...entführen dich in eine andere Welt

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2.März
2012

Cecelia Ahern: „Solange du mich siehst“

Benjamin Jendro

Gespannt warten viele ihrer Fans auf das nächste einfühlsame Werk der jungen Autorin Cecelia Ahern, die der Welt mit ihrem Besteller „P.S. Ich liebe dich“ eine überaus erfolgreiche Vorlage für eine Hollywood-Verfilmung präsentierte. Die herzzerreißende Abschiedsformel jeden Briefes, als Liebesbeweis aus dem Jenseits, rührte Leser wie Kinobesucher gleichermaßen. Auch ihre anschließenden Veröffentlichungen erreichten eine große Leserschaft und bestachen durch viel Gefühl und philosophische Fragen, die das Leben mitunter aufwirft.

 

Ihr neues Werk trägt den Titel „Solange du mich siehst“ und beinhaltet, eigentlich untypisch für sie, zwei Kurzgeschichten. Diese sind zwar thematisch ähnlich beseelt wie ihre Vorgänger, entführen aber in andere, etwas düstere Gefühlswelten. In der ersten Erzählung, „Das Lächeln der Erinnerung“, erfährt man von der Erfindung eines Mannes, die in der Lage ist, schlechte Erfahrungen aus dem Verstand zu löschen. Der zuerst vermutete Segen dieser Maschine entwickelt sich jedoch zum auferlegten Fluch. Noch schauriger wird es dann im zweiten Beitrag „Das Mädchen im Spiegel“, in dem Ahern die Protagonisten, innerhalb von zwei Zeitschienen, durch die gruseligen Winkel eines alten Hauses schickt. Beide Geschichten beschreiben die Bedeutung der Vergangenheit und stellen eine hypothetische Beeinflussung der eigenen Zukunft kritisch in Frage.

Zauberhaft wie immer nimmt Cecelia Ahern ihre Leser an die Hand, erzählt, erklärt und tröstet zuweilen, aber verzichtet dabei auf eine unangemessene Sentimentalität. Die atmosphärische Vorstellung der professionellen Stimmen von Luise Helm und Heikko Deutschmann erklärt gerade das Hörbuch zur stimmungsvollen, alternativen Freizeitbeschäftigung, die man guten Gewissens empfehlen kann.

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