...entführen dich in eine andere Welt

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Wer Schatten küsstDer studierte Informatik- und Betriebswirt kam über gut gemeinte Umwege zum Schreiben: Im Alter von ca. 37 Jahren wollte er seinem Sohn eine Geschichte erzählen, die echt Bedeutung hat. Daraus entstanden viele Weitere mit weltweitem Erfolg. Mittlerweile wurden seine feinsinnigen Romane in 42 Sprachen übersetzt und erfreuen Menschen aller Altersgruppen und Nationalität. Er lebt mit seiner Familie glücklich in New York und lebt mittlerweile von seiner Tätigkeit als Schriftsteller.

Marc Levys philosophische Geschichte „Wer Schatten küsst“ erklärt den Zwiespalt zwischen Kindheit und Erwachsensein. Es beschreibt den Verlust der Kleinigkeiten, die das Kinderauge bewundernd wahrnimmt. Außerdem erfragt es die Verantwortlichkeit für Chancen, seine Träume und die eigene Zukunft und ist damit eine wunderbare Erinnerung an sich selbst.

Ein Kind nimmt an sich die Fähigkeit wahr, aus den Schatten der Menschen ihr Träume und Wünsche lesen zu können. Gleichermaßen erhält es eine Aussicht auf die Zukunft. Sein eigener Schatten bittet ihn, den Menschen zu helfen, die nicht in der Lage sind, von selbst den Weg zum Glück zu finden. Bis er erwachsen ist, hat er seine Gabe vergessen und wird in einem besonderen Moment wieder daran erinnert.

Das unverkennbare tiefe Timbre der Sprecherstimme gehört dem bereits einschlägig erfahrenen Christoph Jablonka, der die Geschichte stimmungsvoll in Szene setzt. Einfühlsam, nachdenklich und herzerwärmend!

 

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Marc-Uwe Kling – Das Känguru-Manifest

Benjamin Jendro

25.April
2012

Mein erster Blick in dieses politische Stück Kulturgeschichte zauberte mir ein klitzekleines Lächeln auf die Lippen. Mit Karl Marx hat jeder von uns in der Schulzeit zu tun gehabt, der ein oder andere hat sich auch später noch mit seinem Kommunistischen Manifest auseinandergesetzt. So schien mir die gewählte Parallele im Namen von Marc-Uwe Klings Beitrag zur Politik, neben einer Hommage an einen großen Mann vergangener Tage, vor allem eines zu sein – ein lustiges Schriftstück, das man sich gerne mal als Lektüre unter die Augen oder aber auch wie in diesem Fall als Hörbuch an die Ohren führt.

Vermutlich würde sich Herr Marx im Grabe umdrehen, wenn er die lustigen Geschichten, die der Autor mit seinem kommunistischen Känguru erlebt, hören würde. Alles in allem steckt in „Das Känguru-Manifest“ aber auch eine gewisse politische Botschaft, nämlich jene, dass wir sie nicht ganz so ernst nehmen sollten. Anhand kurzer Episoden, die durchzogen sind von Affären, Intrigen, Weltbeherrschungstheorien und bedeutenden Enthüllungen schafft es Kling, wirklich gut zu unterhalten und seinen Zuhörer davon zu überzeugen, dass es besser ist, diesem Werk zu lauschen als den zwielichtigen Aussagen vieler Politiker. So bleibt am Ende des Tages letztlich mehr Wahres stehen, wenn wir über manche Dinge ein wenig lockerer denken.

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Wenn der Mensch sein Herz für einen anderen öffnet, ist er verliebt. Seine Taten und Gedanken konzentrieren sich auf diese angehimmelte Person, sie scheint allgegenwärtig. Verliert man diesen anderen Menschen, durch einen schweren Schicksalsschlag oder eine Trennung, ist man folglich verletzt. Normalerweise ist dies der Punkt, an dem man schlecht über das Thema Liebe denkt, sie zumindest für einen gewissen Zeitraum ablehnt und sich lieber im Frust bestätigt fühlt. Diese Phase scheint bei Musikerin Christiane Rösinger nicht enden zu wollen, weshalb sie aus ihren ganz persönlichen Erfahrungen zum Thema Liebe ein Werk geschrieben hat, das als „Liebe wird oft überbewertet“ eine ganz subjektive Sicht offenbart.

