter“.

Simon Jäger macht als Sprecher einen ganz hervorragenden Job und schafft es mal wieder, die Charaktere unglaublich gut plastisch wirken zu lassen. Überhaupt ist die Hörqualität sehr gut.

Hier wurde das Rad nicht neu erfunden, aber sicherlich ordentlich umgesetzt.

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