...entführen dich in eine andere Welt

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wohllebenMit seinen erfolgreichen Büchern „Das geheime Leben der Bäume“, „Das Seelenleben der Tiere“ und „Das geheime Netzwerk der Natur“ eroberte Peter Wohlleben in den letzten Jahren die deutschen Sachbuch-Bestsellerlisten und avancierte zum wohl berühmtesten Förster des Landes. Nun hat er sein erstes Buch für Kinder veröffentlicht: „Hörst du, wie die Bäume sprechen?“. Darin beantwortet er die interessantesten Kinderfragen, die er in seiner mehr als 20 Jahre dauernden Arbeit mit Schulklassen und Familien sammeln konnte.

Mit Wohlleben den Wald entdecken

Die autorisierte Hörfassung nimmt neugierige Hörer ab sechs Jahren mit auf eine kleine Entdeckungsreise durch den Wald. Unterlegt mit vielen Tiergeräuschen erläutert der Sprecher Hans Löw spannend und ausführlich die Antworten auf die Kinderfragen. Dass die Kleinen einen ganz anderen Blick auf die Pflanzen und Tiere des Waldes haben und ungewöhnliche, originelle und oft zum Schmunzeln anregende Fragen stellen, wird schnell klar: Wo gehen Wildschweine aufs Klo? Gehen Tierkinder zur Schule? Bekommen auch Bäume Pickel? Aber die Antworten zeigen, dass die kindlichen Fragen keineswegs dumm sind und versetzen auch so manchen Erwachsenen noch in Staunen. Peter Wohlleben ist ein begnadeter Erzähler und versteht es, seine Beobachtungen und Nachforschungen spannend und informativ, aber eben auch für Kinder verständlich in Worte zu fassen. Und der Sprecher Hans Löw, den ich bisher nur als Schauspieler kannte, macht seine Sache sehr gut und erzählt von den Eigenheiten und Überlebenstricks der Waldbewohner mit angenehmer, nie belehrend wirkender Stimme. „Hörst du, wie die Bäume sprechen?“ ist ein schöner akustischer Rundgang durch den Wald, der gleich zu einem realen Spaziergang auf der Suche nach dem Gelernten anregt.

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tierwesenJeder eingefleischte Harry-Potter-Fan kennt das Schulbuch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ von Newt Scamander, das für Harry seit dem ersten Schuljahr in Hogwarts zur Pflichtlektüre gehörte. Bereits 2001 hat J. K. Rowling dieses fiktive Lexikon zum realen Leben erweckt und ein kleines, liebevoll gestaltetes Bändchen herausgegeben, das mit Kritzeleien von Harry und seinen Freunden Ron und Hermine und einem Vorwort von Albus Dumbledore versehen war. Da inzwischen eine eigene Filmreihe über den verschrobenen Magizoologen Newt Scamander gestartet wurde, ließ die Neuveröffentlichung dieses Schulbuchs natürlich nicht lange auf sich warten, und auch als Hörbuch wurden die „Phantastischen Tierwesen“ erstmals vertont.

Phantastische Tierwesen von A – Z

Zunächst war ich allerdings skeptisch, ob ein Hörbuch in diesem Fall wirklich funktionieren würde: Es handelt sich schließlich nicht um das Drehbuch zum Film, sondern um das Schulbuch, das die aus dem Harry-Potter-Kosmos bekannte magische Tierwelt von A bis Z erklärt. Ein Lexikon als Hörbuch? Klingt langweilig. Ist es aber nicht, wenn es so aufwändig wie hier umgesetzt wird. Zunächst konnte als Sprecher der ungekürzten Lesung Timmo Niesner, die deutsche Synchronstimme von Eddie Redmayne, gewonnen werden. Für Fans, die den Film gesehen haben und Newt Scamander tatsächlich mit dieser Stimme verbinden, ist das natürlich perfekt. Aber auch wenn man das Leinwandabenteuer nicht kennt: Niesner ist ein hervorragender Sprecher, der lebhaft von der Acromantula über den Donnervogel bis hin zu Zentauren erzählen kann. Außerdem werden die Lexikoneinträge mit einem tollen Sounddesign untermalt, das die vorgestellten Kreaturen akustisch gekonnt zum Leben erweckt. Auch Fußnoten aus der Buchvorlage werden geschickt eingebaut und sind immer an einem gedämpfteren Ton zu erkennen. Gegenüber dem kleinen Büchlein, das ich im Regal habe, sind mir zwei Änderungen aufgefallen: Die Hörversion enthält ein ausführliches Vorwort von Newt Scamander, und einige Tierwesen, die in der Harry-Potter-Reihe nicht auftauchen, aber aus dem neuen Film bekannt sind, wurden mit aufgenommen (z.B. Occamy, Demiguise).

