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13.November
2015

Helmut Schmidt – Was ich noch sagen wollte

Benjamin Jendro

Schmidt - Was ich noch sagen wollteEr hat sein Leben lang gequalmt, viel Kaffee getrunken, Kautabak förmlich inhaliert. Es sind wahrlich nicht die gesündesten Methoden, sich bei Laune zu halten und dennoch hat Helmut Schmidt es geschafft, 96 Jahre auf dieser Welt zu leben. Ein Leben, das in dieser Woche beendet wurde und an das wir uns trotzdem noch lange zurückerinnern werden. Nach aktuellen Umfragen ist Dr. Wolfgang Schäuble, gestern mit einem Bambi geehrt, derzeit der beliebteste deutsche Regierungspolitiker. Helmut Schmidt ist einer der beliebtesten aller Zeiten. Der Hanseat stand stets zu dem, was er sagte und wenn er etwas sagte, dann hatte es immer Hand und Fuß sowie großes Aneckpotenzial. In „Was ich noch sagen wollte“ berichtet der Altkanzler von seinen großen Vorbildern.

Eine ganz persönliche Bilanz

Die Deutsche Presseagentur (dpa) resümierte, dass es sich bei „Was ich noch sagen wollte“ um „Eine ganz persönliche Bilanz“ handle und genau diese stand einem Mann wie Helmut Schmidt stets zu. Sein Verdienst für unser Land, seine politischen Leistungen und vor allem seine Persönlichkeit werden wir so schnell nicht vergessen. Das zeigt auch das enorme Medienecho, welches sein Tod in dieser Woche auslöste. Das Vorbild Schmidt erzählt im Werk, das in der fünfeinhalbstündigen Hörbuchversion von Hanns Zischler gelesen wird, von seinen individuellen Vorbildern. Er zeigt uns, welche Leute ihn geprägt, ihn zu einer der zentralen Säulen unserer politischen Historie geformt haben.

Helmut Schmidt – Ein Mann des Pragmatismus

Es mag den Zuhörer wenig verwundern, dass die Namen Cicero oder Marc Aurel fallen. Auch Helmut Schmidt war immer ein Mann, der für seine Ideale stand und der vorausging. Natürlich beschäftigte er sich als ein Mann von Welt später mit Kant oder Weber. Auch der Name Karl Popper fällt in „Was ich noch sagen wollte“, ebenso der des Konfuzianers Deng Xiaoping. Schmidt, der Politiker des Pragmatismus und der fest verankerten Grundorientierung, die sein Handeln lenkte. Auch die Begegnungen zur Schulzeit und selbstverständlich auch Loki haben ihn beeinflusst und zu einer der Lichtgestalten gemacht, an die man sich immer zurückerinnern wird, wenn es um die deutsche Nachkriegsgeschichte geht.

 

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