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4.Februar
2010

Ken Follet – Die Tore der Welt als Hörbuch

Benjamin Jendro

Die Tore der WeltWir kennen das. Das ständige Gejammer darum, dass früher ja sowieso alles besser gewesen ist und wie sehr doch die Welt vor ihrem Abgrund steht. Jahr ein, Jahr aus, der immer gleiche Spruch. Dass dem nicht wirklich so ist, beweist das Hörbuch „Die Tore der Welt“ von Ken Follet sehr eindrucksvoll. Der Autor nimmt in der späten Fortsetzung (18 Jahre nach Erscheinen des Vorgängers) den Leser mit ins 14. Jahrhundert in Südengland.

Der Leser begleitet in dem Hörbuch die Leben der verschiedenen Protagonisten und erfährt so aus erster Hand, wie es gewesen sein muss. Für ordentliche Authentizität hat sich Follet bei seinen Recherchen gleich mal von drei Historikern zuarbeiten lassen, was den Roman somit nicht nur spannend werden ließ, sondern auch historisch fundiert.

Wir hätten da zum einen Carris, die der Verbrennung als Hexe durch den Eintritt ins Kloster entkommt. Merthin, ihren Geliebten, der einem als Architekt die Baukunst der Zeit näher bringt, oder aber den Adel, der in seiner ganzen herablassenden Art dargestellt wird, nebst normalem Volk versteht sich.

„Die Tore der Welt“ vermittelt einem sehr deutlich und gut, wie es gewesen sein muss in der damaligen Zeit zu leben und dass nicht alles genauso schön war, wie man im Zuge seiner Nostalgie denken möchte. Ein prall gefülltes Buch voll Spannung und Historie.

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