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21.Februar
2017

Martin Suter – Elefant

Gisela

elefantIn schöner Regelmäßigkeit veröffentlich der Schweizer Autor Martin Suter einen Bestseller nach dem anderen. Egal, ob er in seinen Kolumnen über die Businesswelt oder in seinen Romanen über die Krankheit Alzheimer (Small World), die Bankenkrise (Montecristo) oder Lebenskrisen (Die dunkle Seite des Mondes, Der Teufel von Mailand) schreibt, seine Leser lieben die schnörkellos und spannend geschriebenen Geschichten, die er zu Papier bringt. In seinem neuesten Werk „Elefant“ wird es märchenhaft: Ein kleiner rosa Dickhäuter verzaubert nicht nur die Hörer.

Elefant – Inhalt

Als der Zürcher Obdachlose Schoch in seiner Höhle den Mini-Elefant zum ersten Mal sieht, denkt er an eine alkoholbedingte Vision. Doch das kleine Tier ist echt, und als er es versehentlich mit giftigen Pflanzen füttert und bei der „Gassen-Tierärztin“ Valerie in Behandlung geben muss, merkt diese sofort, dass sie es hier mit dem Ergebnis eines Genexperiments zu tun hat. Doch woher kommt das Tier? Während die beiden ihren kleinen Zögling in der herrschaftlichen Villa von Valeries verstorbenen Eltern verstecken, machen sich Sabus Schöpfer, der Genforscher Roux, und seine chinesischen Geldgeber auf die Suche nach dem verschwundenen Geschöpf. Schließlich sehen sie in dem genmanipulierten Tier ein unglaublich wertvolles Produkt. In vielen Rückblenden erzählt Suter, wie der kleine Elefant geschaffen wurde, wobei ein heruntergekommener Zirkus im Zürcher Oberland eine wichtige Rolle spielt, und wie der burmesische Elefantenflüsterer Kaung mit der Unterstützung eines Tierarztes das für ihn heilige Tier verstecken konnte. Doch welche Überlebenschancen hat das putzige Tier überhaupt? Wird es Kaung gelingen, ihn in seine Heimat Myanmar zu bringen?

Elefant – ein packender Bestseller

Mit „Elefant“ läuft Martin Suter wieder zur Bestform auf: Der wissenschaftliche Hintergrund des Romans ist fundiert recherchiert, die Geschichte zieht einen beim Hören zum einen wegen der märchenhaften Hauptfigur in den Bann, zum anderen ist Suters Aufbau der Geschichte und sein Sprachstil gewohnt routiniert und packend. Bei der Figurenzeichnung ist die Einteilung in Gut und Böse etwas zu schablonenhaft geraten, aber die Helfer des kleine rosa Wunders sind durchwegs sympathische Charaktere mit Identifikationspotential. Und mit dem routinierten Gert Heidenreich als Sprecher ist das Hörbuch „Elefant“ beste Unterhaltung.

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