Phantastische Tierwesen – ein Leckerbissen für Fans

Abgerundet wird die tolle Hörbuchumsetzung von „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“durch eine liebevolle Aufmachung: Die CD-Hülle in Schlangenlederoptik ist wirklich gelungen, und das schön gestaltete Booklet mit vielen Bildern lädt zum Mitblättern beim Anhören ein. Ein schönes Hörbuch für Fans der fantastischen Harry-Potter-Welt!

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feder eines greifsEs ist tatsächlich schon 19 Jahre her, dass Cornelia Funke mit ihrem Fantasyroman „Drachenreiter“ die weltweiten Bestsellerlisten eroberte. Fans der darin geschaffenen magischen Welt können sich nun endlich auf die Fortsetzung freuen: „Die Feder eines Greifs“ erzählt ein neues irrwitziges Abenteuer mit dem Silberdrachen Lung und dem Waisenjungen Ben. Alle liebgewonnenen Figuren tauchen wieder auf – sei es Bens Adoptivvater Professor Barnabas Wiesengrund, der Homunkulus Fliegenbein oder das Koboldmädchen Schwefelfell. Aber auch Hörer, die den „Drachenreiter“ nicht kennen, können getrost ohne Vorwissen in Cornelia Funkes fantastische Geschichte eintauchen.

Fantastische Expedition zu gefährlichen Fabelwesen

Ben ist nun vierzehn Jahre alt und lebt mit seinen Adoptiveltern in Norwegen, wo sie in einem Fjordtal eine Heim- und Zufluchtsstätte für Fabelwesen geschaffen haben. Als sie die Nachricht erhalten, dass die letzten drei Pegasusfohlen vermutlich nie schlüpfen werden, brechen sie aber zu einer gefährlichen Expedition auf, um die geflügelten Pferde vor dem Aussterben zu bewahren. Denn durch die Sonnenfeder eines Greifs können die Fohlen vielleicht noch gerettet werden. Kleiner Haken an der Sache: Die furchterregenden Greife, die im indonesischen Urwald leben, hassen Pferde und sind außerdem die größten Feinde der Drachen. Deshalb muss Lung zu Hause bleiben …

Hörgenuss vom Feinsten

Die weite, gefährliche Reise in „Feder eines Greifs“ wird als ungekürzte Lesung perfekt zum Leben erweckt. Rainer Strecker hat schon in früheren Hörbüchern von Cornelia Funke eindrucksvoll bewiesen, dass er ihre fantastischen Geschichten packend vermitteln kann. Die Autorin selbst ist ebenfalls mit ihrer sanften Stimme zu hören und erweist sich als sehr gute Sprecherin. Untermalt mit einem atmosphärischen Soundtrack aus Musik und Geräuschen wird die etwa zehnstündige Lesung zu einem Hörerlebnis, bei dem die Zeit wie im Flug vergeht. Das Warten auf die Fortsetzung hat sich für Drachenreiter-Fans definitiv gelohnt!

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kaeferkumpelDie Käfer sind die heimlichen Stars der Evolution: Mehr als 350.000 beschriebene Arten gibt es weltweit, jährlich werden dutzende neue entdeckt. Doch die meisten Menschen ekeln sich vor Insekten; Käfer werden mit wenigen Ausnahmen wie Marienkäfer oder Maikäfer meist negativ wahrgenommen. Ein Käfer als Kinderbuch-Star? Undenkbar. Und doch hat die britische Autorin M. G. Leonard in ihrem originellen Debütroman ihrem Protagonisten Darkus Cuttle einen „Käferkumpel“ zur Seite gestellt, der mit einer ganzen Horde von Krabblern die Handlung entscheidend vorantreibt.

