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16.August
2010

Jo Nesbo – Headhunter

Benjamin Jendro

Jo Nesbo und Harry Hole sind eigentlich ein unschlagbares und vor allem unzertrennliches Gespann. Das hat sich wohl auch Jo Nesbo gedacht und wollte mal etwas Neues probieren. Also stellt er seinen Kommissar Hole zur Seite und widmet sich einem gänzlich neuen Metier. Als Headhunter ist Roger Brown ein gefragter und erfolgreicher Mann. Sein Wort ist Gesetz. Doch das Leben, das er und seine Frau führen, ist ein kostspieliges und da reicht das normale Einkommen nicht. Daher verdingt sich Brown nebenbei noch als Kunstdieb bei seinen Klienten.

Sein neuester Klient scheint dabei eine wahre Goldgrube zu sein, denn er hat einen Rubens und es könnte Browns größter und finaler Coup sein. Doch etwas geht schief und viel zu spät merkt Roger Brown, was genau das ist. Vom Jäger zum Gejagten.

Nesbo hat sicherlich gut daran getan, einmal abseits von Harry Hole ein Buch zu schreiben und er hat seine Sache auch nicht schlecht gemacht. Headhunter ist ein wahrer Pageturner, der den Leser immer auf Trab hält und selten zu Atem kommen lässt. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die evtl. besser hätten gelöst werden können. So sind überraschende Wendungen immer gut, wenn sie unglaubwürdig wirken, jedoch zweifelhaft. Die Szene der Headhunter ist gut, wenn auch z.T. überzeichnet dargestellt. Auch ein wenig Effekthascherei muss sich Nesbo vorwerfen lassen, wenn er einige Szenen schreibt, die wohl über das normale Maß hinausgehen.

Alles in allem aber ein sehr lesenswerter Roman, den man nicht so schnell aus der Hand legen will.

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