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5.Juli
2012

Moritz Matthies – Ausgefressen

Benjamin Jendro

Manche Geschichten sind einfach zu gut, um nicht erzählt zu werden. Ganz sicher hat sich Autor Moritz Matthies dies auch gedacht und sich einfach einmal an ein Gedankenexperiment herangewagt, welches eigentlich viel zu banal klingt, um wahr zu sein. Dass Tiere sprechen können, scheint uns im Regelfall fragwürdig und dennoch findet diese Thematik Eingang in die unterschiedlichsten Filmproduktionen. Bei Matthies´ „Ausgefressen“ können sie nicht nur das, sie sind zudem in der Lage, Kriminalfälle zu lösen. Erklärt wird dies von Hauptprotagonist Ray ganz einfach. Schon in der genetischen Ausrichtung sei es Erdmännchen einfach in die Wiege gelegt, zu schnüffeln, zu observieren und Spuren zu lesen.

So abstrus es klingt, so lustig kommt es durch die Stimme von Comedian Christoph-Maria Herbst durch die Lautsprecher. Im Berliner Zoo fühlen sich die Erdmännchen längst nicht mehr ausgelastet, gar unterfordert seien sie und genervt von den täglichen Strapazen, die Schaulustige mit ihren Kamerablitzen so mit sich bringen. Ray und Co. haben sich deshalb eine neue Beschäftigungstherapie verordnet – sie wollen dabei helfen, eine vermisste Person wiederzufinden. Dass es im Rudel momentan um einen Konkurrenzkampf in Bezug auf den Posten des nächsten Clanchefs geht, spielt dabei eine amüsante Nebenrolle. Eine menschliche Komponente gibt es im Werk auch noch, wobei Privatdetektiv Phil nach einen paar Schlücken aus seinem Flachmann selbst zum Teil des Rudels wird.

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