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7.April
2012

“Schneller als der Tod” von Josh Bazell

Martin

Eine Mafia-Geschichte. Aha. Diese Thematik scheint im ersten Moment vollkommen ausgeschlachtet. „Die Sopranos“ oder „Der Pate“ vermittelten bereits einen allumfassenden Einblick in das Leben der italienischen Verbrecher in Amerika und lassen kaum Platz für größere Erfolge. Doch Josh Bazell begeistert in „Schneller als der Tod“ mit einer anderen Sichtweise und zeigt das scheinbar beruhigte Leben eines Mafiosis nach seinem Ausstieg. Doch seine Tarnung fliegt auf und ein Alptraum beginnt.

Pietro Brnwa wagt den gefährlichen Absprung und beendet seine Karriere als krimineller Mafiosi. Innerhalb des Zeugenschutzprogramms wird sein Name in Dr. Peter Bown geändert und er erhält eine Anstellung in einem New Yorker Krankenhaus. Seine verdeckte Identität bietet ihm lange den ersehnten Alltag und eine neue Sicherheit, die er bis dato nicht mehr kannte. Dummerweise ist einer seiner Patienten ein ehemaliger Bekannter aus seiner Vergangenheit, der ihn erkennt und verrät. Rettet Brown das Leben dieses bereits zum Tode verurteilten Krebspatienten, darf er sein eigenes behalten. Ein aussichtsloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Bazell gelang mit seiner ersten Veröffentlichung auf Anhieb ein weltweiter Riesenerfolg. Meisterhaft kombiniert er seine ausgefeilte Sprache mit einem gelungenen Spannungsbogen, trockenes Medizinwissen mit beißendem Sarkasmus und beschreitet überaus anschaulich den Weg eines gebeutelten Protagonisten, der früher moralisch zweifelhaft handelte und sich heute reumütig reflektiert. Gerade das Hörbuch weiß aufzutrumpfen, denn keiner könnte dieses zynische Treiben besser in Szene setzen als Christoph Maria Herbst, unser heißgeliebter Stromberg-Darsteller, dessen Stimme perfekt zur Intention des Autors passt. Niemand geringeres als Leonardo Di Caprio sicherte sich augenblicklich nach der Herausgabe des Buches die Filmrechte und setzte damit seinen Namen auf die ellenlange Liste von Fans des Thrillers. Für das klassische Urteil „Das Buch war aber besser als der Film!“, sollten sich alle Interessierten demnach also sehr beeilen. Ein Hörbuch-Hit!

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5.April
2012

„Junger Mann zum Mitreisen gesucht“ von Anna Herz and friends

Martin

 

Anna Herz and friends

Dieser Hörbuchtitel, der sich liest, wie eine wenig informative, doch umso hoffnungslosere Annonce einer Regionalzeitung, ist die große Überschrift für 20 freche Kurzgeschichten rund um das Thema Liebe. Spitzzüngige Thesen verpackt in mehr oder weniger lebensnahen Geschichten erläutern das Dilemma der Liebe, im Speziellen auf Reisen, und verweisen doch an anderer Stelle wieder auf eine Sehnsucht nach ihr.

„Anne Herz“ – das sind zwei Wahlhamburgerinnen, die uns schon seit ein paar Jahren mit ihren teilweise provokanten Erzählungen bei guter Laune halten. Die „… and friends“ sind fabelhafte Unterhaltungsautorinnen wie Jana Voosen, Miriam Kaefert, Janine Binder, Michaela Möller, Tanja Heitmann, Anna Koschka und einige mehr. Ein ungewohntes Metier betraten Volker Klüpfel sowie Michael Kobr mit ihren Beiträgen zu dieser Anthologie und präsentieren uns ein ultimatives Lachtraining im Frühling für einen schönen Bauch im Sommer.

Wer wissen will, was Maki-Sex ist, warum Dackel Beziehungstipps geben oder die Südsee in Dänemark liegt, ist dringend angehalten, sich das Hörbuch “Junger Mann zum Mitreisen gesucht” zuzulegen. Außerdem erfährt der gespannte Zuhörer, wie es sein kann, dass sich ausgerechnet die gewaltige Herta aus dem trauten Allgäu den schönsten Mann der Welt angelt. Einige der charmanten Autorinnen und Mirja Boes lesen sich treffsicher durch die 340 Schabernack-Minuten, beweisen zwischendurch auch Ernst und Tiefgründigkeit, um die Liebe nicht gänzlich ad absurdum zu führen und machen zusammengefasst einfach richtig viel Spaß! Heitere und gefühlvolle Unterhaltung!

