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2.Juli
2015

Martin Walker – Provokateure

Benjamin Jendro

Walker - ProvokateureWer in Oxford studiert hat, der kann schon mal auf eine durchaus erfolgreiche Station in seinem Lebenslauf zurückgreifen. Wer von da dann nach Harvard geht, wird auch nicht gerade weniger Lorbeeren im Rucksack haben. Mal abgesehen davon, dass Martin Walker hinsichtlich der Studienrichtung nicht ganz so entschlossen war und von Geschichte hin zur Wirtschaft wechselte, kann sich seine Vita also sehen lassen. Nach dem Studium ging es für den Schotten zum The Guardian und von da direkt in die Bestsellerlisten der Welt. Besonders seine Romane um Ermittler Bruno Courrèges  kommen bei den Lesern gut an. In „Provokateure“ schickt er seinen Protagonisten in Fall Nummer Sieben.

Der Polizist von Saint-Denis hat Sorgen

Die Weinernte im Périgord könnte in diesem Jahr wesentlich schlechter ausfallen. Grund dafür ist ein nicht aufhörender Dauerregen, der die Bestände in große Gefahr bringt. Während die Anwohner um ihre wirtschaftliche Situation bangen, hat der einzige Polizist des Städtchen Saint-Denis wieder mal ganz andere Sorgen. Bruno Courrèges muss sich mit der Leiche eines muslimischen Undercover-Agenten beschäftigen. Erst kurz zuvor standen die beiden noch in Kontakt. Der Agent wandte sich an Courrèges  und bat um Hilfe. Diese würde nun definitiv zu spät kommen.

„Provokateure“ ist ein vielseitiger Kriminalroman

Provokateure“ hat aber noch mehr als diesen plötzlichen Tod zu bieten. Im Büro erwartet den Chefermittler eine merkwürdige Nachricht. Ein autistischer Junge aus Saint-Denis taucht in einer französischen Armeebasis in Afghanistan auf und will zurück in die Heimat. Es ist weder klar, wer der junge Mann ist, noch worin seine genauen Absichten bestehen. Auf den 640 Minuten, die das Hörbuch zu bieten hat, werden diese zwei Rahmenelemente gekonnt ausstrukturiert. Martin Walker lässt wie gewohnt den Zuhörer erst einmal ein wenig zappeln, ehe er ihm das ganze Übel präsentiert. Entgegen seiner journalistischen Laufbahn hebt er sich die Schmankerl für das Finale auf und so gelingt es ihm vermehrt, die wesentlichen Spannungsheber geschickt zu verteilen. Damit ist zu Beginn von „Provokateure“ längst nicht klar, wohin die Reise geht.

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