Die Krimis von Agatha Christie wurden oft, gern und gut verfilmt. Dass Drehbuch und Romanvorlage zumeist aber entscheidend voneinander abweichen, ist den Wenigsten bekannt. Ein vortreffliches Beispiel hierfür ist das von Oliver Kalkofe gelesene Original von „Vier Frauen und ein Mord“, in der Agatha Christie ihren kauzigen Kommissar, Hercule Poirot, in einem Fall auf die Suche nach Beweisen schickt, der im Grunde längst schon geschlossen wurde.
Als die betagte Dame Mrs McGinty in ihrer Wohnung beraubt und ermordet gefunden wird, scheint die Lage klar: Zweifelsohne handelt es sich bei ihrem Mörder um ihren Untermieter James Bentley, auf den alle Indizien zeigen und der seine Schuld auch nicht widerlegt. Das Urteil lautet „Galgen“. Inspektor Spence vermutet einen größeren Zusammenhang und rekrutiert seinen Freund Hercule Poirot zur Aufklärung. Auch er tappt lange im Dunkeln, bis ihm ein Brief der Toten in die Hände fällt, der das Zeitungsbild von vier Verbrecherinnen beinhaltet. Zufall oder Zusammenhang?
Agatha Christie sät Zufälle so spärlich wie in der Wüste Blumen wachsen. Auch in „Vier Frauen und ein Mord“ durchwandert der Protagonist viele Sackgassen, Kreisverkehre und kommt schlussendlich doch ans Ziel. Oliver Kalkofe, eher bekannt als sympathisches Schandmaul der TV-Landschaft, navigiert seriös und unterhaltsam durch drei CDs. Der Facettenreichtum seiner Stimme passt perfekt zu den skurrilen Persönlichkeiten der Handlung, deren Ton er durchweg grandios trifft. Christie und Kalkofe – eine gelungene Kollaboration!


Ohren gespitzt! Volker Klüpfel und Michael Kobr, das erfolgreichste Autoren-Duo Deutschlands, präsentieren mit „
Eine Mafia-Geschichte. Aha. Diese Thematik scheint im ersten Moment vollkommen ausgeschlachtet. „Die Sopranos“ oder „Der Pate“ vermittelten bereits einen allumfassenden Einblick in das Leben der italienischen Verbrecher in Amerika und lassen kaum Platz für größere Erfolge. Doch Josh Bazell begeistert in „
Achtung! Bei den folgenden Vorschlägen kann es einem wirklich schon einmal mit einem heftigen Schauer durchziehen. Einen richtig guten Thriller zu lesen kann beeindruckend sein, man kann sich gruseln. Auch bei einer Hollywoodproduktion ist das möglich, sieht man doch zur Story auch noch die bildliche Darstellung. Am schlimmsten jedoch ist es, etwas zu hören und es nicht zu sehen, sich selbst Gedanken darüber zu machen, wie die Szenerie ausgemalt erscheinen könnte. Nichts ist so gruselig wie unsere eigene Phantasie. Die folgenden Krimi-Hörbücher liefern auf jeden Fall den richtigen Anstoß, um sich etwas wirklich Gruseliges vorzustellen.

Es scheint im menschlichen Naturell zu liegen, dass wir auch heute noch, im 21.Jahrhundert, sammeln. War es in der Urzeit meist die Aufgabe der weiblichen Geschöpfe, kennt das Sammeln heute keine Geschlechtergrenzen. Wir sammeln Briefmarken, Fußballbildchen, Modellautos und Kuscheltiere, Porzellantierchen oder Gartenzwerge. Weder der Art der Gegenstände noch dem Umfang ihrer Anzahl sind Grenzen gesetzt. Das andere Phänomen der Urzeit waren die Jäger, deren Aufgabe darin bestand, der Familie etwas für das Essen zu besorgen. Um diese Aufgabe zu bewerkstelligen müssen wir heute nicht mehr mit Speer bewaffnet durch das Land ziehen. Sebastian Fitzek hat in seinem Thriller „