...entführen dich in eine andere Welt

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Mit “Denk doch, was du willst – Die Freiheit der Gedanken” bringt Thorsten Havener sein drittes Hörbuch auf den Markt. Bereits “Ich weiß, was du denkst” und “Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten” konnten unzählige begeisterte Fans für sich gewinnen und offenbarten eine Welt hinter dem Offensichtlichen. Erneut wird die Frage gestellt, wie frei unsere Gedanken tatsächlich sind und wie sie täglich von verschiedenster Seite beeinflusst werden.

Den Schwerpunkt des Buches legt der Autor auf das Verstehen von Gestik und Mimik. Denn nur wer sein Gegenüber tatsächlich versteht, kann darauf eingehen. Und Körpersprache sagt oft mehr als tausend Worte. So gilt es im ersten Schritt zu erkennen, was einem der Gegenüber tatsächlich signalisiert, abseits von Worten, und darüber hinaus, wie wir andere Menschen beeinflussen können. Denken Sie dabei nicht an willkürliche Manipulation. Diese ist aufgrund negativer Prägung von windigen Autoverkäufern oder penetranten Vertretern schon längst tabuisiert. Vielmehr geht es darum, eine positive Beeinflussung zu nehmen. Letztlich kann das sowohl im Privat- als auch im Berufsleben den entscheidenden Unterschied machen.

Wer die beiden ersten Hörbücher von Havener kennt und mag, wird auch dieses Buch sofort ins Herz schließen. Interessante Anekdoten zaubern immer wieder ein Schmunzeln auf die Lippen des Zuhörers und vermitteln locker ein höchst interessantes Wissen.

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Dieter Nuhr gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Comedians. Nicht zu Unrecht. Seine bissigen Kommentare zum Zeitgeschehen bzw. all dem, was uns bewegt, sind einfach immer treffend. Als Philosoph unter den Kabarettisten ist das zuweilen tiefgründig. Kein Wunder, war er doch zuvor Lehrer. Warum hab ich eigentlich nicht solche Lehrer gehabt?

In seinem Hörbuch Der ultimative Ratgeber für alles dreht es sich um die wirklich wichtigen Dinge im Leben, wie z.B. Alkohol, Privatfernsehen und Reinkarnation (Achtung: Ironie!). Nuhr beschreibt in seinem gekonnt-bissigen Stil das Tagesgeschehen und vermittelt dabei sogar Wissen. Man darf sich als Zuhörer aber nun nicht tatsächlich ausmalen, dass dieses Hörbuch eine Wissensfibel ist, die einem die Geheimnisse des Universums offenbart. Zumindest nicht alle ;) .

Vielmehr ist es natürlich zur Unterhaltung gedacht. Wer Nuhr mag, und davon soll es ja einige geben, wird auch dieses Hörbuch lieben. Wer natürlich zum Lachen in den Keller gehen muss, sollte hier die Finger von lassen. Das Werk nimmt sich zuweilen selbst auf den Arm und wir wollen doch niemanden verschrecken, dem es um ernsthafte Wissensaneignung geht.

Was bleibt noch zu sagen? Wer Nuhrs Humor liebt, wird mehr als einmal kichern, bis schallend lachen. Daher Vorsicht beim Hören dieses Buchs in der Öffentlichkeit. Sie könnten verstörte Blicke ihrer Sitznachbarn ernten!

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Mia Morgowski – Die Nächste, bitte!

Thorsten Karras

6.Juli
2011

Ärzteserien sind seit Jahren der letzte Schrei. Warum also nicht einen Arztroman lesen, bzw. in diesem Fall hören?! Mia Morgowskis „Die Nächste, bitte!“ ist genau das – ein Arztroman, allerdings von der sehr komischen Seite.

Es geht um Dr. Rosen, der sich nichts sehnlicher wünscht, als DER Arzt der Reichen und Schönen zu werden. Dr. Schümli, ein Schönheitschirurg, könnte ihm mit einer Partnerschaft genau dazu verhelfen. Allerdings muss in Schümlis Augen sein zukünftiger Partner eine Ehefrau vorweisen können. Dumm nur, dass Rosen das genau nicht kann.

