...entführen dich in eine andere Welt

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27.April
2012

Edgar Wallace – Der Joker

Benjamin Jendro

Manche Menschen bekommen es einfach in die Wiege gelegt, diese Fähigkeit, andere mit den eigenen Worten zu berühren. Im Fall von Edgar Wallace ist es seit Urzeiten das Auslösen von Gefühlen wie Angst, Furcht und Spannung, was seine Kriminalgeschichten auszeichnet. Es ist schon verblüffend, wie die Ideen eines Mannes, der seit nunmehr über 80 Jahren nicht mehr auf einer Welt verweilt, die zunehmend grausamere Verbrechen kennenlernt, es noch immer schafft den dort lebenden Individuen einen Schauder in die Seele zu platzieren. Im Hörspiel von „Der Joker“ gelingt ihm dies einmal mehr, auch dank eines Protagonisten, der seine Brötchen auf clevere Weise ohne großes Dazutun verdienen möchte.

Er raubt weder einfachen Menschen noch großen Banken das Geld, dealt nicht mit Drogen oder hat seine Finger in anderen krummen Geschäften wie Prostitution und Glücksspiel. Seine große Einnahmequelle ist die eigene Autorität. Ganz nach großem Mafiavorbild will der Joker von jedem gedrehten Ding seinen Anteil haben. Jeder Ganove, der ihm das verweigert, bezahlt mit dem Leben. Alles, was die Ermittler Higgins und Lane dann bei den Leichen finden, ist eine Karte von Jolly Joker. Womöglich ist diese der einzige Weg, um dem Mörder das Handwerk zu legen, vielleicht aber auch dessen Vorliebe für schnelle schwarze Autos.

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