Pünktlich zum 60. Geburtstag der BRD ist ein Hörbuch auf den Markt gekommen, dass einen Einblick in 60 Jahre Politik und Zeitgeschehen verschafft. Wer so etwas wie die hochpreisende Zusammenfassungen erwartet, die der BRD huldigen, wird hier enttäuscht. Stattdessen hat Jürgen Roth hier ein bissiges Werk geschaffen, das Politik von seiner natürlichen, wenn auch verleugneten Seite zeigt.
Oft wird von Politikern schon während der eigentliche Rede vergessen, was man eigentlich sagen wollte. Und so muss man sich als Zuhörer fragen, ob der betreffende nicht schon an einer ernst zu nehmenden Demenz leidet. Reden von Politikern aus allen Dekaden des Bundestages, verquickt mit viel Zeitgeschichte offenbart nur eines: Der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung ändern kann.
Das Hörbuch: „Mit Verlaub, Herr Präsident“ ist gespickt mit Reden und Zitaten, welche durch bissige Kommentierung ins Zeitgeschehen eingeordnet und so erst richtig verstanden werden. Ja, Politiker verstehen es wie kaum eine anderes Berufsfeld das Gesagte in brillant, blendender Weise wiederzugeben. Die 3 Stunden kommen einem dann auch weniger wie ein Streifzug, sondern mehr wie eine Rallye durch die Geschichte der BRD vor. Wie soll man auch 60 Jahre mal eben komprimieren? Nichts desto trotz werden fast alle wichtigen Ereignisse der Vergangenheit aufgegriffen und behandelt. Beim Hören fällt dann allerdings auch eine maskuline Dominanz auf, der sich der Autor jedoch nicht versperren konnte, war Politik doch lange eine reine Männerdomäne. Bisweilen wünscht man sich beim Hören auch heute noch Politiker die auch mal sagen, wo vor zwanzig Jahren niemand ein Blatt vor den Mund genommen hätte.
Der aufmerksame Leser wird sich nun vielleicht denken, er wäre hier in einem Bildungsmarathon und in der Tat, der Gedanken ist nicht ganz abwegig, wenn man den vorherigen Artikel in Bezug zu diesem setzt. Auch hier soll nun die Bildung in der Vordergrund gerückt und ein wenig Kultur gepriesen werden. Man kann den Wert von
Ein schwarzer Schwan war vor noch nicht all zu langer Zeit undenkbar. Man war der festen Überzeugung, dass es auf der Welt nur weiße Schwäne gibt. Dieses „Weltbild“ wurde allerdings eines Tages erschüttert, als man schwarze Schwäne in Australien entdeckt hat. Ein solches unvorhergesehenes Ereignis nennt man seit dem einen schwarzen Schwan. In der Wissenschaft wird diese Metapher seitdem für aufgestellte Theorien verwendet. Sie besagt, dass eine Theorie nur so lange gültig ist, bis sie falsifiziert wird. Mit anderen Worten, man kann Tausende von weißen Schwänen finden, ist auch nur ein schwarzer Schwan darunter hat die Theorie: „es gibt nur weiße Schwäne“ keine Gültigkeit mehr.
Vielen wird Richard David Precht mittlerweile aus seinem Bestsellererfolg: „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ bekannt sein. Sein schöner Schreibstil vermochte damals eine Philosophieaversion zu durchbrechen und zu einer kleinen Affinität umzukehren. Dieses Mal wagt sich der Autor an ein Gebiet, das wohl jedem selbst bekannt sein dürfte, die Liebe. Doch keine Angst, dies wird keiner der vielen erwerblichen Ratgeber, die unser Leben so viel besser machen sollen, oder eine Partnerschaft retten müssen. Viel mehr nähert sich Precht dem Thema mit einer wissenschaftlichen Distanz, schafft es jedoch durch eingebaute Anekdoten von einer allzu sachlichen Herangehensweise abzukommen. Nichts desto trotz wird die Liebe und ihre Existenz hier von verschiedenen Seiten geprüft, so z.B. einer psychologischen, einer biologischen, oder soziologischen Komponente. Das Thema wird also rundum beleuchtet und soll so eine gewisse Klarheit schaffen.
Schon an anderer Stelle habe ich den geneigten Zuhörer dazu ermutig, sich dem
Niccolo Machiavellis „
Wie kann man selbst Kindern vom Faszinosum Weltall erzählen? Wie schafft man Interesse für so abstrakte Dinge, wie schwarze Löcher, oder einer Supernova zu wecken? Ist es gar ein völlig sinnloses Unterfangen und zum Scheitern verurteilt? Mitnichten, denn Stephen Hawking schafft es erneut sein geballtes Wissen so vorzutragen, dass selbst Laien ihm folgen können und in die weiten Fernen eintauchen. Dabei hilft ihm dieses Mal seine Tochter Lucy über das reine Erzählen von Sachverhalten hinaus zu gehen und gemeinsam spinnen seine eine Geschichte rund um George und seinem Schwein. Alles fängt mit einem Loch im Garten und einem ausgebüchstem Schwein an und endet mit einem Ritt auf dem Kometen. Das Hörbuch: „