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19.Februar
2014

Lucinda Riley – Die Mitternachtsrose

Benjamin Jendro

Riley - Die MitternachtsroseEinigen Frauen scheint es in die Wiege gelegt, dass sie Leser ihrer Bücher bzw. Zuhörer der dazugehörigen Hörversion besonders einfühlsam berühren können. Einige von ihnen heben sich noch einmal von diesen außergewöhnlichen Schriftstellerinnen ab. Zu ihnen, den Aushängeschildern bewegender Romane, zählt Lucinda Riley. Schon in den früheren Werken wie „Der Lavendelgarten“ hat sie bewiesen, dass sie nicht nur begnadet über Gefühle und das Thema Liebe schreiben kann, sondern auch bei der Auswahl ihrer Schauplätze großes Talent beweist. All die Orte, in denen ihre Geschichten spielen, sind in malerischer Authentizität dargestellt. Das zeigt sich auch beim aktuellen Werk „Die Mitternachtsrose.

Die Mitternachtsrose – Eine Chance in der Idylle

Rebecca Bradley ist eine junge angesehene Schauspielerin, dennoch bekümmert sie die momentane Lebenssituation. Da kommt ihr das Angebot, einen Film im entfernten Großbritannien zu drehen, nicht gerade ungelegen. Schnell verfällt Rileys Protagonistin dem Charme des alten britischen Herrenhauses Astbury Hall. Doch nicht nur die wunderschöne Szenerie, in der man sich vollkommen fallen lassen kann, beeindruckt die US-Amerikanerin. Wie ein Zwilling gleicht sie dem früheren Antlitz der Großmutter des jetzigen Besitzers. Zur Zeit ihrer Blüte war Lady Violet der Inbegriff weiblicher Schönheit, mit Rebecca kehrt in „Die Mitternachtsrose“ nun die Schönheit zurück nach Astbury Hall.

Die Mitternachtsrose verbindet zwei Geschichten

Doch nicht nur Rebeccas Geschichte wird in „Die Mitternachtsrose“ erzählt. Auch den Inder Ari lernt man in der fast zehnstündigen Hörbuchversion, die Simone Kabst spricht, kennen. Dieser begibt sich ebenfalls auf eine Suche in die Vergangenheit, seine Ur-Großmutter Anahita führt ihn nach Astbury Hall. Letztlich sind beide Erzählungen optimal miteinander verwoben, was Riley mal wieder als begnadete Erzählerin präsentiert. Eine Prise Fiktion wird mit Realem verbunden und erscheint so keinesfalls als Fremdkörper. Leidenschaftlich und mit der gewohnten Liebe fürs Detail schenkt uns Lucinda Riley wieder einen äußerst unterhaltsamen Roman für kalte Nachmittagsstunden.

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