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7.Januar
2011

Der Nobelpreis – Andreas Eschbach

Benjamin Jendro

Andreas Eschbach ist mittlerweile zur Crème de la Crème der deutschsprachigen Autoren zu zählen. Ich selbst bin erst kürzlich auf ihn aufmerksam geworden, indem ich sein Buch Billionär gelesen habe. Und obwohl das im ersten Moment nicht unbedingt der Lesestoff ist, der zu meinem Repertoire gehört, hat mich seine Art zu schreiben und komplexe Vorgänge einfach zu schildern fasziniert. Mit „Der Nobelpreis“ schafft es Eschbach einen Roman zu schreiben, der zwar hier und da etwas konstruiert ist, dennoch realitätsnah wirkt und eine interessante Frage aufwirft: Wann wird jemand käuflich?

In der Story geht es um einen der Juroren für den Medizinnobelpreis. Er wird unter Druck gesetzt für eine bestimmte Kandidatin zu stimmen und als auch noch seine über alles geliebte Tochter entführt wird, lässt er all seine Beziehungen spielen um Forsberg aus dem Gefängnis zu holen, da dieser aufgrund seiner Vergangenheit wohl der Einzige ist, der ihm nun noch helfen kann. Genau hier bekommt die Geschichte einen interessanten Erzählbruch, da die Perspektiven gewechselt werden.

Die Geschichte beruht zudem zum Teil auf einem Verdachtsfall aus 1986, als der Medizinnobelpreis nicht ganz ohne Proteste an die Neurobiologin Rita Levi Montalcini verliehen wurde. Man vermutete massive finanzielle Einflussnahme seitens eines Pharmakonzerns.

Spannender Roman mit einer sehr interessanten Thematik.

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