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30.März
2012

Spannungs-Hörbestseller – Zum Fürchten gute Hörkrimis

Benjamin Jendro

Achtung! Bei den folgenden Vorschlägen kann es einem wirklich schon einmal mit einem heftigen Schauer durchziehen. Einen richtig guten Thriller zu lesen kann beeindruckend sein, man kann sich gruseln. Auch bei einer Hollywoodproduktion ist das möglich, sieht man doch zur Story auch noch die bildliche Darstellung. Am schlimmsten jedoch ist es, etwas zu hören und es nicht zu sehen, sich selbst Gedanken darüber zu machen, wie die Szenerie ausgemalt erscheinen könnte. Nichts ist so gruselig wie unsere eigene Phantasie. Die folgenden Krimi-Hörbücher liefern auf jeden Fall den richtigen Anstoß, um sich etwas wirklich Gruseliges vorzustellen.

John Katzenbach hat mir schon mehrfach einen Schrecken eingejagt. Das Hörbuch zu „Der Professor“ ist aber bisher unerreicht, was vor allem damit zu erklären ist, dass man beim Zuhören irgendwie die Demenz des Professors gleich mitgeliefert bekommt und selbst nicht mehr so wirklich unterscheiden kann, was echt und was Fiktion ist. „Totengleich“ von Tana French ist auch nicht gerade etwas für schwache Nerven. Explizit werden diese gleich zu Beginn auf die Probe gestellt, als Agent Cassie Maddox eine Frauenleiche findet, die ihr bis auf jede Einzelheit genau aus dem Gesicht geschnitten scheint. Zur „Obsession“ wird Angst bei Simon Beckett. Wer sich bis dato noch nicht gegruselt hat, wird bei ihm garantiert sein erste Mal erleben. Als Witwer Ben den Schrank seiner verstorbenen Frau Sarah ausräumt, erkennt er, dass auch sein letzter Halt im Leben, ihr autistischer Sohn Jacob, gar nicht ihr Sohn war, sondern sie ihn einst entführte.

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28.März
2012

Die schönsten Hörbücher zum Osterfest

Benjamin Jendro

Bald geht es wieder los, das große Ostereier- und Geschenkeverstecken. Gemeinsam in der Familie begeben sich alle Mitglieder auf die Suche, an Ostern nach den verborgenen Sachen und bereits vorher nach den richtigen Kleinigkeiten. Um das Osterfest richtig zu genießen und ein schönes gemeinsames Familienfest mit der ganzen Familie zu feiern, haben wir heute mal ein paar Hörbücher zum Osterfest zusammengestellt. Diese bieten vor allem den kleinen Zuhörern einen Hochgenuss, sind aber auch eine tolle Abwechslung für all jene, die meinen, sie seien aus dem Alter bereits schon herausgewachsen.

Die Geschichte von „Alice im Wunderland“ kennt jeder, sie sich auf einem Hörbuch angehört haben aber garantiert die Wenigsten. Die verschiedenen Sprecher bringen die Geschichte von Lewis Caroll in einem tollen Klang zu Ihnen und so wird das Abenteuer der kleinen Alice auch zum Abenteuer für alle Zuhörer. Bei den Heidehasen ist immer mächtig etwas los, in ihrem neuen Hörspiel „Der Sängerkrieg der Heidehasen“ schließen sie daran nahtlos an. Zuhörer begleiten den brillanten Sänger Lodengrün in seinem Kampf der beste Sänger zu sein und so die Prinzessin zu erobern, ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Viele weitere tolle „Ostergeschichten“ bietet auch Ursel Scheffler, die vielen eine tolle Übersicht über all das gibt, was mit Ostern zusammenhängt, vom Hasen bis zu sprießenden Osterglocken.

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23.März
2012

Christiane Rösinger – Liebe wird oft überbewertet

Benjamin Jendro

Wenn der Mensch sein Herz für einen anderen öffnet, ist er verliebt. Seine Taten und Gedanken konzentrieren sich auf diese angehimmelte Person, sie scheint allgegenwärtig. Verliert man diesen anderen Menschen, durch einen schweren Schicksalsschlag oder eine Trennung, ist man folglich verletzt. Normalerweise ist dies der Punkt, an dem man schlecht über das Thema Liebe denkt, sie zumindest für einen gewissen Zeitraum ablehnt und sich lieber im Frust bestätigt fühlt. Diese Phase scheint bei Musikerin Christiane Rösinger nicht enden zu wollen, weshalb sie aus ihren ganz persönlichen Erfahrungen zum Thema Liebe ein Werk geschrieben hat, das als „Liebe wird oft überbewertet“ eine ganz subjektive Sicht offenbart.

