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13.September
2011

Ein Schnupfen hätte auch gereicht

Gisela

Gaby Köster
Vor dreieinhalb Jahren war Gaby Köster, eines der bekanntesten Gesichter der deutschen Comedy-Szene, plötzlich weg vom Fenster. Viel wurde über ihren Gesundheitszustand spekuliert, sogar ihr Tod wurde schon gemeldet. Ihr Management schwieg eisern und verbat sich alle Spekulationen, nun ist Gaby Köster selbst wieder ins Rampenlicht getreten und spricht über ihre Krankheit: Sie erlitt einen schweren Schlaganfall.

In ihrem Buch Ein Schnupfen hätte auch gereicht erzählt sie mit gewohnt großer Klappe und viel Herz von ihrem schweren Schicksal und dem Kampf zurück in ein einigermaßen normales Leben. Das Hörbuch zu ihrer Krankengeschichte hat die echt kölsche Schnauze natürlich selbst gelesen, und meine anfänglichen Bedenken, ob ich ihr stundenlang zuhören kann, haben sich bald zerstreut. Gerade dadurch, dass sie selbst zu Wort kommt, bekommt diese Lesung eine Authentizität und Frische, die den Hörer packt und miterleben lässt. Natürlich ist der Grundton in Kösters Geschichte ein sehr humorvoller, und ich musste immer wieder lachen und schmunzeln. Trotzdem berührt ihr Schicksal, und man kann nicht umhin, die Kabarettistin, die nicht aufgibt und ihre neue Chance im Leben nutzt, zu bewundern.

„Ich habe beim lieben Gott angeklopft. Er hat mich zurückgeschickt. Er wird schon wissen, warum. Ich bin auf einem guten Weg. Ich weiß zwar nicht, wohin er führt, aber das macht mir nichts. Es gibt keine Grenzen. Wer in den Himmel schaut, sieht keine Grenzen mehr.“

Starke Worte einer starken Frau. Man kann nur hoffen, dass Gaby Kösters Genesung weitere Fortschritte macht und ihre Geschichte anderen Menschen mit einem ähnlichen Schicksal Mut macht.

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