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16.März
2012

Jo Nesbø – Headhunter

Benjamin Jendro

Ein guter Thriller braucht einige gewisse Attribute, damit er den Leser auch wirklich berühren kann. Es bedarf einer Handlung, die man so oder in ähnlicher Form noch nicht woanders gelesen oder gehört hat. Außerdem einen charakteristischen Hauptprotagonisten, der zur Identifikation einlädt und einige gruselige Darstellungen bestimmter Szenen und Orte. In Perfektion hinbekommen haben das in den letzten Jahren vor allem Autoren aus Skandinavien. Vielleicht liegt es an der dortigen Kälte, eiskalt sind ihre Szenarien auf jeden Fall. Der Norweger Jo Nesbø macht da keine Ausnahme und so wird auch „Headhunter“ zu einem grandiosen Hörerlebnis mit absolutem Thriller-Faktor.

Von Johannes Steck gesprochen kann man Jo Nesbø zu einhundert Prozent spüren und anders als viele andere Thriller gilt das für die gesamte Zeit. Ohne Langeweile aufkommen zu lassen wird der Zuhörer auf die Fährte von Headhunter Roger Brown geschickt. Dieser berät jegliches Personal erfolgreich und genießt einen hohen Ruf in allen Wirtschaftskreisen. Er hat aber noch ganz andere Vorlieben und Stärken, von denen niemand weiß. Sein Fable für Kunstgegenstände jeder Art hat schon so manchem Klienten ein leeres Haus hinterlassen. Ähnlich soll es auch dem Niederländer Greve gehen, der einen lang verloren gedachten Rubens besitzt. Brown entwendet diesen, doch dieses Mal bleibt sein brillanter Coup nicht ohne Folgen.

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