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23.Mai
2012

Cody McFadyen – Der Todeskünstler

Benjamin Jendro

Cody McFadyen ist nicht gerade dafür bekannt, romantische Geschichten über küssende Pärchen in Schmetterlingswolken zu schreiben. Seine Themenwahl ist morbider, grausamer und auch perverser Natur. Die psychisch kranken Serienmörder haben es ihm angetan und auch seine Geschichte „Der Todeskünstler“ hat sich einem besonders brutalen Vertreter dieser Gattung Mensch angenommen.

Smoky Barrett, ihres Zeichens FBI-Agentin, hat ihre vielen Traumatas in unzähligen Alpträumen verarbeitet. Kein Schicksal, das ihr nicht widerfahren wäre: Von der Vergewaltigung bis zum Tod ihres Kindes und Mannes ist ihr alles passiert, was andere Menschen in den Abgrund reißen würde. Sie ermittelt wieder und wird gleich beim ihrem ersten Fall an ihr eigenes Drama erinnert. Ein 16jähriges Mädchen verlangt nach dem Tod ihrer Eltern ausschließlich nach ihr. Am Einsatzort angekommen findet sie den verängstigten Teenager direkt neben den Leichen. Schnell erfährt Barrett, dass der Mörder bereits andere aus dem Umfeld des Mädchens bestialisch ermordet hatte. Der höhere Sinn dahinter sei die Erschaffung eines neuen Kunstwerks – Die gebrochene, in den Wahnsinn getrieben Seele eines Kindes. Der letzte Pinselstrich ist der Tod es Mädchens, den Smoky Barrett mit aller Macht verhindern will.

Man findet keine Worte für das Ausmaß der blutrünstigen Beschreibungen McFadyens. Ähnlich einem handlungsarmen Splatterfilm werden auch hier eher Schockmomente produziert, als authentische Charaktere beschrieben. Um dieses Buch als „gut“ zu befinden, muss man wirklich Genre-Fan sein – darüber tröstet nicht mal Franziska Pigulla hinweg, die sich durch fast sieben Stunden Mord und Totschlag quält. Wer´s mag…!?

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