Anfangs wirkt das Werk ein wenig wie die melancholische Absage an das Thema Liebe, wie die tiefwurzelnde Verbitterung einer Enttäuschten. Im Verlauf der 70 Hörminuten aber muss man selbst als Liebender eingestehen, dass ihre Ansichten über Paare und deren Eigenart, durch das Leben zu wandeln, nicht komplett aus der Luft gegriffen sind. Wir verändern uns, wenn wir einem Partner unser Herz schenken, geben womöglich eigene Vorlieben auf, gehen unzählige Kompromisse ein und leben so scheinbar glücklich miteinander. Wir bleiben nach Rösinger nicht wir selbst und leben nur wie emotionslose Steine nebeneinander. Eine Ansicht, die in unserer von Pärchen bestückten Gesellschaft sehr gewagt wirkt und deshalb den Reiz des Werkes ausmacht.

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Susanne Fröhlich – Lackschaden

Benjamin Jendro

7.März
2012

Irgendwann im Leben muss jeder Mensch mal seinen Platz finden. Einen, an dem er sich wohlfühlt und der ihm jene Erfüllung bringt, die er sich ganz persönlich vom Leben erhofft. Ob das die Führungspositionen in einem Millionen-Unternehmen ist oder die der fürsorglichen Mutter, die als Hausfrau zuhause den Zusammenhalt der Familie wahrt. Schlimm ist es, wenn der vermeintlich gute Platz, den man gefunden zu haben scheint, sich später als etwas darstellt, welches eben nicht dem Erhofften gleichkommt. In „Lackschaden“ von Autorin Susanne Fröhlich geht es um solch eine Suche nach dem richtigen Platz und ebenso um die Erkenntnis, dass der bisherige der falsche ist.

Die Aufnahmen für das Hörbuch übernahm die Autorin gleich höchstpersönlich und wahrscheinlich ist es auch nur ihr möglich, die eigens kreierte Akteurin Andrea Schnidt mit der richtigen Authentizität zu verkörpern. Diese ist Mutter, Hausfrau, Ehefrau und Schwiegertochter. Alles schien einst ihr richtiger Platz, doch mittlerweile kommt sie ebenso wenig an ihre Kinder heran wie auch an den Mann, der lieber Golf spielt. Der Schwiegervater will sie stets als Ansprechpartner und so wirklich das Richtige scheint auch der Nebenjob in der Werbefirma nicht zu sein. So hat sie die Nase gestrichen voll und will nicht länger Putzfrau, Trostspenderin, Köchin oder Chauffeurin spielen. Sie will mal wieder etwas vom Leben haben.

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Gespannt warten viele ihrer Fans auf das nächste einfühlsame Werk der jungen Autorin Cecelia Ahern, die der Welt mit ihrem Besteller „P.S. Ich liebe dich“ eine überaus erfolgreiche Vorlage für eine Hollywood-Verfilmung präsentierte. Die herzzerreißende Abschiedsformel jeden Briefes, als Liebesbeweis aus dem Jenseits, rührte Leser wie Kinobesucher gleichermaßen. Auch ihre anschließenden Veröffentlichungen erreichten eine große Leserschaft und bestachen durch viel Gefühl und philosophische Fragen, die das Leben mitunter aufwirft.

 

Ihr neues Werk trägt den Titel „Solange du mich siehst“ und beinhaltet, eigentlich untypisch für sie, zwei Kurzgeschichten. Diese sind zwar thematisch ähnlich beseelt wie ihre Vorgänger, entführen aber in andere, etwas düstere Gefühlswelten. In der ersten Erzählung, „Das Lächeln der Erinnerung“, erfährt man von der Erfindung eines Mannes, die in der Lage ist, schlechte Erfahrungen aus dem Verstand zu löschen. Der zuerst vermutete Segen dieser Maschine entwickelt sich jedoch zum auferlegten Fluch. Noch schauriger wird es dann im zweiten Beitrag „Das Mädchen im Spiegel“, in dem Ahern die Protagonisten, innerhalb von zwei Zeitschienen, durch die gruseligen Winkel eines alten Hauses schickt. Beide Geschichten beschreiben die Bedeutung der Vergangenheit und stellen eine hypothetische Beeinflussung der eigenen Zukunft kritisch in Frage.

Zauberhaft wie immer nimmt Cecelia Ahern ihre Leser an die Hand, erzählt, erklärt und tröstet zuweilen, aber verzichtet dabei auf eine unangemessene Sentimentalität. Die atmosphärische Vorstellung der professionellen Stimmen von Luise Helm und Heikko Deutschmann erklärt gerade das Hörbuch zur stimmungsvollen, alternativen Freizeitbeschäftigung, die man guten Gewissens empfehlen kann.

