Kerstin Gier schläft oder schreibt. Sie unterscheidet sich in Gänze von ihrer Titelheldin Constanze, denn im Gegensatz zu ihr ist sie klein und dick. Schaut man sich ihre Homepage an, kommt man nicht umhin sich zu denken: „Mensch, die Frau hat echt eine Klatsche! Die würde ich wirklich gerne kennen lernen!“
Lauscht man ihren Hörbüchern erhält man einen ersten, verschrobenen Eindruck von ihrer Denkweise, die in Wahrheit aber gar nicht so weit hergeholt ist. In ihrer Trilogie rund um die „Mütter-Mafia“ veranstaltet sie eine literarische Hetzjagd auf Frauen, deren aalglattes Handeln beinahe an Perfektion erinnert und neben denen man zwangsläufig immer etwas schlechter und ja, auch dicker wirkt. Constanze wird „Die Patin“ der Mütter-Mafia und ihre Freundinnen ihre treuen Mitstreiterinnen im Kampf gegen Themen wie Klavierstunden, Kochrezepte und Handarbeit. Inmitten von Kleinstadtlästereien, Cappuccino und Stiletto-Tipps bleibt dann noch der ganz normale Wahnsinn: Ehemänner hauen ab, Teenies drehen durch und dann möchte frau auch irgendwann zwischendurch geliebt werden. Auch diese Konstellationen sind nicht frei von Zündstoff, denn „Gegensätze ziehen sich aus“!
Das perfekte Sprachrohr, um die Leidenschaft und das Desinteresse dieser liebenswerten Frauengruppe perfekt auf den Punkt zu bringen, ist keine Andere als Mirja Boes, die mit ihrem liebenswerten Schandmaul mal dramatisch, mal resignierend ihre Stimme erhebt. Drei fröhliche Hörbücher einer Serie, die kaum ein Auge trocken lassen und an denen auch Männer ihren Spaß haben werden!

Dieter Moor ist Schweizer. Er ist bekannt und erfolgreich. Sein Kultformat „Titel, Thesen, Temperamente“ war der Sympathie der Zuschauer unheimlich zuträglich. Er ist glücklich verheiratet und lebt mit seiner Frau in einer idyllischen Berglandschaft nahe Zürich – ganz so wie in der Hustenbonbon-Werbung. Viele würden sich jetzt zurücklehnen und das Erreichte genießen. Herr Moor hingegen will mehr und etwas total Anderes. Etwas gelangweilt von der Züricher „Mehr-Schein-als-Sein-Welt“ überlegt er sich dorthin zu ziehen, wo die Menschen echt sind und Berühmtheit kein Freifahrtsschein ist. Gesucht wird eine Gegend, die alle Möglichkeiten hergibt, die es für einen Öko-Bauernhof braucht. Seine Wahl fällt auf Amerika. Amerika ist ein kleines Dorf im tiefsten Brandenburg, nördlich von Berlin, mit wenigen Häusern, aber ganz viel Umgebung. Nicht nur seine Freunde stellen seine Entscheidung in Frage, ausgerechnet in diese Ecke „Dunkeldeutschlands“ zu ziehen. Auch die Amerikaner sind nicht „very amused“ über die Pläne des Fremden. Diese Menschen sind härter zu knacken als jede Haselnuss, denn hier zählt nicht, was du hast, sondern nur, was du kannst. Dort, zwischen Gummistiefeln, Technoklängen und Nazimärschen, versucht er sein Glück zu finden und lädt uns ein, daran teilzuhaben.
Ohren gespitzt! Volker Klüpfel und Michael Kobr, das erfolgreichste Autoren-Duo Deutschlands, präsentieren mit „
Eine Mafia-Geschichte. Aha. Diese Thematik scheint im ersten Moment vollkommen ausgeschlachtet. „Die Sopranos“ oder „Der Pate“ vermittelten bereits einen allumfassenden Einblick in das Leben der italienischen Verbrecher in Amerika und lassen kaum Platz für größere Erfolge. Doch Josh Bazell begeistert in „



