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21.September
2011

Jean-Christophe Grangé – Im Wald der stummen Schreie

Benjamin Jendro

Erneut möchte ich euch von einem Jean-Christophe Grangé-Hörbuch berichten. Im Wald der stummen Schreie erzählt die Geschichte dreier Frauen, die auf brutalste Weise ermordet wurden. Sie wurden nämlich nicht einfach nur umgebracht, sondern ausgeweidet und grausam zur Schau gestellt.

Die Untersuchungsrichterin Jeanne Korowa wird auf die Mordserie angesetzt und versucht den Täter mit allen Mitteln ausfindig zu machen. Dabei geht sie ab einem gewissen Punkt so weit, dass sie sogar private Mittel einsetzt, um ihm nach Südamerika zu folgen. An ihrer Seite ist das männliche Pendant eines wehleidigen Psychoanalytikers. Denn die typische Rollenverteilung von Mann und Frau wird hier nicht wiedergekäut.

Bestechend ist die Charakterdarstellung von Jeanne. Als knallharte Analytikerin mit einem unfehlbaren Gerechtigkeitssinn ist sie in ihrem Beruf ausgezeichnet. Privat hat sie jedoch mit einer Kaufsucht und anderen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Jedoch machen diese sie auch authentisch und geben das überzeugende Bild einer Frau ab, die man gerne persönlich treffen möchte.

In zwei Teile unterteilt, eine Handlung in Paris und die zweite in Südamerika, führt der Roman vor allem gekonnt durch die Winkel der französischen Hauptstadt. Die Story ist von vorne bis hinten durchdacht und benötigt keine künstlichen Wirrungen und Wendungen. Stimmig und spannend kommt es zum Showdown.

Herausragend ist auch die Sprechrolle von Andrea Sawatzki.

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