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27.Januar
2012

Das Alphabethaus von Jussi Adler-Olsen

Benjamin Jendro

Jussi Adler-Olsen, der gefeierte Krimi-Autor, weiß nicht nur in seinem Heimatland Dänemark zu überzeugen, sondern hat auch hierzulande mit seinen Thriller-Bestsellern eine große Fangemeinde bekommen. In seinem neuesten Werk „Das Alphabethaus“ erzählt er die Geschichte von zwei englischen Fliegern, die am Ende des Zweiten Weltkrieges über Deutschland abgeschossen werden und sich im Feindgebiet durchschlagen müssen. Die beiden sind seit Kindesbeinen an befreundet und beschließen, um nicht in Kriegsgefangenschaft zu geraten, sich im Feindesland in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen und vorzugeben, zwei vom Krieg traumatisierte deutsche Offiziere zu sein. Doch die Geschehnisse, die die beidem im „Alphabethaus“ miterleben und die Tatsache, sich ständig verstellen zu müssen, nagen tatsächlich an ihren Psychen und stellt ihre Freundschaft auf eine harte Probe.

Hier wird dem Leser bewusst, dass es sich in „Das Alphabethaus“ um weit mehr als nur eine Kriegsgeschichte dreht. Der Roman beschreibt die Themen Freundschaft, gemeinsames Leiden, menschliches Versagen und die Grenze, an der man bereit ist, die eigene geistige Gesundheit vor eine lebenslange Freundschaft zu stellen. Adler-Olsen stellt im Nachwort zu seinem Roman auch dar, inwieweit die Tätigkeit seines Vaters als Psychiater in einer psychiatrischen Klinik ihn und seine Kindheit beeinflusst hat. Die authentische Darstellung von psychisch kranken Personen konnte ihm aus diesem Grund umso besser gelingen.

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