Szenenwechsel. Nella leidet unter schlimmer Flugangst und schafft es, sich trotz einiger Hindernisse, wie bspw. der grummligen Arzthelferin Birte, in Dr. Rosens Sprechzimmer zu schleichen. Hier bekommt sie von ihm auch sogleich etwas gegen ihre Flugangst, nämlich Placebos. Einige Tage später treffen sich beide wieder im Flugzeug auf dem Weg in die Schweiz. Zufall, Schicksal…man wird es sehen. Jedenfalls muss Rosen Nella Beistand leisten, denn die Placebos helfen komischerweise so gar nicht gegen das Hyperventilieren. Als sie in der Schweiz ankommen, denkt Schümli auch sogleich, dass Nella Rosens Frau ist und der sieht sich angesichts der Situation dazu gezwungen, ihn in dem Glauben zu lassen, zumal sich Nella ob all der Aufregung nicht zu wehren weiß.

Solveig Duda und Florian Fischer verstehen es meisterhaft, den beiden Protagonisten und sämtlichen anderen Figuren Leben einzuhauchen. Allein die Doppelbesetzung sorgt für Spannung. Kein typischer Frauenroman, aber ein lustiger!

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Hans Rath – Was will man mehr

Thorsten Karras

29.Juni
2011

Hans Rath hat es mal wieder vollbracht. Mit Was will man mehr hat er den dritten und eventuell auch letzten Teil um Paul und seine Freunde herausgebracht. Der sarkastische, aber im Grunde seines Herzens liebenswürdige Protagonist sieht sich allerhand neuen Herausforderungen gegenüber. Vor allem seinem Erstgeborenen.

Nach dem Desaster aus dem vorigen Band dachte man, es könnte kaum schlimmer kommen. Doch Paul bringt auch das fertig. Denn aus einem One-Night-Stand mit der Schwester seiner großen Liebe erwächst ein Baby. Als verantwortungsvoller Vater, der leider im Moment arbeitslos ist, begibt er sich dann auch zu der Mutter seines Kindes nach London. Dummerweise ist sie, in London angekommen, gar nicht vor Ort, sondern gerade irgendwo im Kongo hochschwanger unterwegs. Der gute Paul darf sich derweil mit der Matriarchin des Familienclans an ihrem 80. Geburtstag auseinandersetzen und soll sie unterhalten. Blöd nur, dass sie ihm die Schuld an der Insolvenz des Familienunternehmens gibt.

“Was will man mehr” ist wohl noch besser als der Vorgänger gelungen. Unglaublich lustig mit dem trockenen Humor aus den Vorgängern und einer spritzigen, philosophischen Note. Schade nur, dass es so scheint, als wäre es der letzte Teil dieser Reihe, auch wenn hier nicht das letzte Wort gesprochen ist.

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Schutzpatron – Kluftingers neuer Fall

Thorsten Karras

24.Juni
2011

Kluftinger, der Allgäu-Columbo, ist zurück. In dem neusten Hörbuch, passend zum Bestseller-Buch, von Volker Klüpfel und Michael Kobr geht es dieses Mal um eine wertvolle Reliquie und einen ungeklärten Mord.

Der Burgschatz von St. Magnus war jahrelang in diversen Ausstellungen, verteilt über den Globus, zu sehen. Nun kommt er nach Altusried zurück und soll in seiner Heimat bewundert werden. Kluftinger ist dazu verdonnert, ihn zu beschützen. Zu allem Überfluss muss er nebenbei noch den Mord an einer 82-Jährigen aufklären. Und als wäre das nicht schon genug, wurde ihm noch sein Auto gestohlen. Aus Scham und Stolz verrät er das jedoch niemandem, vor allem nicht seinen Kollegen oder seiner Frau Erika. Es kommt also unweigerlich zu komischen Momenten, wenn er dieser Peinlichkeit versucht aus dem Weg zu gehen. Da kommt dann auch schon einmal ein rosa Smart ins Spiel.

Die Autoren sind bei Schutzpatron wieder etwas mehr zum Krimi übergegangen. War Rauhnacht noch mehr vom Klamauk und den vielen Späßen geprägt, wurde hier eine bessere Mischung aus Komik und Krimi gefunden. Kluftinger hat natürlich schon fast so etwas wie einen Kultstatus und würzt das Geschehen ordentlich.

