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23.Juli
2013

Ernest Hemingway – Der alte Mann und das Meer

Benjamin Jendro

Hemingway - Der alte Mann und das MeerOhne Frage gibt es einige Schriftsteller, bei denen man auf irgendeine unerklärliche Art und Weise hängenbleibt, ihre Werke reihenweise verschlingt. Nicht widerlegbar scheint mir auch die Tatsache, dass dies bei Ernest Hemingway nicht allein auf mich zutrifft. Hemingway, der Inbegriff eines Autors, der trotz fragwürdigem Lebenswandel beachtliche Lektüre für die Nachwelt bereitgestellt hat, ist nicht umsonst Literaturnobelpreisträger. Er ist eines der Aushängeschilder der Kurzerzählung-Welt und trieb das Genre mit seiner Überspitzung, dem Six-Word-Flash, quasi in den Wahnsinn. Der alte Mann und das Meer ist da im Vergleich schon ein wahres Mammutwerk. Gelesen bzw. gehört haben sollte man es in jedem Fall.

Eine Novelle, die viel über das menschliche Leben aussagt

Ernest Hemingway war bei seinem Tod 1961 gerade einmal so alt wie sein Jahrhundert, am vergangenen Sonntag wäre er 114 geworden. Insbesondere an derartigen Jahrestagen gedenkt man zurück an die Leistungen von großen Personen und in keine geringere Kategorie fällt der Whiskyliebhaber. Hauptgrund für den Nobel- und auch den Pulitzer-Preis war die Erzählung um das Schicksal des kubanischen Fischers Santiago. Dieser ist vom Alter gezeichnet, aber längst noch nicht gebrochen. Auf der Suche nach dem großen Fang begibt er sich allein auf seinem winzigen Ruderboot hinaus aufs Meer. Anfangs scheint der Ausflug nicht wirklich vielversprechend. Doch als er ein wahres Monstrum an den Angelhaken bekommt, scheint sich das Blatt zu wenden. Welch Glück das Leben einem einfachen Mann bereiten kann.

Eine Novelle, die schwer verdaulich ist

Es ist der Fang seines Lebens, doch Santiago scheitert genau daran. Nachdem er sich dem Tier mit all seiner Kraft entgegenstellte und es endlich besiegen konnte, beginnen die wahren Probleme. Wie soll er diesen gigantischen Fang nach Hause bringen? 84 Tage lang dauert seine Reise. Es gibt kaum einen, an dem er nicht etwas Neues versucht, um den Fang sicher wieder an die Küste zu fahren. Doch Haie und andere Tücken des Meeres verhindern einen positiven Ausgang, den jeder, der den drei Stunden Hörbuchfassung folgt, herbeisehnt. Santiago beendet seinen Ausflug ohne das, was zwischenzeitlich sein Besitz war und kehrt mit nichts als dem zurück, was ihm beim Reiseantritt gehörte.

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