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27.März
2013

John Grisham – Home Run

Benjamin Jendro

Grisham - Home RunOhne Frage ist Baseball hierzulande kein allzu beliebter Sport. Natürlich schwingen sich auch in Deutschland einzelne Fans dazu auf, es den Idolen gleichzumachen und spielen das Spiel, welches in seiner Anlage zumindest ansatzweise an das gute alte Brennball aus der Schule erinnert. Dabei ist Baseball eine Sportart, die in anderen Ländern wesentlich mehr Zuspruch genießt, sogar im mächtigsten Land der Welt. Dort nämlich, in den Vereinigten Staaten von Amerika, verfügt es neben Football und Basketball über die Stellung, zu den Nationalsportarten zu gehören. Mit diesen wachsen die US-Amerikaner auf, sie werden durch das Spiel geprägt. So erging es auch dem durchaus erfolgreichen Autor John Grisham, der sich mit „Home Run“ nun seinen ganz individuellen Sportraum erfüllt.

Strafverteidiger auf Abwegen?

So ganz kann man das nicht sagen. Natürlich kennen wir den Autor John Grisham eher für seine filigran verfassten Justizthriller wie „Die Jury“. Da berichtete der studierte Jurist aus einem Bereich, der ihm bei der täglichen Arbeit des Öfteren begegnet ist. Er verstand also ganz genau, worum es dabei geht. Wer Grishams Biografie ein wenig durchleuchtet, erkennt aber auch, dass es beim Baseball im Grunde nicht anders um ihn steht. Er ist in seiner Familie mit Baseball aufgewachsen, hat, was die wenigsten wissen, für den Baseballfilm „Mickey“ das Drehbuch verfasst. Insofern scheint diese bewegende Geschichte um das junge Baseballtalent Joe Castle in einem ganz gewöhnlichen Licht.

Eine Karriere, die ihr jähes Ende findet

Bei besagtem Castle handelt es sich um ein junges, aber durchaus vielversprechendes Talent der Chicago Cubs. Nach einer Oberschenkelzerrung eines Teamkameraden bekommt er erstmals die Chance, die Bank zu verlassen und stattdessen auf dem Spielfeld seinen Mann zu stehen. Das gelingt ihm auf Anhieb blendend, in kürzester Zeit entwickelt sich Castle zum besten Spieler der Liga und bricht sämtliche Rekorde. Millionen Fans jubeln ihm nun zu, unter ihnen ist auch der elfjährige Paul. Das Werk bekommt seine Wendung als Pauls Vater Warren Tracey, selbst Profi, mit seinen New York Mets auf die Chicago Cubs trifft und seinem Kontrahenten die Karriere beendet. Dreißig Jahre später ist Tracey todkrank und sein Sohn versucht, nach drei Dekaden den Geschädigten um Verzeihung zu bitten.

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