Insgesamt ein sehr ordentlicher, wenn auch teilweise etwas zu kurzweiliger Krimi, der sich im Nu durchlesen bzw. durchhören lässt.

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Es ist ein langjähriges Ritual. Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sich die fünf Freundinnen bei ihrem Franzosen Le Jardin, seit sie sich vor 15 Jahren in einem Französischkurs das erste Mal über den Weg gelaufen sind. Außerdem verreisen sie einmal im Jahr übers Wochenende. Doch dieses Jahr ist es anders. Judith, deren Mann kürzlich verstorben ist, möchte anstelle des Frauentrips lieber den Wunsch ihres Ex-Mannes erfüllen und für ihn den Jakobsweg zu Ende gehen. Kurzerhand entschließen sich die Freundinnen mit ihr zu pilgern, ohne genau zu wissen, worauf sie sich dabei eingelassen haben.

Denn nicht nur die körperlichen Strapazen machen den Mädels zu schaffen. Jede von ihnen trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum, welches im Alltag schnell untergeht, nun jedoch mehr und mehr ans Tageslicht gerät. Es ist eine Probe des Charakters und ihrer Freundschaft.

Monika Peetz hat es mit Die Dienstagsfrauen geschafft, gleich mit ihrem Debütroman einen Bestseller zu schreiben. Sie hat fünf sehr unterschiedliche, aber liebevolle Charaktere gezeichnet, die eine enge Freundschaft verbindet. Zumeist komisch, aber auch immer wieder nachdenklich erzählt sie die Geschichte der fünf Frauen und schafft einen sehr unterhaltsamen Roman.

Insbesondere für Frauen sind sowohl das Hörbuch als auch das eBook ein Muss und wird ihnen gefallen, versprochen!

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Linksaufsteher – Matthias Sachau

Thorsten Karras

10.Juni
2011

Linksaufsteher ist ein Montagsroman. Keine Angst, das soll nicht mit Montagsautos oder dergleichen assoziiert werden. Stattdessen handelt er von Oliver Krachowitzer. Einem sympathischen Neurotiker, der Montage nicht ausstehen kann. Da geht es ihm wie vielen von uns. Insbesondere all jenen, die ihre Arbeit nicht mögen. Denn am Montag ist das Wochenende vorbei und die gehasste Arbeit beginnt von vorne, eine ganze Woche lang.

Oliver hat des Geldes wegen einen Job angenommen, den er eigentlich nicht mag. Er ist zudem, dank des neuen Luxus, aus seiner WG ausgezogen und wohnt nun alleine. Eine Tatsache, die er auch nicht mag. Stattdessen wünscht er sich seine geliebte WG zurück. So geschieht es wie jeden Montag, dass er den Frust an seinen Mitmenschen auslässt. Zufälligerweise auch an Lena, der er über den Weg läuft. Zu spät wird ihm klar, dass er sich in genau eben jene Lena verliebt hat. Er will nun alles wieder gutmachen und sein Verhalten klarstellen. Das ist aber nicht so einfach. Ein Glück kann ihm der siebenjährige Anton dabei helfen…

Linksaufsteher ist ein lustiger, moderner Roman. Die Handlung ist vorhersehbar, aber wir haben es ja auch nicht mit einem Krimi zu tun. Wer Facebook und Co. etwas abgewinnen kann und sich von junger, moderner Sprache nicht abschrecken lässt, ist hier goldrichtig.

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Nein! Ich geh nicht zum Seniorentreff!

Thorsten Karras

20.Mai
2011

Ob die Übersetzung Nein! Ich geh nicht zum Seniorentreff! gut gewählt ist, können Sie selbst entscheiden. Ich für meinen Teil bevorzuge den englischen Original-Titel: „The Virginia Monologues: Why Growing Old is Great“. Virginia Ironside hat nach ihrem Bestseller Nein! Ich will keinen Seniorenteller! erneut über die Vorteile des Älterwerdens sinniert. Ist sie dabei objektiv? Nicht wirklich. Aber da unsere Gesellschaft schon genug Angst vor dem Älterwerden hat und alles unternimmt, um ewig jung zu bleiben, ist das eine erfreuliche Abwechslung.

