...entführen dich in eine andere Welt

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13.Oktober
2010

Die Enden der Welt

Benjamin Jendro

Roger Willemsen tritt in seinem Buch Die Enden der Welt als eine Art Reiseführer auf. Er entführt Sie literarisch an die entlegensten Orte unserer Erde – vom Nordpol nach Südafrika oder in den Himalaya. Viele, wenn nicht gar alle seiner Orte haben einen gewissen Endzeitcharakter und beschreiben ein Ende.

Dabei sind die Enden manchmal symbolisch, oder auch zum Greifen nahe. Das Ende einer Bahnfahrt, das Ende von Land und der visuelle Einsturz der Wassermassen. Aber auch das Ende vom Leben, zumindest dem Leben davor und die Neugeburt. Ein Neubeginn. Willemsen ist oft nachdenklich, ernst, bis hin zu philosophisch. Dabei vergisst er jedoch nicht, humorvoll aufzutreten und große Gefühle zu transportieren. Der Neubeginn, bei all den Enden, ist ihm wichtig und er kanalisiert damit Hoffnungen und Ängste unserer Gesellschaft. Hin und wieder zeigt er sogar Auswege.

Die Enden der Welt ist kein Krimi und wohl auch nicht unbedingt als abendliche Unterhaltung im klassischen Sinne gedacht. Es ist tatsächlich ein Führer zu entlegenen Welten, ein Ausbruch aus dem Alltag und wer sich an die anspruchsvolle Sprache des Autors gewöhnt hat, wird in ihr schwelgen und sich daran bereichern.

Eine Biografie des Autors, in der sich der Leser wohl nur allzu gerne wiederentdeckt und, wenn auch nur für kurze Zeit, ein anderes Leben führen kann.

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