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Rudi Assauer – Wie ausgewechselt

Karsten Runge

3.Februar
2012

Schwere Krankheiten sind immer ein Schicksalsschlag – sowohl für die Betroffenen, als auch für ihre Familien und Freunde. Wenn es sich dann noch um eine unheilbare Krankheit handelt, bleibt vielen nur der Weg in die Depression oder durch endlose Therapieversuche. Wenn so ein Betroffener dann zusätzlich im Fokus der Öffentlichkeit steht, ist eine Diagnose wie Alzheimer ganz besonders verheerend. Rudi Assauer, ehemaliger Manager des FC Schalke 04 und kontroverse Lichtgestalt des deutschen Fußballs, hat dieses Schicksal ereilt. Doch statt zu resignieren, hat Assauer ein Buch geschrieben und beschreibt darin seine Gedanken und den Umgang mit der Krankheit, die ihn zunehmend einschränken wird.

Das fertige Werk trägt den Namen „Wie ausgewechselt“ und entstand in Zusammenarbeit mit Patrick Strasser, der Rudi Assauer während seiner Krankheit begleitet und diverse Interviews mit ihm geführt hat. Hier nimmt der Mann mit der Zigarre kein Blatt vor den Mund und berichtet vom schleichenden Verlauf der Krankheit, dem Gefühl, seinen eigenen Gedanken nicht mehr trauen zu können und dem Umgang mit seinen Mitmenschen, die ihn während der vergangenen Monate und Jahre begleitet haben. Heraus gekommen ist ein anrührendes Buch von einem Mann, der noch vor wenigen Jahren im Fußball und in der Werbung mitgemischt hat und sich nun gefasst und bodenständig auf das unvermeidliche Verblassen vorbereitet.

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Zug um Zug

Thorsten Karras

11.Januar
2012

Wenn zwei politische Schwergewichte, noch dazu aus verschiedenen Perioden, wie Peer Steinbrück und Helmut Schmidt aufeinandertreffen, ist das schon für sich genommen außergewöhnlich. Noch besser ist allerdings der Dialog in den beide in dem Hörbuch: “Zug um Zug” treten und versuchen eine gewisse Struktur in aktuelle Debatten zu bringen, ohne diese allzu oft zu bewerten.

In einer Art Zwiegespräch (obwohl sie oftmals der gleichen Meinung sind) beleuchten die beiden Herren zurückliegende als auch aktuelle Ereignisse. So geht es zunächst um die persönlichen politischen Wege, wobei insbesondere seitens Schmidt Missbilligungen zu hören sind. Auch die geopolitische Lage, bspw. zu Russland & Polen oder zum Nahen Osten wird aufgegriffen und dabei ermahnt ein äußerstes Fingerspitzengefühl seitens der Regierung an den Tag zu legen.

Doch man gibt auch eigene Versäumnisse zu, wie das Ignorieren der Integrationsproblematik, die laut Steinbrück, viel früher von der SPD hätte angesprochen werden müssen und nicht erst durch Thilo Sarrazin zum Thema werden musste. Auch hier bemüht man sich, auch wenn Namen genannt werden, sachlich zu bleiben.

Selbstverständlich wird auch über die aktuelle Finanzkrise gesprochen, ohne hier allerdings konkrete, oder gar neue Lösungen zu präsentieren. Vieles kennt man so schon.

In dem Buch geht es jedoch auch nicht um das präsentieren von fertigen Konzepten. Vielmehr soll ein fundiertes Hintergrundwissen vermittelt werden, um neuartige Entwicklungen besser einschätzen zu können. Und das ist gelungen!

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Ja, aber…

Thorsten Karras

21.Dezember
2011

Eines vorweg: Das Hörbuch: Ja, aber ist nichts für zwischendurch oder zum nebenbei reinhören. Hier ist Konzentration gefragt und die Inhalte sind sehr tiefgründig, so dass man hier ungestört und vor allem nicht abgelenkt reinhören sollte.

