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3.September
2015

E. L. James – Grey

Benjamin Jendro

James - GreyWenn man über die besonders erfolgreichen Bestseller der letzten Jahre sprechen möchte, führt kein Weg an der erotischen Werkreihe von E. L. James vorbei. Selbst, wer sich nicht für Lektüre aus diesem Genre begeistern kann, muss eingestehen, dass die einzelnen Bände von „Fifty Shades of Grey“ omnipräsent in den Bücherregalen lagerten. Man sprach über den Inhalt und selbst jene, die die Werke gar nicht gelesen haben, taten es. Mit der Verfilmung wurden dann noch mehr Menschen in den Bann gezogen. Letztlich basiert der Erfolg von „Fifty Shades of Grey“ darauf, dass endlich kulturell über etwas gesprochen wurde, das bisher als nicht thematisierbar galt. Klar, dass sich Fans der Reihe da nicht mit dem letzten Band zufrieden geben wollten. E. L. James gibt ihnen mit „Grey“ den ersehnten Nachschub und ließ nun auch mal den Herren der Zunft zu Wort kommen.

Christian Grey spricht über seine Beziehung

Er, der durchtriebene Karrierekerl, der sich Frauen aussuchen kann, damit aber letztlich nicht glücklich wird. Sie, das junge, noch naive Ding, das zu ihm aufschaut und sich von ihm physisch wie psychisch fesseln lässt. Rein oberflächlich sind Christian Grey und Ana Steele von Grund auf verschieden. Doch es ist genau diese Konstellation, die auch ihn begeistert. Dieses junge Rehkitz, noch unerfahren und teilweise weltfremd verfällt seinem Charme und er letztlich ihrem. Sie gibt ihm das, was ihm keine andere Frau geben kann und füllt genau genommen all seine Gedanken, Vorstellungen und Träume aus. In „Grey“ nun bekommt der Zuhörer auf mehr als 18 endlich in den Genuss seiner Empfindungen.

„Grey“ ermöglicht ganz neue Einblicke

Bisher haben Fans der „Fifty Shades of Grey“ die prickelnde Beziehung von Ana und Christian nur aus ihrer Perspektive zu hören bekommen. In „Grey“ nun wird die Reihe sinnvoll ergänzt. Hörbuch-Sprecher Martin Kautz verleiht den Worten des Protagonisten den richtigen Klang und offenbart damit auch jenen Kummer, der in ihm lodert. Die zentrale Frage dieses Nachfolgewerkes besteht darin, ob Christian mit Anas Hilfe die eigene Vergangenheit hinter sich lassen kann. Ist sie der Schlüssel, um den Schrecken, der ihn noch im Erwachsenen belastet, endlich hinter verschlossene Türen zu bringen? „Grey“ beantwortet diese Frage und gibt E. L. James Bestsellerreihe eine Komponente, die das Gesamtkunstwerk erweitert. Wobei der erotische Grundtonus natürlich weiterhin zentrales Element ist.

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