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20.Dezember
2012

Raymond Khoury – Scriptum

Benjamin Jendro

Khoury - ScriptumErst vor knapp zwei Wochen sprach ich an dieser Stelle über ein Werk, in dem man die einzelnen Geheimgesellschaften zu Haufe vorgeführt bekam. Einer der Punkte, die Ecos Schrift letztlich so beeindruckend machte, ist die Tatsache, dass man als Leser oder Zuhörer nie so richtig einschätzen konnte, ob der Autor wirklich ein Fan oder aber Kritiker des Mysterythrillers ist. So sehr ich den Italiener auch für seine literarischen Fähigkeiten bewundere, so begeistert bin ich auch von den Darstellungen Khourys, der sich ebenfalls mit der Materie des Templerwesens auseinandersetzte. Während aktuell sein neues Buch „Memoria“ für Furore sorgt, war meine erste Leseerfahrung mit dem Libanesen der Thriller „Scriptum“, eine echt gelungene Templergeschichte.

Vier Tempelritter im modernen New York

Geschichte spielt immer eine Rolle. Selbst im 21. Jahrhundert sind wir noch fasziniert von den Artefakten früherer Tage, vielleicht sogar etwas mehr als von den heutigen technischen Errungenschaften. Ein wahrer Hype geht zu Beginn des Werkes von einer New Yorker Ausstellung aus. Auf dieser werden unter anderem Gegenstände und Zeugnisse der Kreuzzüge sowie des berühmtberüchtigten Templerordens gezeigt. Unter den Gästen ist auch Archäologin Tess Chaykin, die ihren Augen nicht traut, als vier Reiter in Templertracht das Museum stürmen und die Schaukästen kurz und klein schlagen. Das Einzige unter all den Kostbarkeiten, was sie zu interessieren scheint, ist ein mysteriöses Kästchen, das sie folglich an sich nehmen.

Geschichte verbindet die Welt

Besagte Archäologin ist eine der Hauptpersonen in Khourys Werk, welches von Heikko Deutschmann klar und unterhaltsam vorgetragen wird. Die zweite wichtige Größe ist FBI-Agent Sean Reilly, der nach dem Vorfall die Untersuchungen leitet. Nachdem sie sich am Tatort nur flüchtig wahrnahmen, kommen die Beiden in der Folge ziemlich schnell in Kontakt und werden zu absoluten Schlüsselfiguren. Diese reisen um den ganzen Globus und kommen einem uralten Geheiminis auf die Spur, das einer Jahrtausende alten Glaubensrichtung die Stützpfosten zertrümmern könnte. Khoury Genialität besteht darin, dass er durch Rückblenden in die Zeit der Templer immer mehr Informationen für den Leser freilegt, denen sich Tess und Sean erst nach und nach nähern können.

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