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23.März
2011

Die Mutter des Erfolgs – Amy Chua

Benjamin Jendro

Seit seiner Veröffentlichung hat das Hörbuch Die Mutter des Erfolgs – Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte etliche Kontroversen angezettelt. Amy Chua beschreibt darin, wie sie mit Drill und hartem Einsatz ihre Kinder dazu brachte, auch gegen ihren Willen Klavier und Geige zu spielen. Es handelt auch von dem östlichen Prinzip der Pädagogik gegen das westliche.

Schon im Vorwort wird deutlich, dass die Autorin nicht viel von westlichen Lehrmethoden hält. Obwohl das Buch gegen Ende deutlich macht, dass sie mit ihrem harten Vorgehen bei der jüngeren Tochter keinen Erfolg hat und diese sich im Teenageralter vollends gegen sie auflehnt, hält Chua daran fest. Die „chinesische Disziplin“ ist besser und der Westen wird früher oder später daran zugrunde gehen. Diese Aussage allein sorgt natürlich schon für jede Menge Zündstoff und ich kann mir regelrecht vorstellen, wie Mütter beim Hören dieses Buches in Rage geraten.

Erzählt wird die Geschichte der beiden Töchter und wie ihre Mutter sie täglich stundenlang dazu zwingt, ihre Übungen zu machen. Die ältere Tochter wird auch tatsächlich sehr berühmt am Klavier. Ihre Methoden bei Ungehorsam, schlechten Noten (dazu zählt eine 1-) und weiteren Verfehlungen: Stofftiere verbrennen, beschimpfen und Essensverweigerung.

Spätestens hier gehen bei den meisten Menschen wohl die Warnlichter an. Zu hinterfragen bleibt auch, was von dem Geschilderten tatsächlich so eintrat und ob ihre Tochter bspw. tatsächlich mit 3 Jahren Sartre gelesen hat.

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