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19.November
2010

Richard David Precht – Die Kunst, kein Egoist zu sein

Benjamin Jendro

Mit seinem Buch „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ hat Richard David Precht einen Bestseller geschrieben, der Millionen zu Philosophen machte und sie dabei noch unterhielt. Infotainment könnte man es fast nennen. Mit seinem neuen Buch „Die Kunst, kein Egoist zu sein: Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält“ knüpft der Autor nahtlos an und hat erneut ein Werk geschaffen, dessen philosophische Ausrichtung unverkennbar ist. Doch ist die Kunst, kein Egoist zu sein, auch politischer als sein Vorgänger. Precht zeigt nicht nur den Ist-Zustand, er zeigt auch Wege auf, um diesen zu einem Besseren zu verändern, ohne dabei belehrend zu wirken.

Das Hörbuch ist in drei Teile gegliedert
– Gut und Böse
– Wollen und Tun
– Moral und Gesellschaft

Der erste Teil beschreibt so etwas wie eine Bestandsaufnahme des moralischen Handelns, was es hier und da so gibt und warum. Im zweiten Teil wird deutlich, dass zwischen Vorstellung und Realität eine Lücke klafft, die es vom Individuum zu überwinden gilt, oftmals immer aufs Neue, manchmal initial. Der letzte Teil beschäftigt sich dann eingehend mit der Bedeutung von Moral in unserer Gesellschaft. Was für einen Stellenwert hat sie?

Mit seinem neuen Buch gelingt es Precht aufs Neue, unterhaltsam ein Sachbuch zu schreiben und viele Denkanstöße zu geben. Außerdem erhält man einen interdisziplinären Eindruck von Moral, was manchmal ein wenig viel erscheint und erst mal verdaut werden muss, in der Fülle jedoch wohl kaum woanders in der Art geboten wird.

Dieses Hörbuch ist ein „Must-Listen“!

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