Leila Kühne de Haan hat unsere Alltagssprache untersucht und prägnante wie einfache Methoden entwickelt, wie man seine Sprache und damit sein Denken und Handeln verbessert. Es sind, wie so oft, die kleinen Dinge im Leben an denen man arbeiten muss. Das allseits beliebte „aber“ ist ein solch kleines Wort, mit enormer Sprengkraft. Eigentlich mag man ja etwas, aber…Und schon ist alles futsch. Es sind diese vermeintlichen Kleinigkeiten, auf die uns die Autorin in unserer Sprache hinweist. Sie sensibilisiert in einfachen und nachvollziehbaren Praxisbeispielen, wie wir unsere Sprache und damit letztlich unsere Einstellung ändern können und uns nicht um Kopf und Kragen reden.

Die Aufteilung in Kapitel ermöglicht dem Zuhörer auch gedanklich die Themen voneinander zu trennen und macht das Folgen leichter.

Die Sprecherin Katja Schild macht einen ausgezeichneten Job und hat eine sehr angenehme Stimme.

Das hier vorgestellte Hörbuch ist Vol. 1 und eine gekürzte Fassung zum gleichnamigen Buch. Wer den gesamten Inhalt hören möchte, muss sich zudem Vol. 2 besorgen, was in jedem Fall meine Empfehlung wäre!

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Ja, aber…: Die heimliche Kraft alltäglicher Worte und wie man durch bewusstes Sprechen selbstbewusster wird. Das ist ein ungewöhnlich langer Titel für ein ungewöhnliches Buch. Die Autorin Lelia Kühne de Haan hat aber auch nichts Geringeres im Sinn, als Ihre Denkmuster zu beeinflussen. Da darf man sich schon einmal einen längeren Titel aussuchen.

In ihrem Buch geht es darum, alltägliche Wörter zu durchleuchten, bzw. ihnen auf den Grund zu gehen. Der Ansatz ist dabei ein leichter. Unser Denken beruht auf den Wörtern. Sind diese falsch gewählt, kann auch das Denken nicht funktionieren und man dreht sich im Kreis. Wer daher mit Problemen zu kämpfen hat, sollte die Wörter hinterfragen, mit denen er diese beschreibt. Soweit, so logisch.

Zum einen ist dieses Buch sehr flott und flüssig, bisweilen sogar amüsant geschrieben, was es dem Leser ermöglicht, am Ball zu bleiben. Aber lassen Sie sich nicht täuschen! Der Kern dahinter bedarf eines tiefergehenden Verständnisses. Ganz klar haben wir es hier mit einem Buch aus der Kategorie Ratgeber/Lebenshilfe zu tun und wer einfach nur durchliest und das Buch anschließend weglegt, verschwendet ein großes Potential.

Man sollte sich mit dem hier Vorgestellten wirklich auseinandersetzen und sich selbst hinterfragen. Dann wird einem die Chance erst gewahr, die man hier geboten bekommt.

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Kopf schlägt Kapital – Hörbuch

Thorsten Karras

4.Oktober
2011

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, ein Unternehmen zu gründen oder bisher immer wieder eine eigentlich gute Idee verworfen haben, weil Sie Angst vor den bevorstehenden Schwierigkeiten und Risiken hatten, die man als Selbstständiger trägt, könnte dieses Buch Ihr Leben verändern. Zugegeben, das ist sehr polemisch, im besten Fall aber schlichtweg wahr.

Wir lesen ständig von den schlechten Aktienwerten, fallenden Kursen, sinkenden Beschäftigungszahlen und der unterdurchschnittlichen Quote an selbstständigen Unternehmen in Deutschland. Zu viel Bürokratie, zu viele finanzielle Hindernisse etc. Da verlässt einen schnell der Mut. Günther Faltkin schafft es, mit seinem Hörbuch Kopf schlägt Kapital: Die ganz andere Art ein Unternehmen zu führen eine ganz neue Sicht auf die Dinge zu geben.

Sie müssen kein Betriebswirtschaftler oder ausgebildeter Akademiker sein, um erfolgreich ein Unternehmen zu gründen. Sein Erfolgsrezept: Halten Sie zunächst an der Grundidee fest und präsentieren Sie den ihr zu Grunde liegenden Vorteil dem Kunden auf eine einfache Art und Weise. Für alles andere gibt es bereits Experten, die besser und billiger sind. Kaufen Sie Know-How ein und konzentrieren SIE sich auf das Wesentliche. Klingt doch eigentlich plausibel, oder?

Der Mann spricht aber nicht nur in Phrasen. Sein Projekt „Teekampagne“ ist mittlerweile der größte deutsche Teeimporteur, der Mann weiß also, wovon er redet. Ein Hörbuch, das Jungunternehmern neue Hoffnung und Mut schenkt. So etwas können wir gebrauchen!

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