Käferkumpel als Retter

Der 13jährige Darkus hat schon vor Jahren seine Mutter verloren, und nun ist auch noch sein Vater Dr. Bartholomeus Cuttle an seinem Arbeitsplatz im Naturhistorischen Museum auf mysteriöse Weise verschwunden. Darkus zieht zu seinem Onkel Max, einem Archäologen. Eines Tages beobachtet er einen Streit der beiden schrägen Nachbarn Pickering und Humphrey, in dessen Verlauf ein riesiger Käfer auf ihn zu krabbelt. Der Nashornkäfer rettet ihn vor prügelnden Schulkameraden, wird Baxter getauft und weicht ihm nicht mehr von der Seite. Als Darkus von seinen Nachbarn eingesperrt wird, befreit ihn Baxter mit seinen Käferkumpels. Und damit steckt Darkus mitten in einem wahnwitzigen Abenteuer: Warum ist die exzentrische Modedesignerin Lucretia Cutter hinter den Käfern her? Was ist das geheimnisvolle Fabre-Projekt? Und was hat das alles mit dem Verschwinden seines Vaters zu tun? Gemeinsam mit den Käfern und seinen Freunden Virginia und Bertolt macht sich der „Beetle Boy“ (englischer Originaltitel) Darkus daran, diese Rätsel zu lösen …

Käferkumpel ist eine Abenteuergeschichte

Mit dieser fantastischen Story ist M. G. Leonard eine spannende Abenteuergeschichte für Kinder ab 10 Jahren gelungen. Die gekürzte Lesung mit Sebastian Rudolph bringt die witzigen und gruseligen Szenen gleichermaßen intensiv zum Ausdruck, und alle Leser und Hörer der Geschichte werden die unscheinbaren Krabbler in Zukunft definitiv mit anderen Augen sehen. Käferkumpel ist als erster Teil einer Trilogie gedacht – wir dürfen uns also auf weitere Abenteuer mit Darkus und Baxter freuen!

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thaboSanibonani! Thabo Sonnyboy Shongwe heißt die neue Kinderbuchfigur von Kirsten Boie, und der aufgeweckte Junge will eines Tages ein echter Gentleman werden. Oder noch besser: Privatdetektiv. Denn wie ein Detektiv ermitteln muss, weiß er aus alten Miss Marple-Filmen. Dumm nur, dass es im beschaulichen afrikanischen Örtchen Hlatikulu noch nie einen Kriminalfall gab. Doch dann wird im angrenzenden Safaripark ein Nashorn wegen seines kostbaren Horns ermordet und es liegt an Thabo und seinen Freunden Emma und Sifiso, den Nashorn-Mörder aufzuspüren. Denn zunächst gerät sein Onkel Vusi, der in der Lion Lodge als Ranger arbeitet, unter Verdacht …

Mit der abenteuerlichen Verfolgungsjagd durch die afrikanische Savanne entführt Kirsten Boie in „Der Nashorn-Fall“ ihre jungen Leser (und Hörer) zum ersten Mal in das südafrikanische Swasiland. Dort ist die erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin seit Jahren mit ihrer „Möwenweg-Stiftung“ in einem Projekt für AIDS-Waisenkinder engagiert. Obwohl es den meisten Kindern in dem Land alles andere als gut geht, erzählt Kirsten Boie unbefangen und voller Witz und Humor die Geschichte von Thabo und seinen Freunden. Ihr Anliegen ist es, Interesse für Afrika zu wecken, und das gelingt ihr mit dem spannenden Krimi für Kinder ab 10 Jahren definitiv.

Einen großen Anteil daran hat beim Hörbuch der junge Sprecher Hendrik Kleinschmidt. Der Schüler gewann 2014 den Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und hat mit „Thabo – Detektiv & Gentleman“ sein erstes Hörbuch komplett gesprochen. Das macht er lebendig und frech; das Augenzwinkern des Ich-Erzählers bringt er mühelos in die Lesung ein. Da kann man nur sagen: Salani kahle (= Auf Wiedersehen), wir wollen künftig mehr von Thabo hören!

