...entführen dich in eine andere Welt

Impressum Kontakt
13.August
2013

Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt – Die Toten, die niemand vermisst

Benjamin Jendro

Hjorth & RosenfeldtDass die einzelnen Autoren in Schweden durchaus dazu in der Lage sind, relativ interessante Thriller und Kriminalromane zu schreiben, wurde in der Vergangenheit des Öfteren eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Land der Elche und einer nicht ganz unbekannten Möbelhauskette kommt der erfreute Leser zuerst in den Genuss von Schriftstellern wie Henning Mankell oder Stieg Larsson. Neuerdings gibt es mit Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt noch zwei weitere Autoren, die eine besondere Wertschätzung verdienen. Ihr dritter Roman „Die Toten, die niemand vermisst“ konnte ebenso wie die vorhergegangenen ordentlich einschlagen. Die Brisanz ihrer Fälle bietet aber auch ohne Frage gute Unterhaltung.

Grausiger Fund in den schwedischen Bergen

Wer schon einmal in Skandinavien Urlaub gemacht und diesen nicht unbedingt in einer Großstadt verbracht hat, weiß um die vielen ruhigen Landschaftszüge, die vor allem zum Abschalten einladen. Radtouren und Wanderungen lassen sich im Norden Europas perfekt absolvieren. Da kann es auch mal passieren, dass einem über Stunden hinweg kein Hinweis auf Zivilisation entgegenströmt. Genau danach suchen zwei Wanderinnen zu Beginn des Werkes. In den nordschwedischen Jämtland-Bergen haben sie genau das gefunden, wonach sie sich sehnten. Nachdem eine von ihnen aber versehentlich stürzt, überschlagen sich die Ereignisse. Zwar geht es ihr gut, an ihr lassen sich kaum körperliche Wunden ausmachen. Dafür aber ragen Handknochen aus der Erde. Die Beiden sind auf ein Massengrab gestoßen.

Arbeit für Höglund, Bergman und Co.

Das bewährte Team um Kommissar Höglund und Kriminalpsychologe Sebastian Bergman wird zum Fundort beordert. Nachdem das Grab ausgehoben ist, weiß man auch genau, womit man es zu tun hat. Unter der Erde liegen insgesamt sechs Leichen oder besser gesagt das, was noch von ihnen übrig ist. Die Suche nach dem, was mit den vier Erwachsenen und zwei Kindern passiert ist, beschäftigt das Team und den Zuhörer, der das Geschehen von Douglas Welbat vorgetragen bekommt. Parallel dazu wird die Geschichte einer aus Afghanistan stammenden Asylantenfamilie erzählt. Zwei Männer aus der Familie sind vor einigen Jahren spurlos verschwunden. Selbstverständlich denkt der geschulte Krimifan schnell an einen Zusammenhang. Es kommt allerdings noch sonderbarer als man es sich eingangs ausmalen kann.

0