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5.Februar
2013

Das Nibelungenlied

Benjamin Jendro

Das NibelungenliedEs ist eine der ältesten Erzählungen unseres Landes und gleichzeitig eine, die jede Menge Geheimnisse bewahrt. Noch heute, mehr als 700 Jahre nachdem „Das Nibelungenlied“ erstmals zu Papier gebracht wurde, begeben sich zahlreiche Menschen auf die Suche nach dem legendären Schatz der Nibelungen. Einst hatte Drachentöter Siegfried nach einer mörderischen Verschwörung durch die Hand Hagens dem Tod ins Auge blicken müssen. Aus Angst vor dem Fluch, der auf dem von ihm gefundenen Schatz lag, schüttete der Mörder das Gold in den Rhein. Wo genau, das weiß niemand, so dass der Mythos des so genannten Rheingoldes noch immer zu den größten Rätseln unseres Landes zählt.

Ein Held, der an seinem Ruhm stirbt

Siegfried ist zu Beginn der größten aller deutschen Volkserzählung die zentrale Gestalt. Er besiegt einen schrecklichen Drachen und sichert sich einen gigantischen Schatz. Nach dem Todesstoß badet er im Drachenblut, das seinen ganzen Körper unverwundbar macht. Ein herabfallendes Lindenblatt jedoch verdeckt eine Stelle an seiner Schulter, so dass es für den neidischen Hagen eine Möglichkeit gibt, den Held dem Erdboden gleich zu machen. Siegfried aus Xanthen stellt sich in den Dienst König Gunthers und ehelicht dessen Schwester Kriemhild. Er hilft ihm beim Brauterwerb der Walküre Brünnhilde und ist ihm auch ansonsten sehr ergeben. Doch Gunther ist schwach und offen für neidische Stimmen, die ihn zum Tod des Helden ermuntern. Hagen nutzt die Gunst der Stunde und erhält von der Gattin, die den perfiden Plan nicht durchschaut, den entscheidenden Hinweis auf Siegfrieds Schwachstelle.

Eine Rache, die keine Grenzen kennt

Es ist Kriemhild, welcher der komplette zweite Teil gewidmet ist. Getrieben vom Hass und einer immensen Rachelust vertreibt sie Hagen zunächst aus dem Königreich und verfolgt ihn in der Folge bis an das Ende der vorhandenen Landkarte. Unterwegs sichert sie sich unterschiedliche Hilfe. Da auch der Mörder genügend Kampfbereite für sich begeistern kann, fallen scheinbar Unbeteiligte zu Haufe dem Tode zum Opfer. Sprecher Rolf Boysen, der auch der „Ilias“ seine Stimme lieh, versinnbildlicht die Szenerie in Perfektion. So werden wir als Zuhörer direkt in das Geschehen eingebunden und können die Gefühle und Emotionen der einzelnen Protagonisten in jeder Zeile mitfühlen. Über allem jedoch schwebt das ewige Mysterium des größten heute noch verborgenen Schatzes.

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