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Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs

Benjamin Jendro

29.Januar
2016

Bibi und Tina 3Benjamin Blümchen ist das Idol meiner Kindheit. Der sprechende Elefant mit ganz elefantastischen Fähigkeiten und mindestens genauso vielen Ängsten war nicht nur am Abend als Hörspiel ein stetiger Begleiter. Ich weiß mittlerweile, dass es ein weibliches Pendant zu ihm gibt. Eine kleine Hexe namens Bibi Blocksberg, die genauso beliebt ist wie er und Kindern beim Einschlafen hilft. Eine Sparte ihres breiten Kosmos sind die Abenteuer mit Tina, bei denen es vorrangig um Pferde geht. „Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs“ ist eine ihrer Geschichten und mittlerweile der dritte Auszug aus der Hörbuchreihe, der es auf die Leinwand schafft.

Neues von Bibi & Tina

Bibi und Tina auf Amadeus und Sabrina – Mit jener Zeile beginnt jedes Abenteuer der beiden. So auch das 76-minütige Hörspiel „Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs“, das Kultregisseur Detlev Buck nun für den Kinozuschauer produziert hat. In diesem nehmen die beiden unzertrennlichen Freundinnen natürlich wieder einmal die Hauptrollen ein. Es geht um einer interessantes Feriencamp, bei dem sich alles rund um den Trend Geocaching dreht. Tinas Schule hat da nämlich ein Zeltlager vorbereitet, in dem die moderne Schatzsuche zum Thema Nummer eins erhoben wurde. Dumm nur, dass der uralte Zwist zwischen den Geschlechtern die ganze Urlaubslaune auf den Kopf stellt.

Nix mit hex hex

Alles beginnt mit einem simplen Streit zwischen Tina und ihrem Freund Alexander. Bibi ist natürlich auf der Seite ihrer Freundin, Alex aber bekommt ebenso tatkräftige Unterstützung vom Gastschüler Urs. Dieser heizt die Stimmung mit abgedroschenen Sprüchen weiter auf, sodass das Fass schnell zum Überlaufen gebracht wird. Es entwickelt sich ein Wettstreit, bei dem es nicht immer mit rechten Mitteln zugeht. Bibi ist da selbstverständlich im Vorteil, doch auch ihre Hexenfähigkeiten setzen schon mal aus. So muss es andere Wege geben, um den schmutzigen Tricks entgegenzuwirken. So viel sei verraten: Eine Hexe wäre keine richtige Hexe, wenn sie nicht stets eine Lösung finden würde.

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percy_jacksonVor einigen Jahren wollte ich die griechischen Götter- und Heldenmythen schon mal als Lesung erleben und Gustav Schwabs „Sagen des klassischen Altertums“ anhören. Ganz ehrlich: Ich bin nicht weit gekommen, sowohl die Sprache als auch der Rezitator haben mich ermüdet. Mit dem an ein jugendliches Publikum gerichteten Hörbuch „Percy Jackson erzählt: Griechische Göttersagen“ habe ich den Geschichten um antike Götter eine neue Chance gegeben – und mich bestens unterhalten.

Natürlich ist der Ansatz ein ganz anderer: Rick Riordan lässt seinen Romanhelden Percy Jackson, der ja kein geringerer als der Sohn des Poseidon ist, in seinem für diese Jugendbuch-Reihe typischen witzig-ironischen Ton über die Schöpfungsgeschichte und die Verwandtschaft erzählen. Ganz salopp und – soweit möglich – kurz und knapp berichtet der jugendliche Halbgott im Kapitel „Der Anfang und überhaupt“ von Chaos, Gaia und Uranus, widmet deren Kindern, den Titanen, das Kapitel „Das goldene Zeitalter des Kannibalismus“, kommt schließlich zu den Olympiern und stellt bekannte Götter wie Demeter, Ares, Hermes, Aphrodite usw. in eigenen Kapiteln vor.

