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8.Oktober
2013

Jojo Moyes – Eine Handvoll Worte

Benjamin Jendro

Moyes - Eine Handvoll WorteSeien wir doch mal ehrlich, an Jojo Moyes kommt derzeit einfach kein Literaturfan vorbei! Ihre herzzerreißende Liebesgeschichte um das Schicksal von Lou und Will avancierte nicht umsonst zum internationalen Bestseller. Selbst jene, für die Liebesromane auf der Lese- bzw. Hörliste nicht ganz oben anzusiedeln sind, mussten anerkennen, dass die Britin es durchaus versteht, zu berühren. Das gelingt ihr im neuen Roman „Eine Handvoll Worte“ genau genommen sogar noch besser. Zu begründen ist das zum einen damit, dass die Geschichte eigenständig ist und nicht an ähnliche Werke wie „Ziemlich beste Freunde“ erinnert. Zum anderen aber ist der hohe Unterhaltungseffekt vor allem damit zu begründen, dass Moyes Zeiten miteinander verschwimmen lässt.

Eine Frau der Moderne findet eine Liebesgeschichte in der Vergangenheit

Journalistin Ellie ist auf der Suche nach einer neuen Story und trifft bei ihrer Recherche in einem Zeitungsarchiv mitten ins Schwarze. Bei ihrer Entdeckung handelt es sich um einen Liebesbrief aus den Sechzigern. In diesem bittet ein Unbekannter eine Frau, ihren Mann zu verlassen. In einer Zeit weit vor sexuellen Befreiung und den Studentenbewegungen wäre das ein wahrhaftig mutiger Schritt, schließlich hatten die Frauen da noch größtenteils das zu respektieren, was ihre Männer sagten und taten. Die angesprochene Jennifer Stirling aber scheint gar nicht einmal abgeneigt.

Die Suche nach dem Sinn des Lebens

In der Tat will sie ihren Ehemann Laurence verlassen und mit dem Mann, den sie wirklich liebt, durchbrennen. Doch, ehe es dazu kommt, passiert ein Unfall, der die Ausgangsituation verändert. Jennifer muss sich neu finden und wird mit brisanten Fragen, die auch heute noch aktuell sind, konfrontiert. Da Moyes die zwei Zeiten miteinander verbindet, wird das siebenstündige von Luise Helm gelesene Abenteuer für uns teilweise direkt in unsere Zeit transferiert. Dabei geht es um verpasste Chancen und falsche Entscheidungen, die in den seltensten Fällen irgendwann einmal rückgängig gemacht werden können.

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