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15.Januar
2013

Kate Mosse – Das verlorene Labyrinth

Benjamin Jendro

Mosse - Das verlorene LabyrinthDas Fernsehen hat in Bezug auf die Unterhaltung der Menschen einen bestimmten Vorteil – es genießt ein großes Interesse, weil man beim Fernsehen selbst nicht wirklich aktiv werden muss. So vermittelt es uns Werke und Geschichten, die bereits in anderen Medien Erfolge feiern konnten, aber eben nicht diejenige Aufmerksamkeit erreichten, die sie durch die Filmszenen einheimsen. Am gestrigen Abend zeigte Sat1 zur Prime Time eine Mittelaltererzählung, die heute ihr großes Finale feiern soll. In Tradition des historischen Mehrteilers schließt Macher Ridley Scott mit „Das verlorene Labyrinth“ direkt an die großen Ken Follett Produktionen an. Die literarische Vorlage aber ist ein weitaus interessanteres Thema.

In Verbindung zur einer früheren Zeit

Während die üblichen Mittelalterszenarien häufig auch nur im thematisierten Jahrhundert spielen, entführt uns die Autorin auf eine Zeitreise der ganz besonderen Art. Zu Beginn der 23-stündigen Hörbuchversion, die von Julia Fischer gesprochen wird, stoßen wir auf Alice Tanner. Von einer befreundeten Archäologin animiert, schließt sich die Britin einem Ausgrabungsprojekt  auf dem Boden Frankreichs an. Die Landschaft des Languedoc ist rein optisch gesehen ein absoluter Hingucker, leider nur bringen die bisherigen Grabungen wenig Ertragbares mit sich. Dies ändert sich durch einen Zufall, der Alice in eine Höhle führt. Dort entdeckt sie eine Wandmalerei, zwei Skelette und einen Altar, auf dem ein Ring ihre Aufmerksamkeit erlangt. Als sie diesen überstreift, verspürt sie ein merkwürdiges Gefühl und eine innige Verbindung zur 17-jährigen Alais, die knapp 800 Jahre vor ihr an gleicher Stelle weilte.

Geheimnisvolle Bücher, ein Geheimbund und ein Geheimnis

Natürlich geht es im Werk um das ewige Mysterium der Suche nach dem heiligen Gral. Was er wirklich ist und wo er verborgen liegt, können wir auch im Jahr 2013 noch nicht sagen. Gerade das aber sorgt für unsere anhaltende Faszination. Im Jahr 1209 übernimmt Alais die Verantwortung für drei heilige Bücher, da ihr Vater in den Krieg ziehen muss. Oberste Priorität hat dabei die Wahrung des Inhalts. So muss sich Alais gegen all jene wehren, die das Verborgene in ihren Besitz bringen wollen. Es scheint ihr zu gelingen, schließlich macht Alice im Werk das Gleiche durch, wohlgemerkt acht Jahrhunderte später. Allerdings wird diese Aufgabe nicht so leicht wie erhofft, denn auch sie muss sich fortan mit den Machenschaften eines skrupellosen Geheimbundes herumplagen.

 

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