Anfangs wirkt das Werk ein wenig wie die melancholische Absage an das Thema Liebe, wie die tiefwurzelnde Verbitterung einer Enttäuschten. Im Verlauf der 70 Hörminuten aber muss man selbst als Liebender eingestehen, dass ihre Ansichten über Paare und deren Eigenart, durch das Leben zu wandeln, nicht komplett aus der Luft gegriffen sind. Wir verändern uns, wenn wir einem Partner unser Herz schenken, geben womöglich eigene Vorlieben auf, gehen unzählige Kompromisse ein und leben so scheinbar glücklich miteinander. Wir bleiben nach Rösinger nicht wir selbst und leben nur wie emotionslose Steine nebeneinander. Eine Ansicht, die in unserer von Pärchen bestückten Gesellschaft sehr gewagt wirkt und deshalb den Reiz des Werkes ausmacht.

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21.März
2012

Daniel Kehlmann – Ruhm

Benjamin Jendro

Worin besteht der Sinn des Lebens? Auf diese Frage gibt es genau genommen keine patente Antwort, schließlich sind wir alle verschieden und wollen unterschiedliche Sachen. Während die einen möglichst viel Geld machen wollen und in Statussymbolen ihre Erfüllung finden, handelt es sich bei anderen um Familienmenschen. Manch einer will Kinder hinterlassen, ein anderer seine Spuren in der globalen Geschichte. Hier könnte man dann von wirklichem Ruhm sprechen und wäre wohl bei einem der Grundbedürfnisse des Menschen angelangt. Autor Daniel Kehlmann hat sich diese Problematik zu Herzen genommen und in „Ruhm“ viele verschiedene Personen zusammengeführt, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben und trotzdem durch ihren Wunsch nach eben jenem Grundbedürfnis vereint sind.

Ab morgen kann man das Werk auf der Kinoleinwand bewundern, im Hörbuch lauscht man einfach den Stimmen von Nina Hoss und Ulrich Matthes. Diese erzählen die insgesamt neun Geschichten und liefern so mehr als fünf Stunden die jeweiligen Probleme und Bedürfnisse der einzelnen Charaktere. Unter ihnen wären zum Beispiel ein Schauspieler, der plötzlich keine Rollenangebote mehr bekommt oder eine Autorin, die in Zentralasien verschwindet. Eine ältere Dame protestiert gegen den Schriftsteller, der sie erfunden hat. Ein Internetblogger hingegen würde gerne mal eine Rolle in einem Roman spielen. Mit seiner Rolle kommt ein Mann nicht mehr klar, der ein Doppelleben mit zwei Frauen führt. Ebenso wenig die Frau eines anderen Schriftstellers. Diese fürchtet sich davor, einmal im Werk ihres Mannes vorzukommen, wo wir dann auch wieder beim verwirrten Internetblogger oder dem angebotslosen Schauspieler sein könnten.

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16.März
2012

Jo Nesbø – Headhunter

Benjamin Jendro

Ein guter Thriller braucht einige gewisse Attribute, damit er den Leser auch wirklich berühren kann. Es bedarf einer Handlung, die man so oder in ähnlicher Form noch nicht woanders gelesen oder gehört hat. Außerdem einen charakteristischen Hauptprotagonisten, der zur Identifikation einlädt und einige gruselige Darstellungen bestimmter Szenen und Orte. In Perfektion hinbekommen haben das in den letzten Jahren vor allem Autoren aus Skandinavien. Vielleicht liegt es an der dortigen Kälte, eiskalt sind ihre Szenarien auf jeden Fall. Der Norweger Jo Nesbø macht da keine Ausnahme und so wird auch „Headhunter“ zu einem grandiosen Hörerlebnis mit absolutem Thriller-Faktor.

Von Johannes Steck gesprochen kann man Jo Nesbø zu einhundert Prozent spüren und anders als viele andere Thriller gilt das für die gesamte Zeit. Ohne Langeweile aufkommen zu lassen wird der Zuhörer auf die Fährte von Headhunter Roger Brown geschickt. Dieser berät jegliches Personal erfolgreich und genießt einen hohen Ruf in allen Wirtschaftskreisen. Er hat aber noch ganz andere Vorlieben und Stärken, von denen niemand weiß. Sein Fable für Kunstgegenstände jeder Art hat schon so manchem Klienten ein leeres Haus hinterlassen. Ähnlich soll es auch dem Niederländer Greve gehen, der einen lang verloren gedachten Rubens besitzt. Brown entwendet diesen, doch dieses Mal bleibt sein brillanter Coup nicht ohne Folgen.

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14.März
2012

Daniela Katzenberger – Sei schlau, stell dich dumm

Benjamin Jendro

Vermutlich hat sie nicht den höchsten IQ und ohne ihr nahe treten zu wollen, wahrscheinlich ist sie auch ein wenig bekloppt. Gerade das aber ist es, was Daniela Katzenberger gar nicht leugnen möchte und was letztlich auch ihren Erfolg determiniert hat. Wir Deutschen sind dahingehend ein absolutes Phänomen, dass wir uns immer darüber aufregen, wie dumm doch manche sind und wie sie es trotzdem immer wieder in die Öffentlichkeit schaffen. Dafür gibt es eine ganz einfache Antwort. Jeder will es sehen, weil es unterhaltsam ist. Wir wollen dumme Sache sehen und Daniela Katzenberger hat es geschafft, aus ihrem Talent, nämlich unterhaltsam zu sein, das Beste zu machen.

