...entführen dich in eine andere Welt

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22.April
2009

Nicht immer hetzen, aber Tempo machen ist in Ordnung

Benjamin Jendro

Wenn du es eilig hast, gehe langsamSie kennen das sicherlich. In unserer allzeit vernetzten Welt ist man im Grunde nirgends mehr sicher vor der kommunikativen Reizüberflutung. Man wird angerufen, selbst wenn man im Flugzeug sitzt, bekommt sms, die man nicht wegdrücken kann, oder erhält ständig Mails, die einer dringenden Antwort bedürfen. Persönliche zwischenmenschliche Kommunikation ist zu allem Überfluss auch noch an Board. Irgendwann weiß man nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Zeitmanagement ist hier das Zauberwort. Lothar Seiwert geht in seinem Hörbuch: „Wenn du es eilig hast, gehe langsam: Mehr Zeit in einer beschleunigten Welt“ auf dieses Grundproblem ein und erklärt Auswege.

Dabei unterscheidet er zunächst einmal zwischen Tempo und Hetzen. Sind wir mit unseren Gedanken nicht bei der Sache, sondern immer schon einen Schritt voraus, fangen wir nicht nur an zu hetzen und uns zu stressen, wir machen auch Fehler. Sind wir aber ganzen Herzens bei dem, was wir gerade tun, dann entsteht Effizienz und in diesem Sinne auch Tempo ohne dabei unsere Gesundheit oder unseren Seelenfrieden zu gefährden.

Auch hervorhebenswert ist die Unterscheidung in linkshirnige Menschen (nein, keine Hirnis :)) und rechtshirnige. Während der linkshirnige eher ordnungsliebend ist, der Experte nennt das konvergent, monochronisch, ist der rechtshirnige eher divergent polychronisch, sprich ein Chaot. Man muss natürlich für diese verschiedenen Typen auch unterschiedliche Ansätze finden, was in vielen Zeitratgebern sträflich vernachlässigt wird. Die einfachste Methode um ein besseres Zeitmanagement zu erzielen ist für Chaoten bunte Post-it auf eine Pinnwand zu kleben, so behält man spielerisch alles im Überblick, verliert aber nicht seine geliebte Flexibilität.

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