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12.Juli
2012

Mary Janice Davidson – Happy Hour in der Unterwelt Bd.3

Benjamin Jendro

Wieder einmal hat es ein Teil der Betsy Taylor Reihe von Grund auf überzeugt. Schon allein aufgrund der etwas anderen Darstellung der Hauptprotagonistin, die im dritten Teil der Reihe nicht ganz so taff wirkt wie in den bisher bekannten Ausgaben, hat es dieses Mal geklappt, mich besonders zu beeindrucken. Betsy ist und bleibt natürlich auch in „Happy Hour in der Unterwelt Bd. 3“ jene Betsy, die in erster Linie durch ihr ungezügeltes Mundwerk im Gedächtnis auffällt. Nichtsdestotrotz sind es aber auch einige Rückschläge und ungewohnte Wendungen, die ihr einen Hauch Menschliches verleihen, wobei gerade dies wohl nicht im Interesse der Autorin lag, schreibt sie doch im Wesentlichen über einen Vampir.

Die Rückkehr des Königs

Der attraktive Sinclair kehrt im Band von seiner Italienreise zurück und mit ihm sind auch die saukomisch dargestellten, fliegenden Fetzen der Beiden wieder da. Zu allem Überfluss will auch noch Andrea, ebenfalls Vampir, mit ihrem menschlichen Freund vorbeikommen, wobei Betsy gleich noch die Hochzeitszeremonie der beiden Verliebten leiten soll. Als wäre das nicht schon genug, werden sie auch noch auf eine Babyparty eingeladen. Wohlgemerkt soll diese zur Nachmittagszeit stattfinden, wo man als Vampir in der Regel schläft. Frech ist das schon ein bisschen, vor allem, weil Betsy für diesen Anlass gar nicht das Richtige zum Anziehen im Schrank hat.

Irgendwie sind die Probleme nicht unmenschlich

Betrachtet man allein diese Ereignisse im Werk Davidsons, das im Übrigen von Nina Spier vorgetragen wird, erscheinen weder die Themen noch die Probleme Betsys sich groß von den humanen zu unterscheiden. Was soll ich anziehen, wie alles zeitlich organisieren? Auch die einzelnen Phasen, eine Art Streit zwischen Partnern, das Thema Eifersucht, Organisationsprobleme sind bei uns genauso gegeben. Vielleicht ist gerade deshalb Betsys Verhalten so verständlich und die dritte Episode so authentisch wie keine zuvor.

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