In dem Sinne kann man gar nicht von dumm sprechen, denn was sie anfasst, hat Hand und Fuß. Sie ist damit erfolgreich, die Marke Katzenberger möglichst rentabel zu verkaufen. „Sei schlau, stell dich dumm“ ist auch deshalb ein cleverer Titel, weil sie damit alles exakt auf den Punkt bringt. Katzenberger ist etwas Besonderes, bei vielem von dem, was sie tut, greifen wir uns an den Kopf. Dies passiert übrigens auch mehrfach, wenn wir dem von ihr selbst gesprochenen Werk zuhören. Doch sie macht es definitiv richtig und verschweigt nichts, wirkt stets authentisch und bleibt trotz künstlichen Nägeln und Silikonbusen immer das, was sie ist – Daniela Katzenberger.

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9.März
2012

Sebastian Fitzek – Der Augenjäger

Benjamin Jendro

Es scheint im menschlichen Naturell zu liegen, dass wir auch heute noch, im 21.Jahrhundert, sammeln. War es in der Urzeit meist die Aufgabe der weiblichen Geschöpfe, kennt das Sammeln heute keine Geschlechtergrenzen. Wir sammeln Briefmarken, Fußballbildchen, Modellautos und Kuscheltiere, Porzellantierchen oder Gartenzwerge. Weder der Art der Gegenstände noch dem Umfang ihrer Anzahl sind Grenzen gesetzt. Das andere Phänomen der Urzeit waren die Jäger, deren Aufgabe darin bestand, der Familie etwas für das Essen zu besorgen. Um diese Aufgabe zu bewerkstelligen müssen wir heute nicht mehr mit Speer bewaffnet durch das Land ziehen. Sebastian Fitzek hat in seinem Thriller „Der Augenjäger“ die Kategorie auf ein erschreckende Art und Weise wiederbelebt.

Definitiv die richtige Wahl wurde bei der Besetzung des Hörbucherzählers getroffen, spricht doch mit Simon Jäger einer, der sich zumindest vom Namen her identifizieren können müsste. Wie schon beim Vorwerk „Der Augensammler“ ist es die blinde Physiotherapeutin Alina, welche die letzte Hoffnung für die Polizei darstellt, einem Psychopathen das Handwerk zu legen. Bei diesem handelt es sich um den Augenspezialisten Dr. Suker, der tagsüber sehr nett wirkt, abends jedoch auf Frauenjagd geht. Seinen Opfern trennt er zunächst chirurgisch perfekt die Augenlider ab ehe er sie vergewaltigt und dadurch ihr Leben komplett zerstört.

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7.März
2012

Susanne Fröhlich – Lackschaden

Benjamin Jendro

Irgendwann im Leben muss jeder Mensch mal seinen Platz finden. Einen, an dem er sich wohlfühlt und der ihm jene Erfüllung bringt, die er sich ganz persönlich vom Leben erhofft. Ob das die Führungspositionen in einem Millionen-Unternehmen ist oder die der fürsorglichen Mutter, die als Hausfrau zuhause den Zusammenhalt der Familie wahrt. Schlimm ist es, wenn der vermeintlich gute Platz, den man gefunden zu haben scheint, sich später als etwas darstellt, welches eben nicht dem Erhofften gleichkommt. In „Lackschaden“ von Autorin Susanne Fröhlich geht es um solch eine Suche nach dem richtigen Platz und ebenso um die Erkenntnis, dass der bisherige der falsche ist.

Die Aufnahmen für das Hörbuch übernahm die Autorin gleich höchstpersönlich und wahrscheinlich ist es auch nur ihr möglich, die eigens kreierte Akteurin Andrea Schnidt mit der richtigen Authentizität zu verkörpern. Diese ist Mutter, Hausfrau, Ehefrau und Schwiegertochter. Alles schien einst ihr richtiger Platz, doch mittlerweile kommt sie ebenso wenig an ihre Kinder heran wie auch an den Mann, der lieber Golf spielt. Der Schwiegervater will sie stets als Ansprechpartner und so wirklich das Richtige scheint auch der Nebenjob in der Werbefirma nicht zu sein. So hat sie die Nase gestrichen voll und will nicht länger Putzfrau, Trostspenderin, Köchin oder Chauffeurin spielen. Sie will mal wieder etwas vom Leben haben.

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