Das ist nicht große Literatur, gibt aber dem jugendlichen Zielpublikum die Gelegenheit, ganz unverkrampft die griechischen Göttersagen kennenzulernen. Besonders durch Marius Claréns (u.a. deutsche Stimme von Tobey Maguire und Jake Gyllenhaal) erfrischende Interpretation des Stoffes wird hier sehr amüsant Allgemeinwissen vermittelt.

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Ostwind Band 3 – Aufbruch nach Ora

Benjamin Jendro

29.Dezember
2015

Ostwind 3Die Welt der Pferde ist unglaublich weitreichend und die Auswirkungen, die die Vierbeiner auf Menschen haben, die ihrem Zauber verfallen, sind enorm. Es gibt mittlerweile sehr viele Geschichten, in denen es um die innige Verbindung zwischen Mensch und Tier geht. Längst sind „Der Pferdeflüsterer“ oder die einzelnen Episoden von „Bibi und Tina“ keine Randsparten mehr. Das zeigt auch die Reihe „Ostwind“, die in ihre dritte Hörbuchepisode geht. „Aufbruch nach Ora“ heißt das gute Stück, es ist mehr als fünf Stunden lang und ein absolutes Muss für alle Pferdefreunde.

Ostwind 3 – Neues aus Kaltenbach

Es ist schon etwas her, dass Mika das erste Mal nach Kaltenbach kam. Weil ihre Noten nicht mehr ganz den Idealen der Eltern entsprachen, musste sie zum Zwangsurlaub zur mehr oder weniger liebevollen Großmutter. Wirklich zum Lernen kam Mika aber da auch nicht, der Grund war Ostwind – ein Pferd, das als schwer zu bändigen galt, sich ihr aber mit all seiner Pferdestärke hingab. In „Ostwind Band 3 – Aufbruch nach Ora“ geht es selbstverständlich wieder um die beiden und ihre innige Freundschaft, die sich mittlerweile ausgebildet hat. Seit einem Jahr wohnt die junge Dame nun fest auf dem Gestüt, sie scheint endlich angekommen zu sein. Langweilig wird es aber trotzdem nicht.

Eine Hörbuchfortsetzung, die heiß ersehnt wurde

Mittlerweile darf sie Ostwind sehen, wann sie möchte. Auch zu Milan, der jetzt fest auf dem Hof arbeitet, pflegt sie einen sehr engen Kontakt. Längst kennt man Mika auch über die Gestüts-Grenzen hinaus. Pferdebesitzer aus dem ganzen Land kommen nach Kaltenbach, um das legendäre Therapiezentrum zu bestaunen. Auf kurz oder lang kommt man dort auch mit dem wahren Star des Hofs in Kontakt. Alles scheint rosig, doch ein Gewitter bringt die heile Welt zum Einsturz. Zu allem Überfluss ist es genau jene Nacht, in der Milans Schimmelstute ein Fohlen auf die Welt bringen soll. Jedem ist klar, dass am Morgen nach dieser bewegenden Nacht nichts mehr so ist wie zuvor.

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Der gefiederte SchreckenDa ist sie, die 178te Episode des größten Triumvirats der Detektivgeschichte. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews haben in ihrer Historie so manchen Ermittlern den Rang abgelaufen, vereinen sämtliche zur Aufklärung von mysteriösen Fällen benötigte Taktiken. „Die drei Fragezeichen“ sind Kult, sogar mehr als das. Sie sind einer der entscheidenden Faktoren, warum Hörbücher auch in diesen Zeiten noch immer existieren. Mit „Der gefiederte Schrecken“ gibt es für den Dezember ihr neuestes Abenteuer. Mit viel Herz eingesprochen füllt ihr neuer Fall langweilige Abende und versieht diese mit großartiger Spannung.

