...entführen dich in eine andere Welt

Impressum Kontakt
3.Februar
2015

Lutz Hübner – Frau Müller muss weg

Benjamin Jendro

Frau Müller muss wegDie Schulpflicht ist im deutschen Gesetz fest verankert. Deshalb schicken die meisten Eltern ihre Schützlinge Tag für Tag in die Bildungseinrichtung. Dass sie mit den Elementen dieser zufrieden sind, ist damit aber nicht gesagt. Tatsächlich gibt es im Schulunterricht so einiges, was Mama und Papa so rein gar nicht in den Kram passt. Für eine ganze Gruppe von ihnen ist eine Lehrerin in Lutz HübnersFrau Müller muss weg“ ein wahrer Dorn im Auge. Die Akademikerin ist der Grund dafür, dass viele Kids eine schlechte Zukunftsaussicht haben. Zumindest halten die Eltern sie für den Grund.

Frau Müller muss weg – Keine Frage

Die Zeugnisse stehen an und mit ihnen die Empfehlung für die jeweilige Oberstufe. Dieser Zeitpunkt sollte Eltern eigentlich zufrieden stimmen. Schließlich zeigt das, dass ihre Kids heranwachsen. Für mehrere Paare im Theaterstück „Frau Müller muss weg“, das derzeit auch im Kino für Furore sorgt, steigt aber die Angst, je mehr sich besagter Tag nähert. Schuld daran ist allein die nicht immer freundlich dargestellte Frau Müller. Die Klassenlehrerin ist mit ihrer Notenvergabe schließlich das Zünglein an der Waage und bevor man die Schuld beim eigenen Kind sucht, macht man doch lieber jemand anderes für das stetige Versagen in den Klassenarbeiten verantwortlich.

Eltern im Kampf gegen Frau Müller

Wenn es sich um ein, vielleicht auch zwei Kids handeln, wäre es ja noch im Bereich des Möglichen, dass die Notenvergabe rechtens abläuft. So aber sehen sich Jessica Höfel, Ehepaar Jeskow, Wolf Heider und Katja Grabowski förmlich dazu gezwungen, Frau Müller einmal die Leviten zu lesen. Diese ist sich natürlich keiner Schuld bewusst und zudem recht uneinsichtig. Mit steigender Erzählzeit werden die Bandagen der besorgten Eltern immer härter. Dass sie sich dabei von einer wenig erwachsenen Seite zeigen, macht das ganze Szenario umso lustiger. Im Kino erlebt man unter anderem Anke Engelke, Ken Duken und Alwara Höfels, wie sie in eine Peinlichkeit nach der anderen schlittern. Im zugrunde liegenden Stück, denen die besagten Schauspieler in der Hörbuchvariante von „Frau Müller muss weg“ ihre Stimmen geliehen haben, kommt das aber auch schon recht gut durch.

0