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6.Januar
2015

Kazuaki Takano – Extinction

Benjamin Jendro

Takano - ExtinctionAsiatische Literatur mag ihre sonderbaren Elemente in sich tragen, unterhaltsam ist sie aber allemal. Bei den vielen interessanten Bestandteilen fragt man sich umso öfter, warum es Werke von Autoren aus diesem Kontinent hierzulande so schwer haben. Gut, man kennt einen Herren Murakami, aber können Sie noch viele weitere Vertreter der asiatischen Schreibkunst aufzählen? Den Namen Kazuaki Takano sollte man sich auf jeden Fall merken. Dieser hat nämlich zuletzt einen äußerst spannenden Thriller geschrieben, der nicht nur einen spektakulären Plot enthält, sondern definitiv Lust auf mehr macht. „Extinction“ heißt der internationale Bestseller, den Sprecher Sascha Rotermund Ihnen in satten 20 Stunden vorträgt.

Extinction – Worum geht es?

Kurz zusammengefasst könnte man den Inhalt von „Extinction“ in drei Worten darlegen – Ebola, Verschwörung, ultraspannend. Da diese Trias dem Werk und seinem Autor aber nur wenig gerecht wird, sollte man das Ganze etwas weitläufiger beschreiben. In „Extinction“ wird ein gewisser Jonathan Yeager von der US-Regierung in den Kongo geschickt, um einen tödlichen Virus im Keim zu ersticken. Dieser soll bei einem Pygmäenstamm ausgebrochen sein und Yeager soll ihn nach Möglichkeit komplett ausrotten. Im Dschungel angekommen, scheint er diesem Auftrag zunächst noch wohlgesinnt. Mit der Zeit aber erkennt er, dass noch etwas ganz anderes hinter seiner Mission steckt, nämlich ein kleiner Junge. Yeager weigert sich, diesen zu töten und entscheidet, folglich nach einer eigenen Ideologie vorzugehen.

Extinction ist ein tolles Netzwerk mit aktueller Bezugnahme

Trotz der spürbaren Konzentration auf Yeager und seinen Erlebnissen erweist sich Kazuaki Takano als sehr weitläufig denkender Autor, der das Geschehen auf weitere Handlungsstränge und -träger ausweitet. Erzählt wird in „Extinction“ nämlich auch der Werdegang von Kento Koga, der in Japan in die Fußstapfen seines Vaters tritt und ein Medikament gegen eine bis hierhin unheilbare Lungenkrankheit entwickeln soll, an welcher im Übrigen Yeagers Nachwuchs leidet. So vernetzt Takano Geschehnisse und Figuren, pendelt nach Belieben zwischen drei Kontinenten und bietet dem Zuhörer einen rasanten Thriller, der nicht zuletzt aufgrund der globalen Bedrohung Ebola äußerst zeitnah daherkommt.

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