Es sind die autobiographischen Gedanken der Autorin, die hier zum Tragen kommen. Anhand von Stichpunkten erklärt sie das Leben aus ihrer Sicht, der Sicht einer Frau im „Herbst ihres Lebens“. Ob Zipperlein, Augen, Krebs, Arthritis – vieles wird genauer unter die Lupe genommen. Doch obwohl das Leben im Alter seine Nachteile hat, bekräftigt sie die Vorteile und zeigt alles durch eine rosarote Brille. Tenor: Im Alter ist alles besser. Ist das nun schlecht? Nein! Wir denken immer, jung sein sei gut und vergessen, dass man auch in jungen Jahren mit Problemen zu kämpfen hatte. Doch die Jugend wich und machte Platz für eine gewisse Reife, eine Lebenserfahrung, die es einem ermöglicht, Dinge mit dem nötigen Abstand zu sehen. Ein solches Buch ist gut und wird heute mehr denn je gebraucht!

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Horst Evers wird so manchem Leser ein Begriff sein. Der krude Humor ist gewöhnungsbedürftig. Wobei, vielleicht stimmt das so nicht. Man mag den Humor, oder eben nicht. So einfach ist das. Manchmal kann das Leben auch ganz simpel sein. Die Audio-CD  Großer Bahnhof ist ein Live-Mitschnitt seines neuen Programms. 15 Titel werden hier zum Besten gegeben und wieder einmal schafft es Horst Evers, das Banale, Alltägliche meisterhaft komisch darzustellen.

Man erfährt, dass Herr Riechmann twittert, oder wie sich Evers in den hiesigen Pampas zurechtfindet. Auch eine eigene, nach ihm benannte Obstschale darf er nun sein Eigen nennen. Warum? Das erfahrt ihr, wenn ihr euch die CD anhört.

Ich persönlich habe ein wenig gebraucht, bis ich mich in Horst Evers hineinversetzen konnte, habe aber anschließend umso mehr gelacht. Er ist die Art von Charakter, die, ohne dass wir es wissen, unser Nachbar sein könnte. Eine Figur, die man nicht immer liebt, aber eben doch sympathisch findet. Zeitgeschehen wird hier eben einmal anders beleuchtet, dafür umso lustiger.

Passend zur Audio-CD ist auch sein neustes Buch herausgekommen: Für Eile fehlt mir die Zeit. Horst Evers-Fans haben die nächsten Tage auf jeden Fall wieder reichlich Stoff zum Amüsieren.

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Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt

Thorsten Karras

28.April
2011

Das Hörbuch Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt ist eine unterhaltsame Einlage rund um den Urlaub. Es soll die schönste Zeit des Jahres sein. Erholung, Neuentdeckung, fremde Kulturen und ein gutes Gefühl, wenn man wieder zu Hause angekommen ist. Stattdessen berichten Spiegel-Online-Leser auf dieser Audio-CD über teils erschreckende, verblüffende und skurrile Begebenheiten aus ihrem Urlaub.

Stephan Orth & Antje Blinda haben das Interessanteste für Sie auf eine CD gepackt und so können Sie in rund 66 Minuten dem kurzweiligen, aber komischen Vergnügen frönen. Es mutet wohl ein wenig wie Schadenfreude an, wenn man von all den Dingen erfährt und nicht anders kann als lauthals loszulachen. Da ist der indische Taxifahrer, der behauptet, das Hotel sei abgebrannt. Dafür natürlich sofort eine überteuerte Absteige anbieten kann. Oder Kabinenstewards, die einen gekonnten Abgang nach einer Beleidigung hinlegen.

Bei manchen Geschichten wäre man zu gern dabei gewesen und andere möchte man um nichts in der Welt erleben. “Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt” ist jedoch nicht nur unterhaltsam. Es ist sogar ein praktischer Reiseführer und kann Sie vor dem nächsten Malheur bewahren. Denn der ein oder andere Trick wird hier offengelegt. In jedem Fall ist es ein Spaß zuzuhören und sich mal wieder so richtig lauthals zu amüsieren.

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