Der gefiederte Schrecken – Eine Vogelkreatur im Aquarium

Ein riesiges Aquarium sollte eigentlich Herberge für eine ganze Horde an Fischschwärmen darstellen. Eigenartigerweise befindet sich in der phänomenalen Meereslandschaft des Mr. Faring ein seltsames Vogelwesen, das alles zerstört und vernichtet. Wer ist dafür verantwortlich, dass „Der gefiederte Schrecken“ an diesem Ort wildern durfte? Justus, Peter und Bob nehmen sich der Frage an und sorgen nicht nur dafür, dass dieses Wesen in Sicherheit gebracht wird, sondern eben auch ein mehr als merkwürdiges Rätsel nach dessen Herkunft gelüftet wird. Unterstützung erhalten sie dabei von einer gewissen Barbara Mathewson, die Kenner bereits aus dem Fall „Geheimnisvolle Botschaften“ kennen, wobei sie in Folge Nummer 178 interessanterweise mehr als Freundin gen als Nervensäge agiert.

Eine Comic-Recherche führt zu dem gefiederten Schrecken

Es ist Bob, der die entscheidende Spur verfolgt und in einem Comic erste Antworten findet. „Der gefiederte Schrecken“ ist eine Figur, die als maskierter Rächer in Erscheinung tritt. Er ist das Resultat eines missratenen Experiments, halb Vogel, halb Mensch. Genau genommen ist er eine gute Kreatur, eine, die Verbrecher jagt. Eben diese Figur spielt im neuen Fall für „Die drei Fragezeichen“ eine zentrale Rolle. Basierend auf dem Comic ist eine spannende Geschichte mit hohem Tempo entstanden. Zugegeben, bei der vom Bösewicht verwendeten Technologie mit Mini-Wanzen hat man sich ein wenig zu weit in den Bereich Science Fiction hinausgewagt. Letztlich aber kann sich das Hörspiel durchaus sehen lassen.

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krone_des_schaefersDie magisch begabte Tiffany Weh hatte 2003 in dem Märchen „Kleine freie Männer“ ihren ersten Auftritt in der Scheibenwelt. Der im März verstorbene Terry Pratchett fand an diesem Charakter so sehr gefallen, dass bald drei weitere Bände mit der Nachwuchs-Hexe folgten und nun sogar sein letzter Scheibenwelt-Roman „Die Krone des Schäfers“ der Schülerin von Oma Wetterwachs gewidmet ist. Der schon lange erkrankte Fantasy-Autor muss gespürt haben, dass dies vermutlich sein letzter Roman wird, denn – zumindest für die Hexen-Reihe – ist dieser Band ganz klar als Abschluss konzipiert.

Über den Inhalt sollte hier deshalb geschwiegen werden, nur so viel sei verraten: Die Elfen (bekannt aus dem Hexen-Roman „Lords und Ladies“) wollen wieder in die Scheibenwelt eindringen, und die Hexen von Lancre und aus dem Kreideland müssen sich zusammenraufen, um die Invasion im Keim zu ersticken. Es gibt ein Wiedersehen mit allen bekannten und über die Jahre liebgewonnenen Hexen-Charakteren – u.a. Königin Magrat, Agnes Nitt, Frau Prust, Frau Tick, und selbstverständlich Nanny Ogg und Oma Wetterwachs – und natürlich den rauflustigen Wir-sind-die-Größten, die Tiffany wie immer zur Seite stehen. Entwicklungen aus den letzten Romanen – die Emanzipation der Goblins, der Ausbau des Eisenbahnnetzes – baut Pratchett geschickt in die Handlung ein. Mag manches Kapitel unvollständig wirken und v.a. die Entwicklung im letzten Teil des Hörbuchs zu schnell vorangehen: Es gibt keine großen Lücken in diesem unvollendeten Werk und es ist ein Genuss, ein letztes Mal Pratchetts unvergleichlichen Stil zu genießen.

Etwas enttäuscht war ich zunächst, dass Boris Aljinovic, der alle bisherigen Tiffany-Romane gelesen hatte, nicht mehr als Sprecher dabei ist. Aber Volker Niederfahrenhorst macht seine Sache in dieser ungekürzten Lesung sehr gut. Auch ihm gelingt es, Pratchetts Sprachwitz zu übertragen und allen Figuren auf wundervolle Art und Weise Leben einzuhauchen.

Ein schöner, leider letzter fantasievoller Ausflug in die Scheibenwelt!

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