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24.April
2009

Liebe – ein unordentliches Gefühl

Benjamin Jendro

Liebe – ein unordentliches GefühlVielen wird Richard David Precht mittlerweile aus seinem Bestsellererfolg: „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ bekannt sein. Sein schöner Schreibstil vermochte damals eine Philosophieaversion zu durchbrechen und zu einer kleinen Affinität umzukehren. Dieses Mal wagt sich der Autor an ein Gebiet, das wohl jedem selbst bekannt sein dürfte, die Liebe. Doch keine Angst, dies wird keiner der vielen erwerblichen Ratgeber, die unser Leben so viel besser machen sollen, oder eine Partnerschaft retten müssen. Viel mehr nähert sich Precht dem Thema mit einer wissenschaftlichen Distanz, schafft es jedoch durch eingebaute Anekdoten von einer allzu sachlichen Herangehensweise abzukommen. Nichts desto trotz wird die Liebe und ihre Existenz hier von verschiedenen Seiten geprüft, so z.B. einer psychologischen, einer biologischen, oder soziologischen Komponente. Das Thema wird also rundum beleuchtet und soll so eine gewisse Klarheit schaffen.

Natürlich darf auch hier die Philosophie nicht ganz ausgeschlossen werden und so schreibt Precht etwa:
„Das skurrilste aller Argumente für die Zweigeschlechtlichkeit ist übrigens, dass eingeschlechtliche Lebewesen stets primitiv geblieben sind und sich nicht weiter zu neuen und spektakulären Formen entwickelten. 3,3 Milliarden Jahre evolutionärer Stillstand, wenn man so will. Schon richtig, aber was ist daran schlecht? Aus welcher Perspektive argumentieren wir, wenn wir dies anprangern?“

Die Beantwortung der Frage überlasse ich freilich ihrem Geiste. Das Hörbuch: „Liebe – ein unordentliches Gefühl“ ist jedoch ein interessanter Ausflug in die Welt der Liebe und weiß mit sprachlicher Gewandtheit und interessanten Einsichten zu überzeugen.

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