...entführen dich in eine andere Welt

Impressum Kontakt
17.September
2012

Reinhold Messner – Everest – Himmel, Hölle, Himalaya

Benjamin Jendro

Reinhold Messner - EverestManche Menschen verbindet man mit den Sachen, die sie machen. Wir verbinden sie nur damit, schauen bei der Betrachtung der Tätigkeit letztlich nur auf sie und schaffen es gar nicht so recht, das Bild aus dem Gedächtnis zu verbannen. Bergsteiger Reinhold Messner ist für mich so ein Fall. Da er heute auch noch 68 Jahre alt wird, lohnt es sich gleich noch einmal, ihn in den Fokus zu rücken. So kann man sich ruhig einmal zurücklehnen und seinem Bericht von der Besteigung des Mount Everest lauschen. Ein Abenteuer ist „Everest – Himmel, Hölle, Himalaya“ allemal, selbst wenn man die Expedition nicht persönlich miterlebt hat.

Ohne Sauerstoff in schwindelerregender Höhe

Während sich die Großzahl der Normalsterblichen schon in ein paar Metern Höhe ein wenig fehl am Platz vorkommt und einige sogar schon bei Normalnull ein Sauerstoffzelt benötigen, verzichtete Messner bei der Erklimmung der berühmten 8000er komplett auf die Nutzung von zusätzlichem Sauerstoff. Dass dies enorme Gesundheitsrisiken mit sich bringen kann, war ihm durchaus bewusst. So berichtet er im Hörbuch, das er selbst eingesprochen hat, auch von all jenen Phasen, in denen die Luft im wahrsten Sinn des Wortes eng wurde. Es war das Jahr 1978, in dem Messner den Aufstieg wagte und so in die Geschichte einging. Es ist das Jahr 2012, in welchem, wir dies nacherleben dürfen.

Man folgt dem Abenteuer Stück für Stück

Während man an einigen Stellen einen Einblick davon bekommt, wie die ersten Versuche den Everest zu bezwingen aussahen und Messner über die Legende des Yeti sprechen hören, sind es vor allem die persönlichen Erfahrungen, die Aufmerksamkeit verdienen. Dafür sorgen die lebhaft gesprochenen Zeilen, die uns der Bergsteiger von seiner Expedition übermittelt. Das wirkt so authentisch, dass man annehmen kann, er habe den Aufstieg selbst noch einmal vor Augen erlebt und möchte die dabei entstandenen Gefühle direkt an den Zuhörer übermitteln. So kann man sogar die Todesangst spüren, die Messner bei 8000m Höhe empfand und das Glücksgefühl beim Erblicken des Gipfels.

0